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Österreich & Ungarn 2006
 
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Man schrieb den 02. Oktober 2006, als sich eine Gruppe von 30 Studenten aus dem hohen Norden aufmachte, um unter der Leitung von Prof. Rudolf Patt, Prof. Peter Klein und Prof. Marius Barbu zuerst Österreich und danach Ungarn unsicher zu machen...



02. Oktober 2006

Mit gültigen Pässen oder Persos reisten wir per Flugzeug, verpflegt durch kostenlose Sandwiches und Getänke, nach Österreich ein. Dort wurden wir direkt mit der einheimischen Fenster- und Türenherstellung vertraut gemacht. Es folgte der Besuch an der Universität für Bodenkultur (BOKU). Eine Einführung über unseren Schwesterstudiengang an der Boku durch Frau Prof. Dr. Barbara Hinterstoisser machte neugierig auf die folgende Führung durch die den Bereich Holzforschung betreffenden Einrichtungen und Labors. Laufende Forschungsprojekte und innovative Prüfmethoden wurden vorgestellt. Dipl. Ing. Rainer Handl vom Fachverband der Holzindustrie Österreich vermittelte uns einen Einblick in die Holzwirtschaft Österreichs. Am Abend ging es zur Schlossherberge. Mit zunehmender Fahrzeit die unser Bus brauchte um den nicht eben flachen Wilhelminenberg zu erklimmen, zerschlugen sich unsere Pläne von einem entspannten allabendlichen Hin- und Zurückkommen hinein und aus der Stadt. Aber zum Glück gibt es auch in Wien Öffis und Taxen. Und echt große Wiener Schnitzel direkt auf dem Berg.


03. Oktober 2006

Ein kleiner Busunfall in der Wiener Innenstadt kostete uns leider die Pünktlichkeit, die wir mit unserem durchstrukturierten 4-Mann-Duschplan und dem frühen Power-Frühstück mühevoll verschafft hatten. Japaner bauen mit Brettschichtholz aus Österreich! Die Produktion sahen wir bei Stora-Enso Timber in Stollenau. Es gab belegte Semmeln. Ein Klavier, ein Klavier, aber vor allem Flügel in Einzelteilen und komplett gab es in der Bösendorfer Klavierfabrik. Danach ging es in die wohl längste und weiligste Holzhalle Niederösterreichs. Wir bekamen auch einen neuen wahrscheinlich unfallfreien Bus und Fahrer. Abends spendierte uns der Fachverband der Holzindustrie Österreichs ein klasse Buffet (es gab auch W.Schnitzel) und Heurigen (Wein), im Heurigen (verwirrend oder?) in den Weinbergen Wiens. Dort diskutierten wir mit Prof. Alfred Teischinger von der Boku bis spät über die Zukunft der Holzwirtschaft.


04. Oktober 2006

Dass eine 6 mm dicke Compactplatte (HPL) aus 25 Kernpapierlagen aufgebaut ist und auch die österreichische Karpfenzucht von den 130°C Presstemperatur profitiert, erfuhren wir am nächsten Tag während unseres Besuches der Firma Fundermax. Die Platten werden während der Pressung mit einem Wasserkreislauf rückgekühlt, um ein Verwerfen zu vermeiden. Daher haben es die Karpfen im werkeigenen See auch im Winter wohlig warm. In der Werkskantine gab es für uns allerdings Wiener Schnitzel zum Mittag. Danach sahen wir uns schöne und praktische Büromöbel der Firma Svoboda an. Zurück in Wien bot uns Herr Barbu eine wunderbar kommentierte Busrundfahrt durch die Innenstadt, die wir dann auch gleich erkundeten. An diesem Abend wurde u.A. eine Bootsfahrt mit der Aurora, einem großartigen Kutter, den wir in der Nachbarschaft entdeckt hatten, geplant.


05. Oktober 2006

Nachdem wir alle dank eines multimedialen Marketingspektakels restlos von der Herrlichkeit der Papier- und Zellstoffherstellung überzeugt waren, sahen wir uns am folgenden Tag unter fachlicher Anleitung durch Prof. Patt die monströse Maschinerie des Papierherstellers Mondi Paper an. Bei den Schalungstechnikern von Doka in Amstetten wurden uns dann anhand modellhaft aufgebauter Wand- und Deckenelemente die vielfältigsten Einsatzmöglichkeiten und Anwendungsgebiete der Holz- und Metallschalungskomponenten verdeutlicht.


06. Oktober 2006

Beim Papiermaschinenhersteller Voith in St.Pölten, wurden uns am Ende der ersten Woche verschiedene Verpackungsmaterialien, wie Wellpappe in unterschiedlichster Form und Struktur, vorgestellt. Auch die dazugehörigen Maschinen und Walzen erklärte uns einer der über 600 an diesen Standort sitzenden Spezialisten von Voith Paper. Im Spanplattenwerk Fritz EGGER bei St.Pölten haben wir dann die gesamte Produktion vom Rundholz über den Hackschnitzel, die rohe Spanplatte bis hin zum beschichteten Endprodukt gesehen. Die Bierproduktion leider nicht, aber probieren durften wir. Dazu gab es Leberkäse. Zusammen Laberkasjause. Nachtschicht in Wien.


07. Oktober 2006

An unserem letzten Tag in Wien wurden wir von Herrn Doktor Karl Schütz, dem Direktor der Gemäldegalerie, durch das Kunsthistorische Museum Wien geführt. Unter seinem fachkundigen Wissen erschloss sich uns u.A. die Niederländische Malerei des 16. Jh. mit Werken der alten Meister. Diese kulturelle Begegnung ermöglichte uns Prof. Dr. Klein, da er aufgrund seiner Tätigkeit als Dendrochronologe in enger Beziehung zum Kunsthistorischen Museum Wien steht. Am Nachmittag machten wir uns auf den Weg nach Ungarn.


08. Oktober 2006

Da der erste Tag in Ungarn auf einen Sonntag viel, standen wiederum kulturelle Besichtigungen auf dem Tagesplan. Wir besuchten das Kloster Pannonhalma mit seiner mit Intarsien und Marketerien verzierten klassizistischen Klosterbibliothek sowie die Klosterkellerei, in der wir zu einer Weinprobe eingeladen wurden. Anschließend fuhren wir auf das Schloss Esterhasy in Fertöd.


09. Oktober 2006

Am Montag besichtigten wir dann die Firma Swedwood in Sopron, ein Tochterunternehmen des schwedischen Möbelkonzerns Ikea. Die Massivholz-Küchenfronten werden hier unter Einsatz moderner Maschinen hergestellt. Bei Qualitätskontrollen kommt jedoch immer wieder Handarbeit zum Tragen. Einzeln verpackt, werden die fertigen Möbelteile anschließend in die ganze Welt exportiert. Am Nachmittag folgte der Besuch der Westungarischen Universität Sopron. Professor Sandor Molnar, der Dekan der Fakultät Holzwirtschaft, begrüßte uns freundschaftlich.


10. Oktober 2006

Nach einer dreistündigen Busfahrt erreichten wir am Dienstag die Budapester Furnierwerke. Diese wurden 1990 als Tochterunternehmen der kanadischen General Woods & Veneers Ltd. gegründet. Auf dem 15 ha großen Firmengelände direkt am Westufer der Donau werden Furniere aller europäischen Holzarten hergestellt und verkauft. Uns wurde hier die gesamte Produktion gezeigt: Von der Nasslagerung auf dem Holzplatz über die Entrindung, der exakten Auftrennung der Stämme in die Furnierblöcke, die anschließende Kochung bis hin zum Messern der Blöcke und dem Trocknen und Sortieren der Furniere. Danach genossen wir eine Stadtrundfahrt durch Buda und Pesta.


11. Oktober 2006

Wie Weinfässer aus Eichenholz hergestellt werden, erfuhren wir am nächsten Tag nach einer nun fünfstündigen Busfahrt bei der Firma Trust Hungary. Ausschließlich das Holz von ungarischen Weißeichen wird hier zur Herstellung der Fassdauben verwendet. Nach dem groben Zuschnitt der Dauben aus dem noch frischen Holz werden sie zwei Jahre im Freien luftgetrocknet. Danach folgt in vielen Einzelschritten, wie Aushobeln und Fräsen der Dauben, dem Biegen, Erhitzen und schließlichem Rösten, die Fertigstellung hochwertiger Fässer. Diese werden weltweit, aber hauptsächlich nach Südeuropa, Nord- und Südamerika verkauft. Rückfahrt mit Zwischenstopp am Balaton!


12. Oktober 2006

Den letzten Tag in Ungarn verbrachten wir im Spanplattenwerk der Firma Falco in Szombathely. Dort bot sich uns neben der Besichtigung der Produktion einer "normalen" Spanplatte die Möglichkeit, zu sehen, wie zementgebundene Spanplatten hergestellt werden. Diese werden hauptsächlich aus Nadelholzspänen und Portlandzement in Verbindung mit Wasser und Mineralstoffen hergestellt. In einem speziellen Verfahren werden die Stoffe gemischt, gestreut und mit hohem Druck verdichtet. Danach erfolgen eine klimatisierte Reifelagerung und der Formatzuschnitt. Zementgebundene Spanplatten sind wahre Multitalente, sie sind zu verwenden für Innenwand- und Deckenverkleidungen sowie Brand- und Schallschutzkonstruktionen, Fassadenverkleidungen im Aussenbereich und Fußböden. Sie enthalten kein Formaldehyd oder andere Schadstoffe. Ihr Nachteil ist allerdings, dass sie wirklich sehr schwer sind. Sie wiegen circa zwei bis dreimal mehr als die herkömmliche Spanplatte.


13. Oktober 2006

Rückreise.



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25.11.2014 | 08:00 Uhr
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05.12.2014 | 16:15 Uhr
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