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1. Titel: Untersuchungen zur molekularen Organisation der Phosphoenolpyruvat-Carboxylase (PEPC) der Fichte (Picea abies (L.) Karst.)

Autor(en): Ipsen, A.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg = Berichte aus der Biologie [116 p.]
Publikationsjahr: 1999
Institut:Forstgenetik

Das Enzym Phosphoenolpyruvat-Carboxylase (PEPC) kommt in allen bisher untersuchten höheren Pflanzen sowie bei vielen Grünalgen, Cyanobakterien und Bakterien vor. Es katalysiert die Umsetzung von Phosphoenolpyruvat und CO2 zu Oxalacetat. Diese Reaktion dient zum Auffüllen des Citratcyclus mit verbrauchten Intermediaten. Damit steht die PEPC an einer wichtigen Schaltstelle zwischen dem Kohlenstoff- und Stickstoffmetabolismus. Darüber hinaus spielt die PEPC für die Primärfixierung des atmosphärischen CO2 in der C4- und CAM-Fotosynthse eine Schlüsselrolle. Aufgrund dieser bedeutenden Funktion ist sie bei den Angiospermen relativ gut untersucht, wohingegen bei den Gymnospermen nur wenig über die Funktion und molekulare Struktur der PEPC bekannt ist. Bei der Fichte (Picea abies (L.) Karst.) wurde anhand von Erbganganalysen der im nativen Stärkegel nachweisbaren Proteinvarianten abgeleitet, dass die von einem Isoenzym-Genort mit zwei Allelen, PEPC-A1, und -A2, kodiert wird. Auf der molekularbiologischen Ebene ist bisher ausschließlich eine cDNA-Sequenz in der Datenbank veröffentlicht worden. Befunde aus ökologisch-genetischen Untersuchungen lassen vermuten, dass die PEPC der Fichte in Abhängigkeit von ihrem Genotyp eine adaptive Rolle unter Umweltbelastung spielt. Darüber hinaus zeigten in vitro-Untersuchungen der PEPC-Enzymaktivität der drei Genotypen, dass der heterozygote Genotyp einen geringeren Km-Wert und damit eine höhere Substratbindungsaffinität besitzt als die jeweils homozygoten. Ziel dieser Arbeit war es, die PEPC der Fichte auf molekularbiologischer Ebene zu untersuchen und damit die Voraussetzungen für ein tieferes Verständnis von Organisation und Struktur sowie Expression und Regulation dieses Gens insbesondere bei einem Vertreter der Gymnospermen zu schaffen.

Dissertation VTIFG Fichte genomische Organisation Southern Analysen Sequenzanalysen Transkriptanalysen Genorte Allele DNA Gelelektrophorese Southern Hybridisierung Polymerasekettenreaktion (PCR) RNA Gelelektrophorese Plasmidenisolierung
Dokumentennummer: T7 04 18
Signatur: 65 8°8


2. Titel: Darstellung von beta-1,4-Xylooligosacchariden zur Synthese von Tensiden auf Kohlenhydratbasis sowie Lipase- katalysierte Veresterung von Holzzucker-Monosacchariden und Oligosacchariden

Autor(en): Schlenger, A.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [144 p.]
Publikationsjahr: 1999
Institut:Holztechnologie/Holzchemie

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Modifizierung und neuen Verwendungsmöglichkeiten von Hemicellulosen. Dabei dienten sowohl analytische Xylane (Haferspelzenxylan) als auch technische Xylane (Dampfdruckxylane von Laubholz und Einjahrespflanzen und das bei der Herstellung von Chemiezellstoff aus Buchenholz anfallende Xylan (Lenzing-Xylan) als Ausgangsmaterial. - Es wurde ein Verfahren entwickelt, Xylooligomere in präparativ respektablen Ausbeuten darzustellen. Dazu wurde Lenzing-Xylan zuerst mittels Xylanase fragmentiert und die erhaltene Oligomerenmischung peracetyliert. Die entsprechenden beta-Peracetate konnten dann im Grammmaßstab an Kieselgel getrennt werden. Dabei fielen nur beta-1,4-verknüpfte Oligomere an, die leicht kristallisierten, so dass sehr reine Produkte erhalten wurden. Die Deacetylierung führte schließlich zu den unsubstituierten Xylooligomeren. - Die Acetolyse von Xylan ergab fast ausschließlich ringoffene Oligomere (Aldehydoform), weshalb dieser bei der Cellulose gängige Weg hier nicht beschritten werden kann.

Dissertation VTIHTBC Holzchemie nachwachsende Rohstoffe; Hemicellulosen Xylanolytische Enzyme Xylooligasaccharide Zucker-Fettsäureester Lipase-Katalyse Xylanderivatisierung Xylooligomerperacetate Alkylpolyglycoside
Dokumentennummer: T7 04 33
Signatur: Zz. bei BFH nicht vorhanden


3. Titel: Vergleichende Untersuchung an Restligninen und Lignin- Kohlenhydratkomplexen (LCCs) von diversen Fichten- und Buchenholzzellstoffen

Autor(en): Choi, J.W.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [216 p.]
Publikationsjahr: 1999
Institut:Holztechnologie/Holzchemie

Im Mittelpunkt dieser Arbeit standen zwei Restlignine des traditionellen Sulfit- und Sulfatverfahrens und zwei Restlignine der innovativen Aufschlussprozesse ASAM und Soda/AQ/MeOH. Da die genannten Verfahren an Fichten- und Buchenholz durchgeführt wurden, wurden insgesamt 8 Restlignin- Kohlenhydrat-Strukturen vergleichend untersucht. Zum Vergleich wurden auch Referenz-MWLs aus Fichte, Buche und Bagasse herangezogen. Zur schonenden Isolierung der Präparate wurde die enzymatische Hydrolyse angewandt. Die Restlignine wurden durch Lösen in DMAC und Fällen in Ether, und durch erneutes Lösen in 0,5 M NaOH und durch Fällen nach Ansäuerung mit HCl gereinigt. Nach dieser zweistufigen Reinigungsprozedur wurden die Präparate FTIR-, (1)H-NMR- und (13)-C-NMR-spektroskopisch und mit Hilfe von chemischen Abbaumethoden (analytische Pyrolyse, KMnO Europa -Oxidation, Thioacidolyse und Desulphurierung der Thioacidolyseprodukte) charakterisiert. Für den Nachweis an Lignin-Kohlenhydratkomplexen (LCCs) wurde die DDQ-Oxidation (2,3-A-5,6-dicyano-Benzochinon) verwendet.

Dissertation VTIHTBC
Dokumentennummer: T1 00 22
Signatur: 60 8°136


4. Titel: Untersuchung des Wachstums von Jungpflanze verschiedener Herkünfte von drei heimischen Dipterocarpaceen-Arten unter verschiedenen Beschattungsstufen

Autor(en): Sutedjo
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [195 p.]
Publikationsjahr: 1999
Institut:Forstgenetik

Der Tropenwald in Kalimantan, insbesondere in Ost- Kalimantan ist seit Anfang der siebziger Jahre durch vielfältige anthropogene Belastung stark degradiert. Betroffen ist nicht nur die rasante Flächenausdehnung des exploitierten Waldes, sondern auch die Stabilität bzw. Regenerationsfähigkeit der verbleibenden Waldökosysteme. - Die tropischen Tieflandwälder der Region werden von Bäumen der Familien der Dipterocarpaceen dominiert, insbesondere die Bestandesstruktur von über 70 cm Stammdurchmesser. Durch Einzelstammentnahme selektiv genutzte Waldgebiete werden teilweise als Sekundärwald erhalten. Die gewünschte Verjüngung von Dipterocarpaceen in den geöffneten Beständen findet jedoch nicht im erhofften Maße statt, da größer aufgelichtete Flächen meist schnell von zahlreichen Pionierarten und Schlingpflanzen erobert und ausgeschattet werden. - Ein prioritäres forstwirtschaftliches Problem in Ost-Kalimantan sind daher die mangelhaften Kenntnisse der Verjüngung von Dipterocarpaceen in holzwirtschaftlich genutzten Beständen und die geringe Motivation der Konzessionäre, Dipterocarpaceen-Arten zu verwenden. Um einen Beitrag zur Problemlösung zu leisten, wurde folgende Fragen untersucht: Welche der drei untersuchten Dipterocarpaceen-Arten können auf Kahlflächen und auf nicht voll bestockten Flächen für die Aufforstung bzw. Anreicherung verwendet werden?. Im besonderen soll geklärt werden, wie die Baumarten auf unterschiedliche Beschattungsstufen im Jungpflanzenstadium reagieren. - Welche Unterschiede bestehen zwischen Jungpflanzen verschiedener Herkunft aller drei Baumarten im Wachstum unter verschiedenen Beschattungsstufen?. Gibt es Unterschiede zwischen den Herkünften, die bei der Aufforstung berücksichtigt werden sollten? - Als Baumarten wurden 3 heimische Dipterocarpaceen-Arten gewählt: Shorea leprosula Miq., Dryobalanops lanceolata Burck. und Shorea parvifolia Dyer.

Dissertation VTIFG VTIWFW
Dokumentennummer: T2 99 99
Signatur: 60 8°94


5. Titel: Holzschutz mit Melaminharzen

Autor(en): Lukowsky, D.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [194 p.]
Publikationsjahr: 1999
Institut:Holzbiologie

Melaminharze können die Resistenz von Holz gegen holzzerstörende Pilze entscheidend verbessern. Im Beitrag wurden 10 handelsübliche methanolveretherte Melaminharze untersucht, das Harz mit den besten Eigenschaften ausgewählt und hinsichtlich der Verarbeitbarkeit, der Härtungsbedingungen sowie der biologischen Wirksamkeit optimiert. Ausgehend von den gewonnenen Erfahrungen wurden die Möglichkeiten einer zukünftigen Praxisanwendung von Melaminharzen untersucht. Erkenntnisse über das gemeinsame Schutzprinzip der Vergütung von Holz mit Melamin- und anderen Kunstharzen sowie der Vergütung mit Essigsäureanhydrid führten zu der Empfehlung zukünftiger Forschung mit preisgünstigen anorganischen Substanzen zum Schutz von Holz gegen Mikroorganismen. - Mit verschiedenen analytischen Methoden wurden zunächst wesentliche chemische Eigenschaften der 10 Melaminharze untersucht. Das Verhältnis der Hauptbestandteile Melamin, Formaldehyd, Methanol und Wasser wurde mittels Infrarotspektroskopie, 13C-Kernresonanz- Spektroskopie und Karl-Fischer-Titration bestimmt. Infrarotspektroskopische Untersuchungsmethoden zur Bestimmung von Methoxylgruppen wurden verglichen und für die Messung von Flüssigkeiten optimiert. Untersuchungen mittels Gel-Permeations- Chromatographie zeigten, daß Melaminharze mit mittlerem Formaldehydgehalt den geringsten Anteil an Monomeren aufwiesen. Das mittlere Molgewicht der Harze korrelierte mit der Eindringung der Harze in die Zellwände des Holzes. - Mögliche kovalente Bindungen von Melaminharz an Holocellulose oder Lignin wurden mit Cross Polarisation Magic Angle Spinning 13C-Kernresonanzspektroskopie untersucht. Nennenswerte Bindungen der Harze an die Holocellulose konnten nicht nachgewiesen werden. Eine mögliche Bindung an Lignin kann aufgrund von Bandenüberlappungen jedoch nicht vollständig ausgeschlossen werden. - Der Härtungsprozess sowie die gehärteten Harze wurden intensiv untersucht, um Aussagen über die zu erwartenden Emissionen und Hinweise auf den Wirkungsmechanismus der Harze zu erhalten. Die thermische Härtung von methanolveretherten Melaminharzen bewirkt die Freisetzung von Methanol, Formaldehyd und Wasser. Der resultierende Masseverlust betrug je nach Harz zwischen 25 und 50%. Eine Extrapolation der Emissionen im Labor auf Praxisdimensionen ergab, daß das Harz mit dem geringsten Formaldehydgehalt während der Härtung ca. 2,3 kg Formaldehyd und 4,4 kg Methanol und das Harz mit dem höchsten Formaldehydgehalt 8,9 kg Formaldehyd und 12 kg Methanol pro m3 vergüteten Holzes freisetzt. Die Formaldehyd-Emissionen während der Härtung von harzimprägniertem Holz konnten durch den Zusatz von Harnstoff um etwa 90% reduziert werden. Das ausgehärtete Harz emittiert nur geringe Mengen an Formaldehyd und könnte mit dem 'Blauen Engel' für formaldehydarme Holzwerkstoffe ausgezeichnet werden.

Dissertation VTIHTBB
Dokumentennummer: T2 99 96
Signatur: 60 8°107


6. Titel: Waldzustandsanalyse mit multivariaten Verfahren. Theoretische Grundlagen und Anwendungen

Autor(en): Becher, G.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [312 p.]
Publikationsjahr: 1999
Institut:Weltforstwirtschaft

Die Waldgefährdung wird manifest durch die Blatt/Nadelverluste, deren Ursachen bisher weder bekannten Faktoren zugeordnet noch widerspruchsfrei geklärt werden konnten. Mit herkömmlichen Erfahrungen und Methoden der Forstwissenschaft ist es bestenfalls möglich, derartige Schäden zu beobachten und zu erfassen, mehr aber nicht. Dadurch motiviert und herausgefordert, befaßt sich die vorliegende Arbeit mit den Fragen, die für das Erkennen der anthropogenen Waldgefährdung und für die Erfassung der bereits eingetretenen Schäden relevant sind. - Die Arbeit bietet eine Einführung in die Problematik der Ökosystemanalyse bei flächenhaften Waldschäden. Mit Hilfe umfangreicher Datenanalysen und Modelle wird hier nicht nur die mathematische Theorie anschaulich angewandt, sondern es werden konkrete Hypothesen zu Ursachen neuartiger Waldschäden überprüft und die Ergebnisse multivariater Modellrechnungen interpretiert. Anhand zahlreicher Grafiken unternimmt der Autor den einmaligen Versuch, in nachvollziehbaren Schritten die Theorie der multivariaten Datenanalyse einen umwelt- bzw. forstwissenschaftlich ausgebildeten Leserkreis zu vermitteln. - Aus dem Inhalt: -Natürliche und neuartige Waldschäden, - Mehrdimensionales ökologisches Modell, -Mehrdimensionale Abbildungen ökosystemarer Parameter (Diskriminanzanalyse, kanonische Korrelationsanalyse, Regressions-, Hauptkomponenten-, Faktorenanalyse), -Mathematischer Anhang (u.a. Vektorraum, Matrizen, Ähnlichkeits-, Hauptachsentransformationen).

VTIWFW
Dokumentennummer: T2 99 90
Signatur: 60 4°39


7. Titel: Physikalische und biologische Vergütung von Vollholz durch Imprägnierung mit wasserverdünnbaren Harzen

Autor(en): Rapp, A.O.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [280 p.]
Publikationsjahr: 1999
Institut:Holzbiologie

Ziel der Arbeit war es, geeignete Mittel und Verfahren zur Vergütung von Holz mit wasserverdünnbaren Harzen für die Innen- und Außenanwendung zu finden. Ausgangspunkt für die Innenanwendung war die Vergütung von Parkett in Zusammenarbeit mit einem großen deutschen Parketthersteller, der negative Erfahrungen mit Polymerholz auf Basis von Methylmethacrylat hinsichtlich der Dimensionsstabilität gemacht hat. Hieraus ergab sich als übergeordnetes Ziel für die Parkettvergütung eine Härteverbesserung bei gleichzeitiger Dimensionsstabilisierung. Das Ziel der Außenanwendung entstand vor dem Hintergrund des veränderten Umwelt- und Gesundheitsbewußtseins. Es sollte überprüft werden, ob und wie ein menschen- und umweltgerechter Holzschutz ohne Biozide durch Tränkung von Holz mit wasserverdünnbaren Harzen möglich ist.

VTIHTBB Dissertation
Dokumentennummer: T4 00 165
Signatur: 61 8°10


8. Titel: Untersuchungen zum Einsatz von Katalysatoren bei der Flash- Pyrolyse von Holz

Autor(en): Wulzinger, P.P.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [293 p.]
Publikationsjahr: 1999
Institut:Holztechnologie/Holzchemie

Im Rahmen dieser Arbeit wird eine 200 g/h Labor- Wirbelschicht-Pyrolyseanlage, die nach dem WFPP (Waterloo Flash Pyrolysis Process) arbeitet, aufgebaut und entsprechend den Erfordernissen für den Einsatz von Katalysatoren während der Pyrolyse verändert und optimiert. Kommerziell erhältliche Katalysatoren werden an verschiedenen Stellen des Reaktionsprozesses eingesetzt, und die entstehenden Öle werden umfassend mit Hilfe von FTIR-Spektroskopie, UV-Spektroskopie, Gaschromatographie und Massenspektrometrie charakterisiert. Erstmalig wird ein Vergleich der Auswirkungen des Katalysatoreinsatzes an unterschiedlichen Orten in der Pyrolyseanlage angestellt.

Dissertation VTIHTBC
Dokumentennummer: T4 00 343
Signatur: 61 4°26


9. Titel: Untersuchungen über den Einfluss organischer Komplexbildner bei der chlorfreien Bleiche von Kraft- und Sulfitzellstoffen unter besonderer Berücksichtigung von 1,10-Phenanthrolin und 2,2'-Bipyridin

Autor(en): Jaschinski, T.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [254 p.]
Publikationsjahr: 1998
Institut:Holztechnologie/Holzchemie

Der zunehmende Trend sämtliche bei der Papierproduktion eingesetzte Faserrohstoffe wie Zellstoffe sowie Holzstoffe und Altpapier, aber auch Chemiezellstoffe vollständig chlorfrei mit Sauerstoff und sauerstoffhaltigen Chemikalien wie Wasserstoffperoxid und Ozon zu bleichen, macht verstärkte Anstrengungen notwendig, die gegenüber Chlor und chlorhaltigen Chemikalien geringere Selektivität der oben genannten sauerstoffhaltigen Bleichmittel zu verbessern. Im alkalischen Medium wirken vor allem die in den cellulosischen Faserstoffen in geringen Konzentrationen enthaltenen Übergangsmetalle wie Mangan, Eisen und Kupfer katalytisch auf das in Peroxid-(P) oder Sauerstoff-Peroxid (OP)-Bleichstufen eingesetzte Wasserstoffperoxid. Die homolytische Zersetzung von H2O2 führt neben ganz erheblichen Peroxidverlusten zur Bildung von Radikalen, die aufgrund ihrer Unselektivität neben dem Lignin auch mit der Cellulose in starkem Maße reagieren, was zur Spaltung der Kohlenhydratketten führt. Dies drückt sich bei Zellstoffen in einer geringeren Viskosität der gebleichten Zellstoffe aus, so daß daraus tendenziell auch negative Auswirkungen auf die Festigkeitseigenschaften des Zellstoffs resultieren. - Eine Minimierung der durch Schwermetallspuren verursachten Radikalkettenreaktion kann durch den Einsatz von Komplexbildern erreicht werden. Eine Behandlung des Zellstoffs erfolgt vor der Bleiche mit Wasserstoffperoxid in separaten Komplexbildnerstufen. Daneben werden aber auch Komplexbildner als Additive bei der Peroxidbleiche eingesetzt.

VTIHTBC Dissertation
Dokumentennummer: T2 98 26
Signatur: 59 8°45


10. Titel: Untersuchungen zur Heißpressung von Holzwerkstoffmatten unter besonderer Berücksichtigung des Verdichtungsverhaltens, der Permeabilität, der Temperaturleitfähigkeit und der Sorptionsgeschwindigkeit

Autor(en): Haas, G. von
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [273 p.]
Publikationsjahr: 1998
Institut:Holztechnologie/Holzphysik

Die Wahl der Presse und die Regelung der Presse ist für die Anlagenbetreiber wirtschaftlich von größter Bedeutung, da wesentliche Eigenschaften der Platte während der Heißpressung erzeugt werden, die Heißpressung sehr hohe Betriebskosten verursacht und die Heißpresse das teuerste Maschinenaggregat innerhalb der Produktionsanlage ist. Die Entwicklung der Pressen und der Pressenprogramme hinsichtlich einer Optimierung der Eigenschaften der Platte und einer Minimierung der Preßzeiten erfolgte bisher nur durch Laborversuche oder Versuche in den Produktionsanlagen. Die durch Versuche in Laborpressen gewonnenen Kenntnisse lassen sich nicht ohne weiteres auf Heißpressen größeren Formats in Produktionsanlagen übertragen, da durch das Plattenformat der Heißpreßvorgang beeinflußt wird (Plath 1958). Ziel der Untersuchungen ist es, Kenngrößen des Wärme- und Stofftransportes sowie des Verdichtungsverhaltens von Matten zu ermitteln. Methoden sollen aufgezeigt und Modelle entwickelt werden, damit ein Teil der Labor- und Industrieversuche durch eine physikalische Modellierung ersetzt werden kann.

Dissertation VTIHTBP
Dokumentennummer: T2 99 84
Signatur: 60 8°47


11. Titel: Untersuchungen zur Verbesserung der Peroxidbleiche von Sekundärfaserstoffen durch Einsatz verschiedener Additive

Autor(en): Puthson, P.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [164 p.]
Publikationsjahr: 1998
Institut:Holztechnologie/Holzchemie

Das Ziel der Arbeit war die Entwicklung einer Bleiche für Sekundärfaserstoffe mit dem Schwerpunkt Peroxidbleiche, um die Qualitätsanforderungen zum Einsatz in höherwertigen Schreib- und Druckpapieren zu erfüllen. Zunächst wurden die Bleichbedingungen in der Peroxidbleiche optimiert. Auf diesen Ergebnissen aufbauend wurde der Einfluss der Zugabe von MgSO4, Wasserglas und verschiedenen Komplexbildnern, wie EDTA, DTPA, DTPMPA und PHAS, als Peroxidstabilisatoren sowie 1,10-Phenanthrolin und ein manganhaltiger Komplex als Aktivator bzw. Katalysator in den P- und OP-Bleichstufen ermittelt. Anschließend wurde die Endbleiche mit den reduktiven Bleichmitteln Dithionit oder FAS untersucht. Für die durchgeführten Untersuchungen wurden zwei industriell aufbereitete Altpapierstoffe eingesetzt, die sich vor allem hinsichtlich des Holzstoffanteils unterscheiden. Der aus Großbritannien bezogene holzfreie Stoff bestand aus Büroaltpapieren und war charakterisiert durch eine Kappazahl von 25. Der holzhaltige Stoff mit einer Kappazahl von 109 setzte sich aus gemischter Deinkingware mit Spänen von Illustrierten und Multidruck zusammen.

Dissertation VTIHTBC
Dokumentennummer: T1 02 134
Signatur: 62 8°170


12. Titel: Einsatz von manganhaltigen Katalysatoren in Delignifizierung und Bleiche mit Wasserstoffperoxid

Autor(en): Mielisch, H.J.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [304 p.]
Publikationsjahr: 1998
Institut:Holztechnologie/Holzchemie

In dieser Arbeit wurde die Wirkung von manganhaltigen Katalysatoren auf die Wasserstoffperoxidbleiche untersucht. Die alleinige Anwendung von Wasserstoffperoxid und Sauerstoff als Bleichchemikalien reicht zur Herstellung eines qualitativ hochwertigen vollgebleichten Kraftzellstoffs nicht aus. Ziel der Untersuchungen war, durch die Anwendung von Katalysatoren neue Bleichsequenzen zu entwickeln, die im Vergleich zu den bisherigen Bleichsequenzen eine geringere Anzahl an Bleichstufen sowie ein homogenes Temperaturprofil aufweisen. - In heute praktizierten TCF-Bleichsequenzen ist es nach wie vor problematisch, einen TCF-gebleichten Zellstoff herzustellen, dessen Eigenschaftsprofil mit dem eines ECF-gebleichten Zellstoffs gleichwertig ist. Hinzu kommt, dass in modernen Zellstofffabriken eine Schließung des Bleichereikreislaufs angestrebt wird. Dieser lässt sich bei Einsatz von Chlordioxid in der Bleichsequenz (ECF) nur mit einem hohen technischen Aufwand erreichen, da zusätzlich korrosiv wirkende Chloridionen in das System eingetragen werden und wieder entfernt werden müssen. Aus diesem Grund ist es erstrebenswert, eine TCF-Bleichsequenz zu entwickeln, die die Schließung des Wasserkreislaufs begünstigt. - In den durchgeführten Untersuchungen wurden erstmals manganhaltige Katalysatoren mit Azamakrozyklen als Liganden zur Delignifizierung von Zellstoff eingesetzt. Ein zweikerniger gemischtvalenter Mangankomplex mit Mangan in den Oxidationsstufen (+3, +4) und dem Liganden 1,2-Bis-(4,7-dimethyl-1,4,7-triazacyclonon-1-yl)-ethan eignete sich besonders gut zur Delignifizierung mit Wasserstoffperoxid bei gleichzeitig verbesserter Selektivität. Die Untersuchungen mit zwei weiteren ein- und zweikernigen Mangankomplexen, die als Vergleich durchgeführt wurden, führten zu schlechteren Ergebnissen, so dass diese Komplexe bei weiteren Untersuchungen nicht berücksichtigt wurden.

Dissertation VTIHTBC
Dokumentennummer: T1 01 1464
Signatur: 59 M 1


13. Titel: Untersuchungen zur Wirbelschichtpyrolyse von nicht naturbelassenem Holz

Autor(en): Wehlte, S.H.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [186 p.]
Publikationsjahr: 1998
Institut:Holztechnologie/Holzchemie

Ziel der Untersuchung war es, die Eignung verschiedener Altholzsortimente für die Wirbelschichtpyrolyse und den Einfluss der Holzschutzmittel auf die Pyrolyse bzw. ihre Produkte zu untersuchen. Dafür wurde eine Laborwirbelschicht- Pyrolyse aufgebaut, in Betrieb genommen und optimiert. Mit ihr wurden fünf verschiedene Altholzsortimente im Temperaturbereich zwischen 300 und 700 Grad C untersucht. Zum Einsatz kamen zwei CKB-behandelte Nadelhölzer mit unterschiedlichem Boranteil, ein mit Bor behandeltes Nadelholz, ein mit Steinkohlenteeröl getränktes Nadelholz sowie ein Steinkohlenteeröl-getränktes Laubholz. Verglichen wurden sie mit den Ergebnissen der unbehandelten Hölzer. Dabei wurde eine möglichst umfangreiche Charakterisierung aller anfallenden Produkte angestrebt.

VTIHTBC
Dokumentennummer: T1 01 1466
Signatur: 61 M 1


14. Titel: Herstellung von Chemiezellstoff aus Buchenholz nach dem Formacell-Verfahren

Autor(en): Lummitsch, S.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [237 p.]
Publikationsjahr: 1998
Institut:Holztechnologie/Holzchemie

Ziel der Arbeit ist die Feststellung des Potentials des Formacell-Verfahrens zur Herstellung von Chemiecellulose aus Buchenholz. Dabei steht die Eignung der Zellstoffe zur Produktion von Celluloseacetat im Vordergrund. Das von Nimz und Schöne entwickelte Formacell-Verfahren sieht einen Produktionsprozess vor, der frei ist von rückstandsbildenden anorganischen Aufschluss- und Bleichchemikalien. Der Aufschluss erfolgt in Essig- und Ameisensäure. Anschließend wird mit Ozon in Essigsäure und danach mit Peressigsäure in Butylacetat oder Wasser bebleicht. - Im Beitrag wird der Einfluss der Aufschlussbedingungen, Temperatur, Zeit, sowie der Gehalt an Ameisensäure und Wasser in der Aufschlusslösung und das Flottenverhältnis auf die Zellstoffeigenschaften untersucht.

Dissertation VTIHTBC
Dokumentennummer: T1 01 1467
Signatur: 61 M 2


15. Titel: Ökotourismus im tropischen Regenwald Malaysias. Eine Fallstudie aus den Waldnationalparks Taman Negara und Endau-Rompin

Autor(en): Stecker, B.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [247 p.]
Publikationsjahr: 1998
Institut:Weltforstwirtschaft

Die vorgelegte Arbeit verfolgt zwei wesentliche Ziele. Erstens sollen anhand einer breiten Literaturauswertung die wesentlichen Einflussfaktoren für die ökotouristische Nutzung von Schutzgebieten im tropischen Regenwald erfaßt und in Form von Kriterien und Indikatoren konzeptionell zusammengebunden werden. Dieses methodische Instrumentarium soll zweitens in zwei touristisch genutzten Regenwald-Nationalparks in Malaysia eingesetzt werden, um zu beurteilen, ob bzw. inwieweit hier den Leitvorstellungen des Ökotourismus gefolgt wird. Die Analyse soll offenlegen, welche Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für die Nachhaltigkeit des Ökotourismuskonzeptes gegeben sein müssen und welche ökologischen, sozialen und ökonomischen Wirkungen mit seiner Umsetzung einhergehen könnten. Aus den Ergebnissen der beiden Fallstudien sollen Handlungsempfehlungen für die zielorientierte Steuerung des Ökotourismus auf lokaler (Schutzgebietsbewirtschaftung), regionaler und nationaler Ebene abgeleitet werden.

Dissertation VTIWFW
Dokumentennummer: T2 99 21
Signatur: 60 8°11


16. Titel: Nicht-thermische Verwertung von ASAM-Ablaugen

Autor(en): Glasenapp, A.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [213 p.]
Publikationsjahr: 1998
Institut:Holztechnologie/Holzchemie

Mit dem an der Universität Hamburg entwickelten ASAM- Verfahren (Alkalisches Sulfitverfahren mit Zusatz von Anthrachinon und Methanol) können Zellstoffe mit hohen Festigkeiten und einer leichten Bleichbarkeit hergestellt werden. Eine Anwendung des ASAM- Verfahrens im industriellen Maßstab erfolgt bisher nicht. Ein Kritikpunkt an dem ASAM-Verfahren ist die im Vergleich zum Sulfatverfahren aufwendigere Chemikalienrückgewinnung. Um diesem Einwand zu begegnen und den industriellen Einsatz des ASAM- Verfahrens zu vereinfachen, wurden zwei neue Wege der Ablaugenbehandlung beschritten. Zum einen wurde ein weniger aufwendiges nicht- thermisches Recoverykonzept erprobt und zum anderen wurden Versuche zur direkten Verwertung der ASAM-Ablauge durchgeführt. Hierbei wurde darauf zurückgegriffen, daß die bei Sulfitaufschlüssen in der Ablauge anfallenden Lignosulfonate seit langer Zeit als Dispergiermittel in der Industrie eingesetzt werden. Da das Lignin in der ASAM-Ablauge als Natrium-Lignosulfonat vorliegt, wurde die Verwendung der ASAM- Ablauge als Dispergiermittel erprobt.

Dissertation VTIHTBC
Dokumentennummer: T2 99 20
Signatur: 59 8°206


17. Titel: Aufschluss von Aspenholz (Populus tremula L. x Populus tremuloides Michx.) nach dem FORMACELL-Verfahren

Autor(en): Lehnen, R.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [245 p.]
Publikationsjahr: 1998
Institut:Holztechnologie/Holzchemie

Im Rahmen der Entwicklung des FORMACELL-Verfahrens ist der Aufschluss von Holz und Einjahrespflanzen zur Herstellung von Papier- und Chemiezellstoffen sowie die chlorfreie Bleiche der erhaltenen Faserstoffe untersucht worden. Das Ziel der Arbeit ist hingegen die Bilanzierung und Charakterisierung der beim FORMACELL-Aufschluss von Aspenholz entstehenden Produkte. Neben Zellstoff, Lignin und Hemicellulosen sollten die wichtigsten Abbauprodukte des Lignins und der Kohlenhydrate analysiert werden. Im Hinblick auf die Lösungsmittelbilanz war das Verhalten der thermisch labilen Ameisensäure unter den gewählten Kochbedingungen zu prüfen. Zusätzlich sollte in Modellexperimenten mit unterschiedlichen oligomeren und monomeren Kohlenhydraten sowie mit Kohlenhydratabbauprodukten die Reaktivität dieser Substanzen im FORMACELL-System untersucht werden.

Dissertation VTIHTBC
Dokumentennummer: T2 98 130
Signatur: 59 8°192


18. Titel: Untersuchungen zur Herstellung von gebleichtem ASAM- Zellstoff aus schutzsalzimprägnierten Hölzern und zur Wasserkreislaufschließung in der chlorfreien Bleiche

Autor(en): Borgards, A.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [211 p.]
Publikationsjahr: 1997
Institut:Holztechnologie/Holzchemie

Ziel der Arbeit war, die Einflüsse von Nichtprozeßelementen bei der Herstellung von gebleichtem ASAM- Zellstoff in zwei Fällen zu untersuchen. Zum einen wurde die Zellstoffherstellung als Verwertungsmöglichkeit von schutzsalzimprägniertem Holz evaluiert. Zum anderen wurden die Auswirkungen der Wasserkreislaufschließung in der chlorfreien Bleiche auf die Filtrat- und Zellstoffqualität untersucht. - Sulfatzellstoff ASAM-Zellstoff Herstellung Bleiche - elementar chlorfrei (ECF) - total chlorfrei (TCF) Kreislaufschließung Altholz Verwertung Dissertation VTIHTBC
Dokumentennummer: T2 97 204
Signatur: 58 8°178


19. Titel: Strukturen und Marketingkonzeptionen des deutschen Holzfachhandels

Autor(en): Schmitt, J.P.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [290 p.]
Publikationsjahr: 1997
Institut:Ökonomie der Forst- und Holzwirtschaft

Die inhaltliche Zielsetzung dieser Arbeit ist auf die Strukturen und Marketingkonzeptionen des Holzfachhandels in der Bundesrepublik Deutschland ausgerichtet. Die Erfassung der Marktstrukturen des Holzfachhandels hat das Ziel, eine quantitative Beschreibung der Holzfachhandelsunternehmen zu liefern, um somit einen Überblick über die gegenwärtigen Unternehmen und den Aufbau der Branche zu erhalten. Das zweite Erkenntnisziel bezieht sich auf die Marketingkonzeptionen des Holzfachhandels und beinhaltet eine qualitative Beschreibung der Betriebe. Unter der Marketingkonzeption eines Handelsbetriebs wird ein umfassender Entwurf des Unternehmens verstanden, der ausgehend von unternehmerischen Zielsetzungen strategische Grundentscheidungen und operative Handlungen umfaßt. Strategische Entscheidungsfehler betreffen z.B. Fragen der Marktwahl und Kooperationsintensität, während operative Handlungen sich auf die Auswahl und den Einsatz des Marketing-Instrumentariums beziehen. Da Handelsunternehmen primär Beschaffungs- und Absatzmärkte bearbeiten, also Beschaffungs- und Absatzmarketing im Zentrum ihrer Tätigkeit steht, wird bewußt der Begriff Marketingkonzeption zur verbalen Beschreibung dieser Konzepte verwendet. Weiterhin soll überprüft werden, ob die Betriebe des Holzfachhandels wirklich eine Gruppe hoch individualisierter und sehr unterschiedlicher Organisationen sind, oder ob sich anhand der strukturellen und marketingkonzeptionellen Merkmale der Unternehmen Gruppen ähnlicher Betriebstypen isolieren lassen.

Dissertation VTIOEF
Dokumentennummer: T2 98 2
Signatur: 58 8°10


20. Titel: Entwicklung eines Verfahrens der berührungslosen Ermittlung von Schallgeschwindigkeiten zur zerstörungsfreien Bestimmung mechanischer Eigenschaften an Holzwerkstoffplatten und dessen Integration in die Prozeßkontrolle

Autor(en): Kruse, K.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [210 p.]
Publikationsjahr: 1997
Institut:Holztechnologie/Holzphysik

Ziel der Untersuchungen war es, ein Verfahren zu entwickeln, welches die berührungslose Bestimmung der Schallgeschwindigkeiten senkrecht zur Plattenebene von Holzwerkstoffen erlaubt. Dabei waren die Möglichkeiten der Vorhersage physikalisch-technologischer Eigenschaften und insbesondere der Querzugfestigkeit zu überprüfen. Es war aufzuzeigen, welche Vorhersagegenauigkeit mit diesem Verfahren erzielt werden kann und wie das Verfahren in eine effiziente Prozeßkontrolle zu integrieren ist.

Dissertation VTIHTBP
Dokumentennummer: T2 98 43
Signatur: 59 8°65


21. Titel: Retrospektive Erfassung der Benadelung von Fichten (Picea abies (L.) Karst.) mit Hilfe des Nadelspurverfahrens

Autor(en): Sander, C.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [150 p.]
Publikationsjahr: 1997
Institut:Holzbiologie

Das Nadelspurverfahren wurde ursprünglich für Kiefer entwickelt und ermöglichte es, anhand der Nadelspuren im Schaftholz die Lebensdauer der Nadeln zu rekonstruieren: Über die Nadelspur ist eine Nadel mit dem Leitgewebe des Baumes verbunden. Solange eine Nadel lebend am Baum haftet, versorgt die Nadelspur sie mit Wasser und Nährstoffen. Sie folgt dabei dem Dickenwachstum des Stammes. Nach dem Absterben der Nadel wird die Nadelspur unterbrochen und von neuen Holzschichten überwallt. Verfolgt man die Nadelspur in ihrem radialen Verlauf im Stamm, so läßt sich das Alter der von ihr versorgten Nadel retrospektiv erfassen. In einer Stammanalyse werden die Nadelspuren für jeden Jahres(höhen)trieb und jeden Jahrring aufgenommen und ergeben so ein Gesamtbild der Benadelung und ihrer Variation im Lebensverlauf eines Baumes.

Dissertation VTIHTBB
Dokumentennummer: T2 97 52
Signatur: 58 8°110


22. Titel: Zerstörungsfreie Prüfung elastomechanischer Eigenschaften von Holzwerkstoffplatten durch Auswertung des Eigenschwingverhaltens und Vergleich mit zerstörenden, statischen Prüfmethoden

Autor(en): Schulte, M.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [265 p.]
Publikationsjahr: 1997
Institut:Holztechnologie/Holzphysik

Die mit dem dynamischen Verfahren bestimmten Platteneigenschaften sollten durch allgemein anerkannte, zerstörende, statische Testmethoden überprüft werden. Die Ergebnisse dieser Testmethoden weichen jedoch je nach verwendeter Prüfmethode deutlich voneinander ab. Für die Bestimmung der Schubeigenschaften von Spanplatten und MDF liegen noch keine allgemein anerkannten und erprobten Prüfverfahren vor. Somit mußten auch die zum Vergleich mit den dynamisch gestimmten Kennwerten herangezogenen statischen Prüfverfahren einer kritischen Bewertung unterzogen werden. Untersucht wurden zwanzig Möbelspanplatten mit einer Abmessung von ca. 2,1 x 5,2 qm, fünf MDF-Platten mit einer Abmessung von ca. 2,1 x 2,6 qm und 12 Bauspanplatten mit einer Abmessung von ca. 2,5 x 5,2 qm. Außerdem wurden Strangpreßplatten untersucht mit einer Größe von ca. 1,0 x 1,9 qm.

Dissertation VTIHTBP
Dokumentennummer: T2 97 53
Signatur: 58 8°112


23. Titel: Möglichkeiten und Grenzen der Überführung eines biologischen Reinigungsverfahrens für schutzsalzgetränkte Hölzer in den Technikumsmaßstab

Autor(en): Leithoff, H.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [177 p.]
Publikationsjahr: 1997
Institut:Holzbiologie

Abfälle aus holzschutzmittelbehandeltem Holz werden nach dem KrW-/AbfG (1994) und der AbfBestV (1990) als "überwachungsbedürftige Abfälle zur Verwertung oder Entsorgung" eingestuft und dürfen nur in hierfür zugelassenen Anlagen verbrannt oder bis zum Jahr 2005 auf entsprechende Deponien verbracht werden. Wegen der begrenzten Kapazitäten der Verbrennungsanlagen und des Deponierungsverbotes vom Jahr 2005 an wurde Anfang der 90er Jahre alternativ mit der Entwicklung eines biologischen Verfahrens zur Entsorgung schutzsalzhaltiger Hölzer begonnen. Das Verfahren beruht auf der Fermentation von zerkleinertem Alt- und Restholz mit dem Braunfäuleerreger Antrodia v., wobei von dem Pilz organische Säuren ins Holz abgegeben werden. Diese Säuren reagieren mit den Holzschutzmittelkomponenten, so daß Chrom in eine lösliche Form übergeht und mit Wasser ausgewachsen werden kann, während Kupfer als schwerlösliches Kupferoxalat im Holz ausfällt und erst nach abermaligem Lösen z.B. in wäßriger Ammoniaklösung aus dem Holz entfernt werden kann. Dieses grundlegende Verfahrensprinzip wurde von LEITHOFF (1992) und STEPHAN (1994) in Laborversuchen erarbeitet, während im Rahmen dieser Arbeit speziell die Umsetzung des Verfahrens in den Technikumsmaßstab im Vordergrund stand. Abschließend wurde auf der Basis der im Rahmen dieser Arbeit vorgestellten Ergebnisse und Erfahrungen sowohl für die Fermentationsphase als auch für den Bereich der Wasserreinigung ein Verfahrensvorschlag erarbeitet.

Dissertation VTIHTBB
Dokumentennummer: T2 97 3
Signatur: 58 8°113


24. Titel: Biomasseproduktion und Mineralelementversorgung ausgewählter tropischer Nutzpflanzen im Amazonasgebiet Brasiliens

Autor(en): Schmidt, P.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [306 p.]
Publikationsjahr: 1996
Institut:Holzbiologie

Extremer Bevölkerungsdruck im Raum Manaus/Brasilien und das erklärte Ziel, die dort vorhandenen Ökosysteme vor der Vernichtung zu schützen, erfordern dringende Maßnahmen, geeignete Kultursysteme mit nativen Pflanzen zu entwickeln, die eine langfristige Nutzung degradierter Standorte gewährleisten. Die Kenntnisse über einen Großteil der im Amazonasgebiet heimischen Arten, die für diese Zwecke genutzt werden könnten, sind relativ gering. Deshalb erscheint es unter anderem zunächst notwendig, Daten zu erfassen, die eine Aussage darüber ermöglichen, inwieweit ein nachhaltiges Wachstum dieser Kulturpflanzen unter den gegebenen Standortbedingungen überhaupt möglich ist. - Unter diesem Aspekt wurden im Rahmen der Arbeit die Biomassen sowie der Gehalt von mineralischen Nährelementen in einzelnen Pflanzengeweben verschiedener Nutzpflanzen untersucht. Eine detaillierte Fraktionierung der verschiedenen Pflanzen sollte dabei einen Einblick in die sinks für verschiedene Elemente innerhalb der jeweiligen Pflanze ermöglichen.

Dissertation VTIHTBB Bactris gasipaes (Pupunha) Bertholletia excelsa (Castanha do Brasil) Bixa orellana (Urucum) Cedrela odorata (Cedro) Cocos nucifera (Kokos) Dipteryx odorata (Cumaru) Elais guineensis Hevea brasiliensis (Kautschukbaum, Seringueira) Pueraria phaseoloides Schizolobium amazonicum (Parica) Sclerobium paniculatum (Taxi branco) Swietenia macrophylla (Mogno, Mahagoni) Theobroma grandiflorum (Cupuacu) Vismia guianensis Nutzpflanzen Biomassebestimmung Blätter Spross Wurzeln Pflanzengewebe Elementgehalte Bodeneigenschaften Einfluss Brandrodung pflanzenverfügbare Nährelemente
Dokumentennummer: T7 09 83
Signatur: 69 4°63


25. Titel: Chemisch-technologische Untersuchungen zur Wiedergewinnung von Holzwerkstoffen aus Altmöbeln und Produktionsrückständen der Holzwerkstoffindustrie zur Span- und Faserplattenherstellung

Autor(en): Michanickel, A.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [252 p.]
Publikationsjahr: 1996
Institut:Holztechnologie/Holzchemie

Die umweltgerechte Entsorgung von Abfall und Reststoffen ist eine der größten gesellschaftlichen Aufgaben unserer Zeit. Bei verschiedenen Materialien wie z. B. Papier, Glas und Metallen gehört eine Wiederverwendung bereits zum Stand der Technik. Bei Holzwerkstoffen und daraus hergestellten Produkten wie z. B. Möbeln und Innenausbauten gibt es bisher jedoch keine Wiederverwendungsmöglichkeit. Dabei ist das Aufkommen an holzwerkstoffhaltigen Abfällen und Reststoffen weit höher als das von Altpapier, Glas oder Kunststoffen. Besonders Altmöbel tragen zum Gesamtmüllaufkomen in erheblichem Maße bei. - Das Problem der Altmöbelentsorgung ist bisher sehr bruchstückhaft diskutiert worden. Eine umfassende Darstellung und Analyse hat es noch nicht gegeben. Weder zum Aufkommen noch zur Zusammensetzung von Altmöbeln gibt es auch nur annähernd gesicherte Zahlen. Basierend auf grundlegenden statistischen Analysen wurden im speziellen Teil der Dissertation verschiedene Ansätze und Möglichkeiten zur Wiedergewinnung der Späne und Fasern aus Altmöbeln untersucht. - Aufgrund fehlender Informationen über Altmöbel werden im allgemeinen Teil der Dissertation auch Fakten zur Produktion, stofflicher Zusammensetzung und zum Lebenszyklus von Möbeln dargestellt und analysiert. Daneben werden die Entwicklung der Holzwerkstoffe und die Reststoffproblematik in der Holzwerkstoffindustrie beschrieben. - Nach der Darstellung der Vielschichtigkeit und der Bedeutung dieses Problems sollen dann Möglichkeiten und Verfahren zur weitestgehenden Wiederverwendung von Holzwerkstoffen aus Produktionsreststücken und aus Altmöbeln entwickelt und verglichen werden. Dabei sollen sowohl chemisch-technologische als auch ökologisch-wirtschaftliche Aspekte berücksichtigt werden.

Holzwerkstoffe Altmöbel-Entsorgung Wiederverwendung Abfälle Reststoffe Reststoffproblematik Dissertation VTIHTBC Dissertation VTIHTBC
Dokumentennummer: T4 05 6
Signatur: 57 M 7


26. Titel: Zusammenhang zwischen anatomischen und physikalischen Holzeigenschaften und dem Trocknungsverhalten von Sekundärhölzern aus Kalimantan

Autor(en): Budiarso, E.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [161 p.]
Publikationsjahr: 1996
Institut:Holztechnologie/Holzphysik

Für die Untersuchungen wurden die 12 tropischen Holzarten Benuang (Octomeles sumatrana Miq.), Perupuk (Lophopetalum spp.), Terap (Artocarpus elasticus Reinw.), Leda (Eucalyptus deglupta Bl.), Sengon (Parasereanthes falcataria L.), Jabon (Anthocephalus chinensis Lamk.), Sungkai (Peronema canescens Jack), Simpur (Dillenia excelsa Miq.), Puspa (Schima wallichii Korth) Medang (Nothaphoebe ceratoxylon, Litsea spp., Dehaasia spp.), Keruing (Dipterocarpus spp.) und Mangium (Acacia mangium Willd.) ausgewählt, weil sie in nächster Zukunft einen bedeutenden Marktanteil in Indonesien erreichen werden. - An ihnen wurde die Rohdichte, Schwindung, Quellung, Scherfestigkeit, Luftpermeabilität sowie der prozentuale Anteil der Zellarten und die Abmessung und Dichte von Zellen und Gefäßtüpfeln ermittelt. Zur Beschreibung des Trocknungsverhaltens wurden von allen Holzernten kleine Proben klimatisiert und die Entfeuchtung in radialer, tangentialer und longitudinaler Richtung gemessen. Zusätzlich wurden mit fünf Holzarten praktische Versuchstrocknungen mit handelsüblichen Abmessungen durchgeführt. Dissertation VTIHTBP
Dokumentennummer: T2 97 31
Signatur: 58 8°7


27. Titel: Auswaschung von Boraten aus chemisch geschütztem Holz

Autor(en): Peylo, A.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [144 p.]
Publikationsjahr: 1995
Institut:Holzbiologie

Borpräparate werden seit über 40 Jahren weltweit im Holzschutz eingesetzt. Quantitative Daten zu ihrem Auswaschverhalten waren dennoch kaum vorhanden. In zahlreichen Laborversuchen wurde daher die Auswaschung von Borat in Abhängigkeit von Einbringung (Imprägnierung, Tauchung) und verschiedenen Konzentrationen von Borsäure und Borax untersucht. Dabei wurden Proben verschiedener Dimensionen und Holzarten kontinuierlich und diskontinuierlich in wassergefüllten PE-Bechern geschüttelt. Zusätzlich wurden Proben mit Kombinationspräparaten in Form von Chrom-Kupfer-Bor- und Chrom-Fluor-Bor-Salzen imprägniert und ausgewaschen. - Die Ergebnisse wurden an größer dimensionierten Proben in Freilandversuchen bei natürlicher Bewitterung überprüft. - Zur Verminderung der Auswaschung von Borat aus vakuum-imprägniertem Holz erfolgten Versuche mit Oberflächenbehandlungen (Lasuren, Lacke und Wachse). Zusätzlich wurde die Eignung schwerlöslicher Borverbindungen zur Tränkung von Vollholz und als Leimzusatz bei der Herstellung von Sperrholz untersucht. - Zur Durchführung dieser Untersuchungen musste zunächst eine Methode erarbeitet werden, die eine quantitative Extraktion von Borat aus Holz ermöglicht. Dies gelang mittels des Zuckeralkohols Mannitol. An die Extraktion schließt sich eine titrimetrische oder photometrische Bor-Bestimmung im erhaltenen Extrakt an.

Borhaltige Holzschutzmittel; Auswaschung; Borate; Boranalyse; Auswaschung im Labor; Auswaschung im Freiland; Zinkborat; Bor-imprägniertes Holz; Dekontamination; VTIHTBB
Dokumentennummer: T1 95 1370
Signatur: 56 8°157


28. Titel: Untersuchungen zur chlorfreien Bleiche von Nadelholzkraftzellstoffen

Autor(en): Odermatt, J.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [213 p.]
Publikationsjahr: 1995
Institut:Holztechnologie/Holzchemie

Das Ziel der Dissertation war die Entwicklung einer TCF-Bleichsequenz für Nadelholzkraftzellstoffe. Die zurzeit weltweit noch vorherrschende Bleiche für Nadelholzkraftzellstoff mit chlorhaltigen Verbindungen resultiert in hohen Belastungen der Abwässer eines Zellstoffwerks. Die entstehenden chloridhaltigen Bleichfiltrate erschweren eine weitgehende Schließung des Wasserkreislaufs. Die Verwendung der alternativen, sauerstoffhaltigen Bleichchemikalien Sauerstoff, Wasserstoffperoxid und Ozon ermöglichen diese Schließung. Durch die Einschleusung der Bleichfiltrate in den Chemikalienrückgewinnungskreislauf des Zellstoffwerks wird die Belastung der Vorfluter drastisch reduziert. Die ausschließliche Anwendung sauerstoffhaltiger Bleichchemikalien ist jedoch wegen der mangelnden Selektivität dieser Verbindungen problematisch. Eine vollkommen chlorfreie Bleichsequenz erfordert daher eine Optimierung der einzelnen Bleichstufen, eine geeignete Anordnung der Stufen in einer Sequenz sowie eine ideale Abstimmung dieser Stufen.

Zellstoff; Nadelholzzellstoff; Restlignin; Kraftaufschluss; sauerstoffhaltige Bleichchemikalien; Selektivität; Reduzierung von Disauerstoff; Zwischenprodukte; Wasserstoffperoxid; Agenzien; Wirkung auf Zellstoffe; metallentfernende Vorbehandlungen; saure Wäsche; Behandlung mit Komplexbildnern; Zellstoffanalytik; konventionelle Bleiche; Ozonbleiche; Vorbleiche; Endbleiche; VTIHTBC
Dokumentennummer: T1 95 1371
Signatur: 56 8°152


29. Titel: Regionale Analyse der Bedeutung mediterraner Baum- und Strauchvegetation als Komponenten agroforstlicher Systeme des nordwesttunesischen Berglands

Autor(en): Bellmann, H.J.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [159 p.]
Publikationsjahr: 1995
Institut:Weltforstwirtschaft

Die Dissertation ist eine Studie zur Analyse der Stellung von agroforstlicher und waldwirtschaftlicher Gehölznutung im Rahmen der Landnutzung im nordwest-tunesischen Bergland der Mogods-Kroumirie. Sie basiert auf vier mehrwöchigen Feldaufenthalten in den Jahren 1992 und 1993. - Das Untersuchungsgebiet der Arbeit umfasst die nordwest-tunesische Küstenregion zwischen Bizerte im Osten und der algerischen Grenze im Westen. Im Westteil steigt das Bergland der Kroumirie auf über 1000 m an, während die Mogods im Ostteil im Allgemeinen unter 500 m bleiben. Das gesamte Gebiet liegt innerhalb einer 600 mm-Isohyete und ist somit dem mediterran-humiden Bioklima zuzurechnen. Von Westen nach Osten nehmen die Niederschläge ab und die Zahl der ariden Monate zu, so dass die Mogods nicht die Humidität der Kroumirie erreichen. - Zentrale Probleme der Landnutzung sind die extensive und ungeregelte Waldweide, die geringe Produktivität der Landwirtschaft bei einer steigenden Bevölkerungszahl sowie das mit den genannten Problemen ursächlich zusammenhängende Fehlen von Landbesitztiteln in den Walddörfern. Durch die weitgehend ungesicherten Landbesitzverhältnisse sind die Planungshorizonte der kleinbäuerlichen Betriebe kurz. Die Bereitschaft zu Investitionen und Innovationen ist gering. Hinzu kommen Konkurrenzverhältnisse zwischen den Waldnutzerfamilien sowie Konfliktsituationen mit den Forstbehörden, bei denen es um einen Interessengegensatz zwischen den Anforderungen an eine rationale, an Kriterien der Nachhaltigkeit ausgerichtete Waldbewirtschaftung und der traditionellen Gewohnheitsnutzung durch die am Wald wohnende Bevölkerung geht. - Die Nutzung von Wald- und Gehölzbeständen stellt einen integralen Bestandteil von Subsistenz und Erwerbswirtschaft der Betriebshaushaltssysteme dar. Für eine große Zahl der Anwohner ist die multiple Gehölznutzung von Wald- und Macchieformationen, von Aufforstungsflächen, aber auch von Bäumen und Sträuchern im mehr und weniger intensiv landwirtschaftlich genutzten Einzugsbereich der Dörfer eine wesentliche - und oft die wichtigste - Lebensgrundlage.

Tunesien; Nordafrika; Kleinbauernwald Agroforstwirtschaft; Landnutzungssystem; Macchieformationen; Gehölzprodukte: Familieneinkommen; Umweltschutz; kulturelle Bedeutung; ökonomische Bedeutung; industrielle Wertschöpfung; VTIWFW
Dokumentennummer: T3 95 249
Signatur: 56 8 65


30. Titel: Dendrochronologie mit Teak (Tectona grandis L.) in Nord-Thailand

Autor(en): Pumijumnong, N.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [109 p.]
Publikationsjahr: 1995
Institut:Holzbiologie

Teak ist eine der wenigen tropischen Baumarten, die in saisonalem Tropenklima deutliche jährliche Zuwachszonen bilden. Darauf wiesen bereits Brandis vor rund 150 Jahren und Coster in den 20er und 30er Jahren dieses Jahrhunderts hin. Teakbäume können bis zu 400 Jahre alt werden und bilden ein dauerhaftes Holz mit hervorragenden mechanischen Eigenschaften, weswegen es schon in frühgeschichtlicher Zeit gezielt als Baumaterial eingesetzt wurde. Alle diese Eigenschaften sprechen für eine besondere Eignung von Teak für die Dendrochronolgie. Die Ziele dieser Arbeit waren (1) Aufbau eines Netzwerkes von Teak-Chronologien in Nord-Thailand; (2) Untersuchung der Kambialtätigkeit von Teak über die Vegetationsperiode zum Verständnis von Klima-Wachstumsbeziehungen; (3) Berechnung von Klima-Wachstumsbeziehungen für Teak, um Art und Intensität des in den Jahrringbreiten gespeicherten Klimasignals zu erhalten; (4) Rekonstruktion des Klimas für Nord-Thailand über zwei Jahrhunderte.

Biometrie; Siam; Thailand; Teakholz Jahrringchronologie Baumwachstum Jahrringfolgen Holzbildung Kambialaktivität Kambiale Dynamik Splintmerkmale Standort-Chronologien Monsun Trockenzeit Regionalchronologien Klima-Wachstumsbeziehungen Klimasignale Klimarekonstruktion Zeitreihen Nordthailand; VTIHTBB
Dokumentennummer: T3 96 369
Signatur: 57 8°84


31. Titel: Bundeswaldinventur - Auswertungsmodelle und Vorschläge zur Effektivitätssteigerung

Autor(en): Dahm, S.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg = Mitteilungen der Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft [no. 180, 144 p.]
Publikationsjahr: 1995
Institut:Holzbiologie

Biometrie; Bundeswaldinventur (BWI) Großrauminventur Ausland Schweden Finnland Frankreich Schweiz Methodik Stichprobenverfahren ursprüngliches Auswertungsverfahren Neukonzeption des Stichprobenplans Flächenschätzungen Wuchsräume Dendrometrie Kosten Effizienzsteigerung
Dokumentennummer: T1 95 1418
Signatur: Z 4°384


32. Titel: Untersuchungen zur semikontinuierlichen Hydrogenolyse und Hydropyrolyse von technischen Ligninen

Autor(en): Berns, J.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [203 p.]
Publikationsjahr: 1994
Institut:Holztechnologie/Holzchemie

Am Institut für Holzchemie und chemische Technologie des Holzes der Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft wurden bereits zahlreiche Untersuchungen zur Hydrogenolyse von Ligninen durchgeführt. Die anreibemittel- oder lösungsmittelfreie Hydrogenolyse (Hydropyrolyse) von Organocell-Lignin wurde in diskontinuierlichen und in semikontinuierlichen Versuchen realisiert. Die Dissertation baut auf diesen Erfahrungen auf und wurde durch die EU im Projekt JOUB-34 (Juli 1990 - Juni 1993) gefördert. In der Arbeit wird die Umsetzung des Lignins in einem semikontinuierlichen Reaktorsystem überwiegend unter Verwendung von Anreibemitteln untersucht. Eine technische Auslegung der Hydrogenolyse wird wesentlich vereinfacht, wenn das Reaktionsgut als flüssiges Produkt in den Reaktor eingebracht werden kann. Die Variation der Reaktionsparameter wie Temperatur, Druck und Durchströmung sind Bestandteil der Untersuchung. Zur Beurteilung der Umsetzung werden die Ausbeuten der flüssigen und festen Reaktionsprodukte, die gaschromatographisch bestimmbaren Anteile niedermolekularer Substanzen, die Analyse der Produktgase und die spektroskopische Charaktersiierung der Öle herangezogen.

Natives Lignin; Struktur; Aufschlussverfahren; Veränderung des Lignins; Hydrogenolyse; Phenolgewinnung; thermisch-katalytische Ligninumsetzung; Ligninverflüssigung; Pyrolyse; Hydropyrolyse; Produkte; Eigenschaften; petrochemische Anreibemittel; Katalysatoren; Wasserstoffbeladung des Reaktors; Wasserstoffstrom; Recycling von Reaktorölen; VTIHTBC
Dokumentennummer: T1 95 1374
Signatur: 56 8°146


33. Titel: Gewinnung von chlorfrei gebleichten Zellstoffen aus Picea abies L., Miscanthus sinensis Anderss. und Populus nigra L. nach dem Formacell-Verfahren

Autor(en): Schöne, M.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [165 p.]
Publikationsjahr: 1994
Institut:Holztechnologie/Holzchemie

In den letzten Jahren wurden neue Zellstoffgewinnungsverfahren entwickelt, die das Ziel haben, die Nachteile der konventionellen Verfahren zu kompensieren und die Vorteile zu erhalten. Unter ihnen stellt das von Nimz und Casten (1984) entwickelte Acetosolv-Verfahren eine Möglichkeit dar, aus einer beiten Rohstoffbasis hochwertige Zellstoffe zu gewinnen. - In den letzten drei Jahren wurde das drucklose Acetosolv-Verfahren zum katalysatorischen Druckaufschluss weiterentwickelt. Zum Aufschluss von Holz und Einjahrespflanzen wird nur noch wässrige Essigsäure eingesetzt. - Das Ziel der Dissertation war die Weiterentwicklung der chlorfreien Bleiche, um verkaufsfähige Papierzellstoffe zu gewinnen, die neben hohen Weißgraden auch gute technologische Eigenschaften besitzen. - Da Aufschlussversuche mit Zugaben von Ameisensäure zur wässrigen Essigsäure deutliche Verbesserungen der Zellstoffeigenschaften zeigten, wurde im ersten Teil der Arbeit der Einfluss der Ameisensäure auf die Zellstoffeigenschaften beim Aufschluss verschiedener Rohstoffe untersucht und die erhaltenen Formacell-Zellstoffe für die Untersuchungen zur chlorfreien Bleiche verwendet.

Zellstoffherstellung; chlorfreie Zellstoffbleiche; Ozonbleiche; Bleichbedingungen; Holzaufschluss; Acetosolv-Druckaufschluss; Formacell-Aufschluss; Ameisensäure; Festigkeitseigenschaften; Peressigsäure; Delignifizierung; Kappazahl; VTIHTBC
Dokumentennummer: T1 94 824
Signatur: 55 8°67


34. Titel: Untersuchungen zur biologischen und chemisch-technischen Entgiftung von schutzsalzgetränktem Holz

Autor(en): Stephan, I.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [157 p.]
Publikationsjahr: 1994
Institut:Holzbiologie

In der Diskussion um die Entsorgung von schutzsalzgetränkten Hölzern stehen zurzeit deren thermische Nutzung zur Entlastung von Mülldeponien im Vordergrund. Probleme der Verbrennung sind befürchtete Emissionen von Schwermetallen und Dioxinen sowie die Anreicherung von cancerogen wirkenden Chromverbindungen in der Asche. Ziel der Dissertation war es daher als Alternative zur Entsorgung von schutzsalzgetränktem Holz, die Trennung von organischem Material und durch Schutzsalztränkung in das Holz eingebrachten Schwermetallen zu untersuchen. Ferner sollten Möglichkeiten zur stofflichen Verwendung der Endprodukte aufgezeigt werden. - Den Schwerpunkt der Untersuchungen bildete die Entsorgung von Holz, das mit chrom- und kufperhaltigen Präparaten getränkt worden ist. Obwohl Arsen in Deutschland nicht mehr eingesetzt wird, ist durch die frühere Verwendung arsenhaltiger Präparate und durch den Import von entsprechend behandeltem Holz bei der Entsorgung mit Arsen zu rechnen. Daher wurden auch orientierende Versuche mit arsenhaltigen Holzschutzmitteln durchgeführt. Insgesamt erfolgten Untersuchungen an getränktem Holz mit Schutzsalz der Typen Chrom-Kupfer, Chrom-Kupfer-Arsen, Chrom-Kupfer-Bor, Chrom-Kupfer-Fluor und Kupfer-HDO.

Holzschutz; Poria placenta; Fibroporia vaillantii; CCA; CCB; Detoxifikation; Holzschutzsalze; Pilzbefall; mikrobieller Abbau; biologischer Abbau; Kupfertoleranz; Kupferoxalat; Oxalsäure; Wasserlöslichkeit; Auswaschung; Ausscheidung; pH-Wert; Kristallbildung; VTIHTBB
Dokumentennummer: T1 95 1190
Signatur: 56 M 2


35. Titel: Untersuchungen zur Bleiche unterschiedlicher Altpapierstoffe für die Herstellung hochwertiger Druck- und Pressepapiere

Autor(en): Gehr, V.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [221 p.]
Publikationsjahr: 1994
Institut:Holztechnologie/Holzchemie

Abfallwirtschaftliche Notwendigkeiten und ordnungspolitische Maßnahmen erfordrn eine Intensivierung des Faserstoffrecyclings. Diese kann allerdings nur erreicht werden, wenn die unteren Sorten des Altpapierqualitätsspektrums vermehrt in den Kreislauf integriert werden. Eine bedeutende Zunahme der Recyclingquote erfordert den gesteigerten Einsatz von Sekundärfasern zur Herstellung von höherwertigen grafischen Papieren, da eine Erhöhung des Altpapiereinsatzes in den anderen Produktionsbereichen entweder mengenmäßig nicht möglich ist oder aufgrund relativ geringer Produktionsmengen zu keiner nennenswerten Steigerung der Altpapiereinsatzquote führen würde. - Ziel der Dissertation war es, Bleichsequenzen zu entwickeln, die die optischen Eigenschaften von Altpapieren aus dem unteren Sortenbereich derart verbessern, dass ihre Verwendung in holzstoffhaltigen Druck- und Pressepapieren ermöglicht wird. Einen weiteren Schwerpunkt bildeten Bleichuntersuchungen an Altpapieren aus dem besseren Sortenbereich, um diese in hochwertigen holzstofffreien grafischen Papieren einsetzen zu können. Als Ausgangsstoffe für die Untersuchungen dienten drei holzstoffhaltige Altpapiere sowie zwei holzstofffreie und nahezu ligninfreie Altpapiere. Alle Stoffe wurden industriell bzw. im halbtechnischen Maßstab aufbereitet. In der Arbeit wurden sowohl die in der Industrie üblicherweise angewandten Bleichchemikalien Wasserstoffperoxid und Formamidinsulfinsäure (FAS) als auch Sauerstoff - in Verbindung mit Peroxid - und Ozon eingesetzt.

Altpapier; Bleichbarkeit; Deinking; Papierveredelung; wiederholtes Papierrecycling; Faserfraktionierung; Weißgraderhöhung; Festigkeitseigenschaften; Ligningehalt; Ozonbleiche; Peroxidbleiche; pH-Wert; NaOH-Einsatzmenge; VTIHTBC
Dokumentennummer: T1 95 474
Signatur: 56 8°25


36. Titel: Untersuchungen an ausgewählten Herkünften des internationalen Fichtenprovenienzversuchs 1964/68 über den Zusammenhang zwischen Isoenzym-Merkmalen und morphologischen, phänologischen sowie Wachstums-Merkmalen

Autor(en): Liesebach, M.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [210 p.]
Publikationsjahr: 1994
Institut:Holztechnologie/Holzchemie

In der Arbeit wird untersucht, ob Isoenzym-Polymorphismen geeignet sind, um als Marker für die Ausprägung wirtschaftlich wichtiger Merkmale bereits in einem frühen Zeitpunkt zu dienen. Als Modellbaumart wird hierfür die Fichte (Picea abies [L.] Karst.) verwendet, die aufgrund ihrer weiten Verbreitung, großen Variation und der Tatsache, daß sie bereits in vieler Hinsicht intensiv untersucht wurden, geeignet erscheint. Bei Herkunftsvergleichen oder Züchtungsexperimenten werden immer wieder Zusammenhänge zwischen bestimmten Merkmalen oder Eigenschaften beoachtet, die jedoch in der Regel nicht für gezielte Selektionen genutzt werden konnten. Gelänge es, einen Zusammenhang zwischen quantitativen Merkmalen (morphologischen, phänologischen sowie Wachstums-Merkmalen) einerseits und biochemischen Merkmalen (Isoenzymen) andererseits nachzuweisen, könnten die biochemischen Merkmale als indirekte Selektionskriterien in einem Frühtest genutzt werden. Mit Hilfe von Frühtests könnten vor allem bei den langlebigen Baumarten langwierige und große Versuchsflächen beanspruchende Vergleichsprüfungen von Herkünften und Nachkommenschaften ergänzt oder teilweise ersetzt werden. - Als Versuchsmaterial sind überwiegend für den mitteleuropäischen Bereich waldbaulich interessante Versuchsglieder des großen internationalen Fichtenprovenienzversuchs von 1964/68 ausgewählt worden, für die im Institut für Forstgenetik der Bundesforschungsanstalt für Forst-und Holzwirtschaft Daten mehrerer Erhebungen zur Verfügung stehen.

Forstgenetik; Picea abies; Fichte; Herkunftsvergleiche Isoenzym-Polymorphismen Enzym-Phänotypen genetische Differenzierung genetischer Abstand Diskrimininanzanalyse Genotypenausstattung Allelefrequenz Heterozygotiegrade Genorte Multilocus-Werte; VTIHTBFG
Dokumentennummer: T2 95 185
Signatur: 55 4°138


37. Titel: Untersuchungen über die Verbesserung der Entwässerungseigenschaften von Sekundärfaserstoffen durch Behandlung mit Cellulasen und Hemicellulasen

Autor(en): Stork, G.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [164 p.]
Publikationsjahr: 1994
Institut:Holztechnologie/Holzchemie

Ziel der Dissertation war es, die Auswirkungen der enzymatischen Behandlung von Altpapier auf die Entwässerungseigenschaften, die Faserlängenverteilung und die Festigkeitseigenschaften zu untersuchen. Dabei sollten die verschiedenen Effekte nicht nur bestimmten Enzymgruppen, sondern auch bestimmten Faserstoffkomponenten zugeordnet werden. - Die Entwässerungseigenschaften aller Altpapiersorten konnten in unterschiedlichem Ausmaß verbessert werden. Diese Verbesserung drückte sich in erster Linie in der Absenkung des Mahlgrades aus, während das Wasserrückhaltevermögen nur in geringem Umfang vermindert wurde.

Holzchemie; Zellstoffindustrie Papierherstellung enzymatische Bleiche Altpapier Deinking Cellulosetrocknung Ligningehalt Entwässerung Festigkeitseigenschaften Sulfatzellstoff Kohlenhydratanalysen Faserstoffe Enzymbehandlung; VTIHTBC
Dokumentennummer: T2 95 493
Signatur: 56 8°54


38. Titel: Vergleich von Verfahren zur Herstellung von Chemiezellstoffen aus Buchen- und Eukalyptusholz

Autor(en): Schild, G.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [226 p.]
Publikationsjahr: 1994
Institut:Holztechnologie/Holzchemie

Ziel der Untersuchungen war eine Gegenüberstellung von konventionellen und nicht-konventionellen Aufschlussverfahren für die Herstellung von Chemiezellstoffen. Die wirtschaftlich bedeutendsten Prozesse, das Vorhydrolyse-Kraft- und das Magnesiumbisulfitverfahren, wurden mit dem Vorhydrolyse-ASAM- und dem Vorhydrolyse-Soda-AQ-Verfahren am Beispiel von Buchen- und Eukalyptusholz verglichen. In der Arbeit wurde der zeitliche Verlauf der sauren Vorhydrolyse und der alkalischen Kochung dargestellt, sowie der Einfluss der einzelnen Kochparameter auf die Zellstoffeigenschaft. Dadurch können die Qualitäten des Chemiezellstoffes gezielt eingestellt werden. Die Anforderungen des Viskoseprozesses an die Zellstoffqualitäten konnten mit einer total chlorfreien Bleiche erfüllt werden.

Holzchemie; Fagus sylvatica; Eucalyptus saligna; Zellstofferzeugung Viskosefasern Vorhydrolyse Hemizellulosen Polysaccharide Methanol Glucose Flottenverhältnis alkalische Kochung Zellstoffqualitäten chlorfreie Bleiche Aufschlusskinetik; VTIHTBC
Dokumentennummer: T2 95 187
Signatur: 55 8°203


39. Titel: Auswaschung von Holzschutzmitteln aus behandelten Produkten und der Eintrag ihrer Wirkstoffe in die Umwelt

Autor(en): Klipp, H.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [160 p.]
Publikationsjahr: 1994
Institut:Holzbiologie

Frühere Untersuchungen haben für anorganische Schutzsalzgemische direkt nach der Imprägnierung oder bei Langzeitnutzung unter Witterungseinflussen bzw. im Erd- oder Wasserkontakt eine Abnahme im Holz ergeben. Demzufolge werden Wirkstoffe wieder an die Umwelt abgegeben. Es mangelt jedoch an zuverlässigem Zahlenmaterial über Zeitpunkt und Ausmaß dieses Wirkstoffverlustes und ein sich hieraus ergebende mögliche Umweltbelastung. - Zur Quantifizierung dieses Verlustes wurden Versuche im Labor- und halbpraktischen Maßstab sowie Freilandbewitterungen durchgeführt und die Schutzmittelabgabe an die Umwelt analytisch bestimmt.

Holzschutz; Picea abies; Pinus sylvestris; Schutzmittel CKBa CKF Cu-HDO CKB Fixierung Auswaschungsverhalten Auswaschversuche Bewitterung Palisaden Lärmschutzwand Masten Bodenuntersuchungen Holzaufschluss; VTIHTBB
Dokumentennummer: T2 95 174
Signatur: 55 8°206


40. Titel: Chemische Charakterisierung von Ligninen aus dem Acetosolv-Verfahren und deren Umsetzung zu Phenol-Formaldehyd-Harzen

Autor(en): Habighorst, C.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [165 p.]
Publikationsjahr: 1994
Institut:Holztechnologie/Holzchemie

Der Holzaufschluss in konzentrierter Essigsäure unter Druck erlaubt es, die eingesetzten Rohstoffe ohne die Einführung hydrophiler Gruppen in das Lignin aufzuschließen, so daß es möglich wird, ein asche- und schwefelfreies, wenig modifiziertes Lignin zu gewinnen. - Die chemischen und technologischen Untersuchungen der Acetosolv-Lignine werden an Ligninen aus Aufschlüssen von Fichte (Picea abies L.), Pappel (Populus x interamericana cv. Ra) und Chinaschilf (Miscanthus sinensis Anderss.) durchgeführt. Ziel der Untersuchungen ist es, den Einfluss der Aufschlussparameter auf die chemische Struktur der Ablaugenlignine zu bestimmen und sich aus dem Einsatz verschiedener Rohstoffe ergebende strukturelle Unterschiede der Lignine festzustellen. In weiteren Untersuchungen werden die Lignine auf ihre Eignung zur Erzeugung von Lignin-Phenol-Formaldhydharzen hin chemisch und technologisch untersucht.

Holzchemie; chemischer Holzaufschluss Ligninverwertung Bindemittelharze Acetosolv-Lignine Spektroskopie Ligninabbau Lignin-Phenol-Formaldehyd-Harze Methoxylgruppen pyrolytische Untersuchungen Phenolierung Harzsynthese; VTIHTBC
Dokumentennummer: T2 95 178
Signatur: 55 8°233


41. Titel: Untersuchungen zur chlorfreien Bleiche von Vorhydrolyse-ASAM-Zellstoffen aus Buchen- und Fichtenholz

Autor(en): Gause, E.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [199 p.]
Publikationsjahr: 1994
Institut:Holztechnologie/Holzchemie

Um den Einsatz des auf der Basis des nachwachsenden Rohstoffes Holz erzeugten Cellulosesubstrates in der chemischen Industrie zu fördern, wurden in den letzten Jahren Anstrengungen unternommen, umweltfreundliche Herstellungsverfahren für Papierzellstoffe auch zur umweltverträglichen Erzeugung von Chemiecellulosen zu nutzen. Dabei konnte gezeigt werden, daß das Vorhydrolyse-ASAM-Verfahren geeignet ist, auf einer breiten Basis einheimischer Rohstoffe (Fichten-, Buchen-, Pappelholz) Chemiezellstoffe mit niedrigen Kappazahlen, hohen Polymerisationsgraden und hohen Alpha-Cellulosegehalten zu erzeugen, die die Möglichkeit bieten, Anwendungsgebiete zu erschließen. Eine essentielle Anforderung an die industrielle Umsetzung dieses neuen Prozesses zur Herstellung von Chemiezellstoffen ist, neben der Erzeugung qualitativ hochwertiger Zellstoffe unter wirtschaftlich attraktiven Bedingungen, vor allem seine Umweltverträglichkeit. Unter diesem Gesichtspunkt ist eine chlorfreie Bleiche der Zellstoffe bei weitestgehender Wasserkreislauferschließung unabdingbar. Das Ziel der Dissertation ist es daher, für Buchen- und Fichten-ASAM-Chemiezellstoffe chlorfreie Bleichbedingungen zu entwickeln, die geeignet sind, die von den Celluloseverarbeitern geforderten, stark variierenden Spezifikationen, inbesondere in Hinblick auf den Polymerisationsgrad der Zellstoffe, zu erfüllen.

Holzchemie; Fagus sylvatica; Picea abies; Chemiezellstoffe chlorfreie Bleichverfahren Sauerstoffbleiche Ozonbleiche Peroxidbleiche Vorhydrolyse-ASAM-Aufschluss Delignifizierung pH-Wert Holzaufschluss Molekulargewichtsverteilung; VTIHTBC
Dokumentennummer: T2 94 818
Signatur: 55 8°54


42. Titel: Energiereduzierung bei der Holzstoffherstellung durch die Einwirkung saurer Bisulfitlösungen

Autor(en): Neumann, J.U.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [266 p.]
Publikationsjahr: 1994
Institut:Holztechnologie/Holzchemie

Mit den Untersuchungen zum Einsatz saurer Bisulfitlösungen in der Vorbehandlung von Holz bei der CTMP-Herstellung sollte geprüft werden, ob auf diese Weise Holzstoffe mit geringerem elektrischen Mahlenergiebedarf erzeugt werden können. Eine entscheidende Forderung ist dabei, daß die Qualität konventioneller Stoffe erreicht oder übertroffen wird. - Alle sauren Vorbehandlungen wurden in der Gasphase durchgeführt, da auf diese Weise auch mit sehr kurzer Behandlungsdauer gearbeitet werden kann, wie sie bei der konventionellen CTMP-Erzeugung üblich ist. Ein weiterer Vorteil dieser Vorgehensweise ist der geringe technische Aufwand zur Rückgewinnung von flüchtigen Chemikalien, die im Überschuß eingesetzt werden. - Die vergleichende Untersuchung setzt voraus, daß ein geeignetes Mahlprogramm zur Verfügung steht, mit dem die Herstellung verschiedenster Holzstoffe möglich ist. Dazu wurde ein Mahlprogramm im Wechselhüttenverfahren entwickelt, mit dem konventionelle Standardqualitäten erzeugt werden können. Die Aussetzung der Mahlenergieaufnahme ermöglicht auch Aussagen über das Verhalten der Holzstoffe während der Mahlung.

Holzchemie; Picea abies; Populus tremuloides; CTMP-Herstellung Mahlenergie Defibrierung Wärmerückgewinnung Methanol Gasphasenvorbehandlung Weißgrad Bleichbarkeit Peroxidbleiche Imprägnierung Chemikalienrückgewinnung; VTIHTBC
Dokumentennummer: T1 95 482
Signatur: 55 8°226


43. Titel: Quantitative Analyse von Holz und Holz-Komponenten mittels FTIR-Spektroskopie unter Anwendung multivariater statistischer Verfahren

Autor(en): Böttcher, J.H.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [159 p.]
Publikationsjahr: 1993
Institut:Holztechnologie/Holzchemie

Infrarotspektroskopie von Hölzern, Polysacchariden, Ligninen und Extraktstoffen ermöglicht es, einen schnellen Einblick in ihre chemische Struktur zu gewinnen. Aufgrund qualitativer Unterschiede in den Spektren kann man Hölzer entsprechender Zusammensetzung ihrer Lignine und Hemicellulosen den Gruppen der Nadel-, Übergangs- oder Laubhölzer zuordnen. - Quantitative Auswertungen der IR-Spektren von Lignocellulosen auf einer ausreichend großen Datengrundlage sind bisher noch nicht publiziert worden. Arbeiten unter Anwendung mulitvariater statistischer Verfahren sind nur langsam Eingang in die Holzforschung. - Deshalb wurde eine große Anzahl Lignocellulosen verschiedenen botanischen Ursprungs untersucht. Jeweils über 80 Hölzer und MWLs sowie 44 acetylierte MWLs und 60 Extrakte wurden in die Untersuchung einbezogen - Die Hölzer wurden extrahiert und MWLs wurden isoliert. An den Hölzern wurden sowohl naßchemisch als auch mittels analytischer Pyrolyse Ligningehalte und Zusamnensetzung der Lignine bestimmt. Die Polysaccharidzusammensetzung wurde durch Totalhydrolyse und Boratkomplex-Ionenaustausch-Chromatographie ermittelt. Die Zusammensetzung der MWLs aus den Lignin-Grundbausteinen wurde ebenfalls durch Nitrobenzoloxidation und pyrolytisch bestimmt. Die C900-Summenformel wurde aus den Ergebnissen C,H-Bestimmung nach Totalhydrolyse und der Methoxylbestimmung berechnet. Ein Teil der MWLs wurde actyliert, um die Hydroxylgruppengehalte der MWLs zu bestimmen.

Holzchemie; Lignocellulosen; Nitrobenzoloxidation; Syringylgehalte; Guajacylgehalte; Holzextrakte; Spektren; akzessorische Bestandteile; Methoxylgehalte; Mannose; Glucose; Xylase; VTIHTBC
Dokumentennummer: T1 93 1109
Signatur: 54 8°246


44. Titel: Untersuchungen zur Verwertbarkeit des Holzes eines jungen intersektionellen Pappelhybriden (Populus x interamericana cv. Rap) zur Zellstoffherstellung und Bleiche nach dem Acetosolv-Verfahren

Autor(en): Salow, H.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [175 p.]
Publikationsjahr: 1993
Institut:Holztechnologie/Holzchemie

Nach dem Acetosolv-Verfahren werden Zellstoffe katalytisch bei Siedetemperatur oder durch Druckaufschlüsse hergestellt. Als Rohstoff wird ein 6-jähriger, intersektioneller Pappelholzhybrid "Rap" (Populus x interamericana cv. Rap) mit hohen Zuwachsraten verwendet. Es wird weiter untersucht, inwieweit sich die erhaltenen Zellstoffe chlorfrei bleichen lassen und wie sich die Festigkeiten dabei verändern. - Als Aufschlusskatalysatoren werden HCl, HBr und die Lewissäure AlCl3 eingesetzt. Durch 4-5-stündiges Kochen der Hackschnitzel mit 7 Teilen 93-prozentiger Essigsäure bei Katalysatorkonzentrationen zwischen 0.15 (HCl) und 0,32 % (AlCl3) werden Zellstoffe mit Kapppazahlen um 10 in 50-prozentiger Ausbeute erhalten.

Populus trichocarpa; Populus deltoides; Populus x interamericana; Salix alba; Holzaufschluss; Zellstoffproduktion; ACETOSOLV-Verfahren; Essigsäure; Ligninreaktionen; Mahlverhalten; Reißlängen; Berstfestigkeiten; Durchreißfestigkeiten; Zellstoffbleiche; Peressigsäurebleiche; Rasterelektronenmikroskopie; VTIHTBC
Dokumentennummer: T2 94 1473
Signatur: 55 8°141


45. Titel: Struktur, Eigenschaften und Nutzung von Stämmen wirtschaftlich wichtiger Palmen

Autor(en): Killmann, W.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [213 p.]
Publikationsjahr: 1993
Institut:Holzbiologie

Palmen werden hauptsächlich wegen ihrer Früchte angebaut. Wenn ihre wirtschaftliche Lebensdauer ausläuft, müssen sie (kostenverursachend) beseitigt werden. Der großflächige Plantagenanbau einiger Arten hat die Frage der wirtschaftlichen Nutzung der anfallenden Palmstämme aufgeworfen. - Anatomie, physikalische und elastomechanische Eigenschaften, chemische Zusammensetzung und mögliche Nutzungen der Stämme von Cocos nucifera L., Elaeis guineensis Jacp., Phoenix dactylifera L., Borassus aethiopium Mart. und B. flabellifer L., Arenga pinnata Wurmb. (Merr.), Metroxylon spp., Oncosperma tigillarium (Jack) Ridl., Livistona rotundifolia (Lam.) Mart. und Corypha utan Lamarck wurden untersucht. Für die Kokos- und Ölpalmstammprodukte wurden auch Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen vorgenommen. - Palmen bilden weder Rinde noch Kambium oder Holzstrahlen aus. Ihr Stamm setzt sich aus einer schmalen Epidermis, einer Cortex und dem umschlossenen Zentralzylinder zusammen. Das Stammgewebe besteht aus einer Grundparenchymmatrix, in der viele Leit- und vereinzelt auch Faserbündel verteilt sind. Während die Cortex hauptsächlich viele Leitbündel mit kleinlumigen Gefäßen enthält, findet sich in der Stammmitte mehrheitlich Parenchym mit einigen wenigen Leitbündeln mit 1-3 großlumigen Metaxylemgefäßen. - Alle Leitbündel enthalten Xylemgefäße in paratrachealem Parenchym sowie von Faserkappen umschlossenes Phloem.

Cocos nucifera; Elaeis guineensis; Borassus spp; Phoenix spp; Arenga spp; Metroxylon spp; Oncosperma tigillarium; Livistona spp; Corypha spp; Kokospalme; Ölpalme; Palmyrapalme; Dattelpalme; Zuckerpalme; Sagopalme; Nibongpalme; Anahau; Buri; Palmennutzung; Palmstamm; Eigenschaften; Morphologie; Anatomie; Epidermis; Cortex; Zentralzylinder; Dichte; Holzfeuchte; Schwindverhalten; Festigkeit; chemische Zusammensetzung; natürliche Dauerhaftigkeit; Holznutzung; Holzernte; Sortierung; Holzschutz; Trocknung; Bearbeitung; Verleimung; Holzverbindungen; Schnittholz; Plattenprodukte; Zellstoff; Papier; VTIHTBB
Dokumentennummer: T2 94 1240
Signatur: 55 8°171


46. Titel: Beiträge zum Wassertransport im Holz. Physiologische und technologische Aspekte

Autor(en): Polaczek, P.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [321 p.]
Publikationsjahr: 1993
Institut:Holzbiologie

Ausgehend von technologischen Fragestellungen zum Stofftransport bei technischen Prozessen ergab sich die Notwendigkeit, Kenntnisse zum Mechanismus des Wassertransports im lebenden Baum mit in die Überlegungen einzubeziehen. Dies führte zu einer kritischen Auseinandersetzung mit den Fragen des "Saftsteigeproblems".

Xylem; Wassertransport; Strömung; Kohäsion; Saugkraft; Farnsporangium; Hoftüpfel; Stofftransport; Erkenntnistheorie; Durchlässigkeit; Aussteifungseffekt; Tüpfel-Modell; Biotechnik; Kapillarstrukturen; VTIHTBB
Dokumentennummer: T1 95 301
Signatur: 55 4°122


47. Titel: Untersuchungen zur Herstellung von chlorfrei gebleichten Kiefern-ASAM-Zellstoff unter besonderer Berücksichtigung unterschiedlicher Ozonbleichtechniken

Autor(en): Oltmann, E.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [189 p.]
Publikationsjahr: 1993
Institut:Holztechnologie/Holzchemie

Das ASAM-Verfahren ermöglicht eine vollständig chlorfreie Bleiche der Zellstoffe, was sowohl im Labor- als auch im Pilotmaßstab unter Beweis gestellt worden ist. Überdies kann der ASAM-Aufschluss bereits ohne Verfahrensmodifikation auf äußerst niedrige Restligningehalte geführt werden, wobei allerdings, wenn auch in weitaus geringerem Maße als beim Kraftaufschluss, Ausbeute- und Viskositätsverluste in der Kochungsendphase zu beobachten sind. Dem steht die hohe Reaktivität des ASAM-Restlignins und die damit verbundene gute Bleichbarkeit der Zellstoffe gegenüber. Da zudem die Kappazahl des ungebleichten Zellstoffs bei einer vollständig chlorfreien Bleiche mit weitestgehend geschlossener Wasserführung keine Umweltrelevanz mehr besitzt, war die Bestimmung eines vorteilhaften Grenzpunktes zwischen Aufschluss und Bleiche ein Schwerpunkt dieser Arbeit. Darüber hinaus wurden die Bleichstufen innerhalb einer auf Sauerstoff, Ozon und Wasserstoffperoxid basierenden Bleichsequenz aufeinander abgestimmt. - Ein weiteres Ziel der Untersuchungen war, angeregt durch die Arbeiten von Laxen et. al (1990), weitere grundlegende Erkenntnisse zur Ozonbleiche im Mittelkonsistenzbereich zu erarbeiten. Die Ergebnisse wurden den im Hochkonsistenzbereich erhaltenen Resultaten zum Vergleich gegenübergestellt. Hiermit sollte abgeschätzt werden können, inwieweit durch Einführung der neuen MC-Technologie die Verfahrenstechnik der Bleichbehandlung von ASAM-Zellstoffen vereinfacht und überdies die Qualität der endgebleichten Zellstoffe verbessert werden kann.

Chlorfreie Bleiche; Ozonbleiche; Eigenschaften: Ozon Herstellung; unterschiedliche Stoffkonsistenzen; Faserstoffproduktion; Faserverformung; ASAM-Aufschlüsse; Bleichen Durchführung; Alkali/Sauerstoff-Bleiche; saure Wäsche; Ozonbleiche; Mittelkonsistenzbereich Ozonbleiche Hochkonsistenzbereich; vergleichende Untersuchungen; delignifizierende bleichende Verfahrensschritte; VTIHTBC
Dokumentennummer: T2 93 1169
Signatur: 54 M 8°


48. Titel: Zur Integration von Zuwachsanalysen in die internationale Waldschadenserhebung

Autor(en): Lorenz, M.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg = Mitteilungen der Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft [no. 175, 217 p.]
Publikationsjahr: 1993
Institut:Weltforstwirtschaft

Die Europäische Forstkommission (ECF) der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (UN-FAO) hat im Jahre 1985 harmonisierte Erhebungen von Zuwachsänderungen durch Waldschäden in Europa beschlossen. Das Institut für Weltforstwirtschaft der Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft (BFH) in Hamburg wurde mit der Entwicklung und Empfehlung zur Harmonisierung geeigneter Verfahren beauftragt. Im Zusammenhang mit der Bearbeitung dieses Auftrages durch den Verfasser entstand diese Dissertation.

Neuartige Waldschäden; Erfassung; Zuwachs; natürliche Bedingungen; Änderung bei Waldschäden; Erklärungshypothesen; Schadbild; Mitgliedsstaaten des EFC European Forestry Commitee (EFC); Befragung; Zuwachsänderungen; Ermittlungsverfahren; Praxiserprobung; Baumarten; VTIWFW
Dokumentennummer: T2 94 451
Signatur: Z 4°338


49. Titel: Die Gefäße der Buche als ökologische Variable - Bildanalytische Erfassung, dendroklimatologische Prüfung, ökologische Bewertung

Autor(en): Saß, U.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [172 p.]
Publikationsjahr: 1993
Institut:Holzbiologie

Die Dendrochronologie hat sich in der Forst- und Holzwissenschaft zur Erfassung des Einflusses ökologischer Faktoren auf das Baumwachstum bewährt. Das klassische dendrochronologische Merkmal ist die Jahrringbreite. Sie integriert alle während einer Vegetationsperiode und in den Vorjahren wachstumsbestimmenden exogenen Faktoren und speichert sie über das gesamte Baumleben. In Form von "response-functions" kann der mittlere Zusammenhang zwischen der Witterung am Standort und der Jahrringbreite quantifiziert und qualifiziert werden. Das integrierte Merkmal "Jahrringbreite" kann die Klima-Wachstums-Beziehung jedoch nur grob beschreiben. - Die Untersuchung erfolgte anhand von Bohrkernen aus dem unteren Stammbereich (1,3 m) von zehn Altbuchen an einem klimatischen Grenzstandort im Wallis, Schweiz. - Ziel war es, mit Hilfe von geeigneten Gefäßmerkmalen den mit der Jahrringbreite errechneten mittleren Zusammenhang zwischen Klima und Wachstum zeitlich höher aufzulösen und somit die wachstumsbestimmenden Witterungsereignisse an einem Standort zu konkretisieren. - Voraussetzung dafür war die Erhebung großer Datenmengen mit einem automatischen Bildanalyseverfahren. Dies erforderte die Entwicklung geeigneter Präparationsmethoden für die Arbeit im Durchlicht und im Auflicht sowie einer effektiven Messstrategie.

Holzbiologie; Fagus sylvatica; Schweiz; Bohrkerne; Bildanalyseverfahren; Dünnschnittpräparation; Gefäßflächen; Dendroklimatologie Zeitreihen; Jahrringbreite; Varianzanalyse; Klima-Wachstums-Beziehungen; Einzeljahrbetrachtung; VTIHTBB
Dokumentennummer: T2 93 994
Signatur: 54 8°181


50. Titel: Struktur des sekundären Xylems und Taxonomie der südasiatisch-pazifischen Sapotaceae. Structure of the secondary xylem and taxonomy of the South Asiatic-Pacific Sapotaceae

Autor(en): Budi, A.S.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [258 p.]
Publikationsjahr: 1993
Institut:Holzbiologie

Die Untersuchungen befassen sich mit der Struktur des sekundären Xylems asiatischer Taxa der Familie Sapotaceae. Die Schwerpunkte der Arbeit liegen in der Erfassung und Bewertung der Strukturmerkmale und ihrer Variation, einmal hinsichtlich ihrer diagnostischen Wertigkeit (Bestimmung) und zum zweiten hinsichtlich ihrer Bedeutung für die Klassifikation (Gruppierung) und Taxonomie der Taxa innerhalb der Familie. Weiterhin wurde die Wechselbeziehung zwischen Holzstruktur und -eigenschaften analysiert.

Holzbiologie; Sapotaceae; sekundäres Xylem Farbe Geruch Glanz Oberflächenbeschaffenheit Faserverlauf Zuwachszonen Rohdichte Strukturmerkmale Gefäße Form Wanddicke Tüpfel Thyllen Strangparenchym Holzstrahlen anorganische Inhaltsstoffe; VTIHTBB
Dokumentennummer: T2 93 990
Signatur: 54 8°145


51. Titel: Über die Bedeutung der Elementversorgung von Fichten (Picea abies (L.) Karst.) für die Holzbildung

Autor(en): Dünisch, O.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [204 p.]
Publikationsjahr: 1993
Institut:Holzbiologie

Im Rahmen der Waldschadensforschung hat sich gezeigt, daß das Wachstum von Fichten stark durch eine anthropogen bedingte Veränderung des Elementangebotes im Boden beeinflußt wird. Es wurde dabei deutlich, daß die Kenntnisse über Holz bislang in Abhängigkeit von der Nährelementverfügbarkeit in den Böden bzw. Bodenhorizonten sehr lückenhaft sind. - In einem zweigeteilten Versuchsansatz wurde unter besonderer Berücksichtigung der ELemente K, Ca, Mg, N und P der Einfluss der Elementversorgung für die Holzbildung charakterisiert. Hierfür wurden an 100 bis 120-jährigen mit K, Ca, Mg bzw. K, Ca, Mg und N gedüngten Altfichten sowie unbehandelten Kontrollen der Wasserschadensversuchsfläche "Postturm" im Forstamt Farchau/Ratzeburg holzbiologischen Untersuchungen durchgeführt. Die Standortsbefunde wurden an in unterschiedlichen Bodenhorizonten des Standortes "Postturm" angezogenen Fichtensämlingen, die als Modellsysteme dienten, überprüft. Hierbei wurde der Einfluss von Trockenstreß und von K, CA, Mg und N auf das Pflanzenwachstum und die Holzbildung untersucht. - Die Untersuchungen an Altfichten wurden auf einem Standort durchgeführt, für den umfangreiche Begleitdaten zur Verfügung standen, die in die Auswertung der Befunde mit einbezogen werden konnten.

Holzbiologie; Picea abies; Fichten Wasserhaushalt Zelle Kambium Tracheiden Lignifizierung histochemische Methoden Elementgehalte P K Ca Mg Mn Fe C O Holzbildung Bodenhorizonte Biomasse; VTIHTBB
Dokumentennummer: T1 93 1108
Signatur: 54 8°247


52. Titel: Quantitative Analyse von Holz und Holz-Komponenten mittels FTIR-Spektroskopie unter Anwendung multivariater statistischer Verfahren

Autor(en): Böttcher, J.H.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [159 p.]
Publikationsjahr: 1993
Institut:Holztechnologie/Holzchemie

Infrarotspektroskopie von Hölzern, Polysacchariden, Ligninen und Extraktstoffen ermöglicht es, einen schnellen Einblick in ihre chemische Struktur zu gewinnen. Aufgrund qualitativer Unterschiede in den Spektren kann man Hölzer entsprechender Zusammensetzung ihrer Lignine und Hemicellulosen den Gruppen der Nadel-, Übergangs- oder Laubhölzer zuordnen. - Quantitative Auswertungen der IR-Spektren von Lignocellulosen auf einer ausreichend großen Datengrundlage sind bisher noch nicht publiziert worden. Arbeiten unter Anwendung mulitvariater statistischer Verfahren sind nur langsam Eingang in die Holzforschung. - Deshalb wurde eine große Anzahl Lignocellulosen verschiedenen botanischen Ursprungs untersucht. Jeweils über 80 Hölzer und MWLs sowie 44 acetylierte MWLs und 60 Extrakte wurden in die Untersuchung einbezogen - Die Hölzer wurden extrahiert und MWLs wurden isoliert. An den Hölzern wurden sowohl naßchemisch als auch mittels analytischer Pyrolyse Ligningehalte und Zusamnensetzung der Lignine bestimmt. Die Polysaccharidzusammensetzung wurde durch Totalhydrolyse und Boratkomplex-Ionenaustausch-Chromatographie ermittelt. Die Zusammensetzung der MWLs aus den Lignin-Grundbausteinen wurde ebenfalls durch Nitrobenzoloxidation und pyrolytisch bestimmt. Die C900-Summenformel wurde aus den Ergebnissen C,H-Bestimmung nach Totalhydrolyse und der Methoxylbestimmung berechnet. Ein Teil der MWLs wurde actyliert, um die Hydroxylgruppengehalte der MWLs zu bestimmen.

Holzchemie; Lignocellulosen Nitrobenzoloxidation Syringylgehalte Guajacylgehalte Holzextrakte Spektren akzessorische Bestandteile Methoxylgehalte Mannose Glucose Xylase; VTIHTBC
Dokumentennummer: T1 93 1109
Signatur: 54 8°246


53. Titel: Merkmale der Baumvitalität. Betrachtungen und Untersuchungen an Buchen (Fagus sylvatica L.)

Autor(en): Schmitz-Felten, E.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [126 p.]
Publikationsjahr: 1993
Institut:Holzbiologie

Bei Bäumen auf umweltbelasteten Standorten (Wälder, Parkanlagen) stellt sich die Frage, anhand welcher Merkmale sie als gesund, geschwächt oder krank erkannt werden können. Dies ist auch für den Einsatz von Sanierungsmaßnahmen von Interesse. Zur Zeit besteht noch eine erhebliche Unsicherheit bei der Vitalitätsansprache, insbesondere von Laubbäumen. Diese Problematik der Vitalitätseinschätzung von Bäumen führte dazu, in diese Arbeit am Beispiel Buche folgenden Fragen nachzugehen: 1. Welche Merkmale sind für die Beurteilung der Vitalität der Buche geeignet? Es wurden von unterschiedlich gedüngten sowie nicht gedüngten Parkbuchen auf sehr stark versauerten Böden in Hamburg (Hirschpark und Meyers Park) verschiedene Merkmale erhoben und auf ihre Aussagefähigkeit für eine Vitalitätseinschätzung überprüft. 2. Wie wirken sich Blattverlust und Wurzelkappung auf Buche aus? Dazu wurde gezielt ein unterschiedlich intensiver Blattverlust durch Entknospung sowie eine Wurzelkappung an jungen Waldbuchen hervorgerufen und deren Wachstum und einige physiologische Reaktionen beobachtet. 3. Was ist Baumvitalität? Die mit dem Begriff Baumvitaltät verbundenen Widersprüche führten dazu, eine erweiterte Definition zu formulieren.

Forstbotanik; Fagus sylvatica; Buche Blattverluste Nährelementanalysen Blattinhaltsstoffe Frühjahrssaft Vegetationsperiode Blattfläche Blattdicke Trieblänge Jahrringbreite Gefäßfläche Chlorophyllgehalt Düngung; VTIHTBB
Dokumentennummer: T1 93 1112
Signatur: 54 8°194


54. Titel: Untersuchungen über

Autor(en): Rachor, Georg
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [292 p.]
Publikationsjahr: 1993
Institut:Holztechnologie/Holzchemie

Im ersten Teil der Dissertation

VTIHTBC
Dokumentennummer: T1 93 751
Signatur: 54 D 7


55. Titel: Die Rolle der forstlichen Flächennutzung im Zuge der Entwicklung ländlicher Problemregionen

Autor(en): Diederichs, W.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [vp.]
Publikationsjahr: 1993
Institut:Ökonomie der Forst- und Holzwirtschaft

Der ländliche Raum ist tiefgreifenden Veränderungen ausgesetzt. Von diesen Veränderungen ist auch die Landwirtschaft betroffen, was sich in der unbefriedigenden Einkommensentwicklung und den zunehmenden ökologischen Problemen ausdrückt. Die Frage nach der zukünftigen Entwicklung des ländlichen Raums ist von dem Verbundprojekt "Ländliche Problemregionen im Kontext agrarstrukturellen Wandels - Entwicklungen und Potentiale" unter besonderer Berücksichtigung des Agrarkomplexes untersucht worden. Als Beispielsregionen wurden die beiden Kreise Emsland (Niedersachsen) und Werra-Meißner (Hessen) ausgewählt. An dem Verbundprojekt sind 14 Teilprojekte beteiligt, die die sozialen, ökonomischen und ökologischen Einflussfaktoren in ihrem Wirkungsgefüge analysiert haben. Im Teilprojekt wird die forstliche Flächennutzung untersucht. Bei der Suche nach Alternativen zur landwirtschaftlichen Überschussproduktion tritt die Aufforstung vermehrt in den Vordergrund der Diskussion. Das forstliche Teilprojekt sollte Beiträge zur Beantwortung zweier Fragen liefern: 1) Welche Möglichkeiten und Grenzen zur Entwicklung der beiden Kreise ergeben sich aus der Forst- und Holzwirtschaft? 2)Unter welchen Umständen kommt es zu Erstaufforstungen und welche Chancen haben diese in der Zukunft? - Die Arbeit gliedert sich in die Kapitel 2 (Die Forst- und Holzwirtschaft in den Beispielsregionen) und Kapitel 3 (Möglichkeiten und Grenzen von Erstaufforstungen in den Beispielsregionen).

Dissertation VTIOEF Forstwirtschaft Rahmenbedingungen Landesplanung Naturschutzgesetzgebung Waldgesetzgebung Ländlicher Raum Landwirtschaft Erstaufforstungen Neuwaldbildungspotenzial Aufforstungsbereitschaft Umfrage Befragung Landwirte Befragung Forstwirte
Dokumentennummer: T7 08 969
Signatur: 69 4°23


56. Titel: Untersuchungen zur Verwertbarkeit des Holzes eines jungen intersektionellen Pappelhybriden (Populus x interamericana cv. Rap) zur Zellstoffherstellung und Bleiche nach dem Acetosolv-Verfahren

Autor(en): Salow, H.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [171 p.]
Publikationsjahr: 1993
Institut:Holztechnologie/Holzchemie

Die exponierte Stellung des Menschen und der Umwelt gegenüber Produktionsanlagen der Industrie führen aufgrund öffentlichen Interesses zu der Notwendigkeit, Produktionsverfahren mit minimalen Wechselwirkungen zur Natur zu entwickeln. - Mit dieser Forderung sieht sich die Zellstoffindustrie in zunehmendem Maße konforntiert. Gerade das in der Bundesrepublik Deutschland aus ökologischen Gesichtspunkten nicht angewandte Sulfatverfahren, nach dem 1990 über 76% der weltweit erzeugten 126 Mio. t Zellstoff (VDP, 1992) hergestellt wurden, weist durch Emissionen von Mercaptanen und Schwefelwasserstoff diesbezüglich erhebliche Probleme auf. Des Weiteren führt die notwendige Bleiche mit chlorhaltigen Chemikalien zu stabilen, toxischen chlororganischen Verbindungen, denen zentrale Bedeutung für die Belastung mariner Ökosysteme zukommt. - Da bei konventionellen Aufschlussverfahren die Notwendigkeit der Chemikalienrückgewinnung durch Verbrennung der Ablaugen besteht, ist die nicht-energetische Nutzung von Lignin und Hemicellulosen nicht möglich. Bei dem Acetosolv-Verfahren wird die Essigsäure der Ablauge von den Holzabbauprodukten destillativ getrennt und steht der Produktion weiter zur Verfügung. Eine stoffliche Nutzung von Lignin und Hemicellulosen ist damit möglich. - Um die Zellstoffe chlorfrei zu bleichen, waren der Einsatz von Ozon in Essigsäure sowie die Bleichchemikalien Peressigsäure und Wasserstofperoxid auf ihre Wirksamkeit hin zu untersuchen. - In der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Gemeinschaft wurden nach Muhs bis zum Ende des Jahrhunderts 1 - 3 Mio. ha Agrarflächen aus der landwirtschaftlichen Nahrungsmittelproduktion ausgegliedert. Es liegt nahe, solche Flächen für den plantageartigen Anbau schnellwüchsiger Hölzer zu nutzen. In dieser Arbeit soll am Beispiel der Zuwachsreichen Hybridpappel Rap geprüft werden, ob sich das Holz aus Kurzumtriebsflächen als Rohstoffpotential zur Zellstoffproduktion nach dem Acetosolv- Verfahren eignet.

Aufschlussverfahren Zellstoffbleiche Pappelhybriden Dissertation VTIHTBC
Dokumentennummer: T4 05 7
Signatur: 57 M 7


57. Titel: Untersuchungen zur Herstellung und Analytik von Asam-Chemiezellstoffen aus Fichtenholz

Autor(en): Saake, B.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [167 p. (Mikrofiche only)]
Publikationsjahr: 1992
Institut:Holztechnologie/Holzchemie

Ziel der Dissertation war die Erzeugung von hochviskosen Chemiezellstoffen aus Fichtenholz nach dem ASAM-Verfahren. Es wurde die chemische Entfernung der Hemicellulosen durch eine saure Hydrolyse vor dem Holzaufschluss untersucht. Zusätzlich wurde versucht, die Hemicellulosen nach dem Holzaufschluss enzymatisch aus dem Zellstoff zu entfernen. - Die im Rahmen der Arbeit zur chemischen Vorbehandlung erzeugten Zellstoffe wurden weitergehend charakterisiert. Dabei wurden vor allem die Molekulargewichtsverteilungen untersucht. - Durch die Kombination einer sauren Vorhydrolyse mit dem ASAM-Aufschluss können Zellstoffe erzeugt werden, die sowohl hohe DP-Werte als auch hohe Reinheitsgrade aufweisen. - Der Gehalt der Zellstoffe an Hemicellulosen wird vor allem durch die Vorhydrolysebedingungen festgelegt, während durch die Reaktionsparameter im ASAM-Aufschluss, bei konstanten Vorhydrolysebedingungen, hauptsächlich der DP-Wert des Zellstoffs eingestellt werden kann.

VTIHTBC; Picea abies; Chemiezellstoffe Erzeugung saurer Sulfitaufschluss Vorhydrolyse-Sulfataufschluss Enzyme Hemicellulosen Molekulargewichtsverteilung Viskosimetrie ASAM-Verfahren Bleichversuche Xylanasen Mannanasen
Dokumentennummer: T1 93 501 72-76 12.08.93 AE
Signatur: 53 M 7


58. Titel: Ganzbaumanalyse von Eiche, Buche, Kiefer und Fichte mit dendroökologischen Methoden unter besonderer Berücksichtigung von Klima-Wachstum-Beziehungen und Weiserjahren

Autor(en): Krause, C.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [163 p.]
Publikationsjahr: 1992
Institut:Holzbiologie

Es wurden 24 Eichen, 28 Buchen, 15 Kiefern und 25 Fichten im Forstamt Ratzeburg hinsichtlich ihres jährlichen Holzzuwachses in den Ästen, Stämmen und Wurzeln untersucht, um so die Verteilung der Assimilate im Baum zu verfolgen. Das Dickenwachstum ist Ausdruck der Kambialaktivität und unterliegt Änderungen durch innere und äußere Einflussfaktoren, wie z.B, Kronenform, Bodenverhältnisse, Witterung. Diese Veränderungen wurden in Form der Zuwachsparameter (Jahrring-, Frühholz- und Spätholzbreite, Anzahl der Jahrring- und Spätholztracheiden) entlang des gesamten Baumes ermittelt. Ferner wurden extrem schmale und breite Jahrringe sowie Auffälligkeiten innerhalb eines Jahrringes, wie z.B. Dichteschwankungen und der Übergang von Frühholz zu Spätholz in den einzelnen Baumbereichen aufgenommen und im Hinblick auf mögliche äußere Ursachen diskutiert. Die Abhängigkeit der Baumarten von äußeren Einflüssen, wie z.B. vom Klima, wurde quantifiziert, um eine Verteilungsstrategie der Assimilate in den Bäumen zu erkennen.

Holzbiologie; Quercus robur; Quercus petraea; Fagus sylvatica; Pinus sylvestris; Picea abies; Dissertation; Dendrochronologie Klima Wachstum Beziehungen Klimazeitreihen Weiserjahre Jahrringe Dichteschwankungen Splintanteile Dickenwachstum Wurzelentwicklung; VTIHTBB
Dokumentennummer: T1 92 203
Signatur: 53 8°45


59. Titel: Aufschluss und Bleiche von Fichtenholz (Picea abies (L.) Karst.) nach dem Acetosolv-Verfahren

Autor(en): Muladi, S.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [213 p.]
Publikationsjahr: 1992
Institut:Holztechnologie/Holzchemie

Konzentrierte Essigsäure mit geringen Mengen Salzsäure als Katalysator stellt ein selektives Delignifizierungsmittel für Fichtenholz bei Atmosphärendruck und Siedetemperatur dar. - Ziel der Dissertation war die Optimierung des Aufschlusses von Fichtenholz (Picea abies) nach dem Acetosolv-Verfahren und der chlorfreien Zellstoffbleiche in Essigsäure. - Im ersten Teil der Arbeit werden Aufschlußparameter untersucht und optimiert. Weitere Untersuchungen zeigen den Einfluss einer Vor- und Nachbehandlung auf die Kappazahl. - Neben Salzsäure werden auch Aluminiumchlorid und Bromwasserstoffsäure als Katalysatoren eingesetzt. Katalysatorkonzentration und Aufschlußdauer werden optimiert. - Der zweite Teil der Arbeit befaßt sich mit der Bleiche des Fichten-Acetosolv-Zellstoffes. Für die erste Bleichstufe wird Ozon in Essigsäure eingesetzt. Die Ozonkonzentration, die Temperatur, die Stoffdichte und die Essigsäurekonzentration werden optimiert.

Holzverwendung; chemische Zusammensetzung Holzaufschluß Organosolv-Verfahren Essigsäure Katalysator Nachbehandlung Ozonbleiche Stickstoffdioxidbleiche Peressigsäurebleiche Hackschnitzel Vorbehandlung Acetosolv-Zellstoffe Ausbeute Kappazahl DP-Wert Qualitätsvergleich optische Eigenschaften technologische Eigenschaften; VTIHTBC
Dokumentennummer: T3 92 724
Signatur: 53 8°100


60. Titel: Strukturveränderungen im Wurzelholz von Birke (Betula pendula Roth.), Erle (Alnus glutinosa (L.) Gaertn.), Esche (Fraxinus excelsior L.) und Ulme (Ulmus glabra Huds.) sowie ihre Bedeutung für Funktion und Identifizierung

Autor(en): Möller-Lindenhof, Y.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [242 p.]
Publikationsjahr: 1992
Institut:Holzbiologie

Mit der Dissertation soll der strukturelle Aufbau des Wurzelholzes von ausgewählten zerstreut- und ringporigen Laubbäumen systematisch untersucht werden, um verallgemeinernde Aussagen über strukturelle Unterschiede zu Stammholz zu ermöglichen. Dazu werden bei Birke (Betula pendula Roth.), Erle (Alnus glutinosa (L.) Gaertn.), Esche (Fraxinus excelsior L.) und Ulme (Ulmus glabra Huds.) aus verschiedenen horizontalen und vertikalen Wurzeln über die gesamte Länge Proben aus verschiedenen Entfernnungen vom Stamm hinsichtlich ihrer Gewebezusammensetzung analysiert und mit dem Stammholz aus 1 m Höhe und aus dem Übergangsbereich zur Wurzel verglichen. - Anhand der so gewonnenen Ergebnisse soll geprüft werden, ob die Gewebeveränderung zum Stammholz und innerhalb der Wurzel bestimmten Gesetzmäßigkeiten folgen. Daraus ergeben sich u.U. Hinweise, durch welche Strukturveränderungen eine Funktionsänderung im Wurzelholz, d.h. eine Zunahme der Leit- und Speicherfunktion, möglich wird und inwieweit die Stammholzstruktur den Mechanismus der Veränderung beeinflußt.

Holzeigenschaften; Betula pendula; Alnus glutinosa; Fraxinus excelsior; Ulmus glabra; Dissertation; Wurzelholz holzanatomische Untersuchungen Gefäß Thyllen spiralige Verdickungen Tracheiden Tüpfelung Fasern Axialparenchym Holzstrahlen Vergleich Stammholz; VTIHTBB
Dokumentennummer: T1 92 196
Signatur: 53 8°20


61. Titel: Der Aufschluss von Buchen- und Kiefernholz nach dem sauren Sulfitverfahren mit Zusatz von Methanol und die Bleiche der Zellstoffe

Autor(en): Krull, M.M.L.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [215 p.]
Publikationsjahr: 1992
Institut:Holztechnologie/Holzchemie

Die Modifizierung des Magnesium-Sulfitverfahrens durch Zusatz von Methanol ist eine interessante Alternative zum konventionellen Sulfitverfahren. - Der Methanol-Sulfitaufschluß von Hackschnitzeln der einheimischen Holzart Buche (Fagus sylvatica L.) ermöglicht gegenüber dem konventionellen Verfahren eine wesentliche weitergehende Delignifizierung und liefert signifikante Ausbeute- und Festigkeitsgewinne. Zudem wird die erforderliche Kochdauer durch die Anwendung höherer Aufschlußtemperaturen stark verkürzt und dadurch die Kocherkapazität wesentlich erhöht. Optimale Aufschlußergebnisse konnten bei einer Temperatur von 155°C und mit einem Methanolgehalt von 30 Vol-% bezogen auf die Flotte erzielt werden. - Durch Zugabe von Methanol zum sauren Sulfitaufschluß kann auch Kiefernholz (Pinus sylvestris L.) ohne Schwierigkeiten aufgeschlossen werden. Durch die Variation der Aufschlußparameter Temperatur, Methanol-, Schwefeldioxid- und Magnesiumoxideinsatzmenge konnten optimale Aufschlußbedingungen, d.h. maximale Delignifierzung mit möglichts geringem Chemikalieneinsatz unter Erhalt der Festigkeitseigenschaften des Zellstoffs, ermittelt werden. Mit dem Methanol-Sulfitaufschluß können mit 30 Vol-% Methanolgehalt nach etwa einer Stunde Aufschlußdauer bei einer Temperatur von 165°C Kiefernzellstoffe mit einer Kappazahl unter 20 und hohem Festigkeitspotenzial hergestellt werden.

Holzverwendung; Fagus sylvatica; Pinus sylvestris; Dissertation; Holzaufschluß konventionelle Aufschlußverfahren alternative Aufschlußverfahren Alkohol-Wasser-Aufschluß Sulfitaufschluß Aufschlußbedingungen Lignin modifiziertes Sulfitverfahren Zellstoffbleiche Festigkeitseigenschaften Wasserstoffperoxid Methanol-Sulfitaufschluß Rindenverträglichkeit Harzgehalt Rückgewinnung Chemikalieneinsatz Aschegehalt Wirtschaftlichkeit; FTIR-Spektroskopie Umweltschutz; VTIHTBC
Dokumentennummer: T3 92 722
Signatur: 53 8°108


62. Titel: Die Herstellung von Gipsfaserplatten mit hohen Biegefestigkeiten

Autor(en): Schöler, M.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [165 p.]
Publikationsjahr: 1992
Institut:Holztechnologie/Holzchemie

Im Rahmen einer überwiegend empirisch-experimentellen Arbeit wurden die optimalen Herstellungsbedingungen für hochfeste Gipfaserplatten auf der Basis von Altpapierfaser ermittelt. - Nach einem einführenden Teil, der sich mit der Auswahl der bestgeeigneten Faserrohstoffe und Gipse beschäftigte, wurde scherpunktmäßig der Einfluss steigender Faseranteile und hoher Rohdichten auf die elastomechanischen Eigenschaften von Gipfaserplatten untersucht. Als bestgeeignete Rohstoffe zur Herstellung solcher hochfester Gipsfaserplatten erwiesen sich reiner Tageszeitungsfluff und ein sorgfältig aufgearbeiteter Steinkohle-REA-Gips von hoher mineralogischer Reinheit. - Im Zuge der Versuchsreihen mit steigenden Faseranteilen wurde das bis dahin übliche Verfahrensschema zur Herstellung von Gipsfaserplatten - Herstellung einer Trockenmischung aus Gips und Faserstoff und anschließende Befeuchtung - dahingehend umgestellt, daß die Fasern vorbefeuchtet und als Wasserträger zur Versorgung des Gipses mit dem notwendigen Abbindewasser benutzt wurden. Mit dieser Verfahrenstechnik war es möglich, den Faseranteil bis auf ein Gips/Faser-Verhältnis von 1/1 zu steigern.

Holzwerkstoffe; Gipsfaserplatte Herstellung Biegefestigkeit Erhöhung Sekundärrohstoffe Einsatz Altpapier - Faserstoffe - Gipse - Stärken - Prüfung technologische Untersuchungen Versuche Verfahrensablauf Entwicklung Verfahrensbedingungen Optimierung; VTIHBC
Dokumentennummer: T2 93 796 72-76 12.08.93 AE
Signatur: 54 8°124


63. Titel: Beitrag zur Verbesserung der Prozessführung während der Schnittholztrocknung durch ein weiterentwickeltes Steuerungskonzept und adaptive Klimaregler

Autor(en): Dreiner, K.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [301 p.]
Publikationsjahr: 1992
Institut:Holztechnologie/Holzphysik

Obwohl für nahezu jede gehandelte Holzart geeignete Trocknungspläne vorliegen, treten in der industriellen Praxis während der Schnittholztrockung im Zuluft-/Abluft-Konvektionstrockner immer wieder unverhofft Trocknungsfehler auf, die nicht allein durch die Variabilität der Holzeigenschaften oder Fehlbedienung der Anlage erklärt werden können. Es lag daher nahe, mögliche Ursachen hierfür im Bereich der Prozeßführung zu suchen. Verglichen mit anderen Trocknungsprozessen ist die Schnittholztrockung durch eine lange Trocknungsdauer charakterisiert. Aufgabe der Prozeßführung ist es, während des gesamten Prozeßverlaufs die Trocknungsbedingungen an die jeweilige Trocknungssituation anzupassen. Zur Zeit werden zeit- und holzfeuchteabhängige Steuerungen eingsetzt, die Umluftklimabedingungen in der Kammer entsprechend einem vorgegeben Trockungsplan einstellen, es werden aber verschiedene weiterführende Ansätze zur Trocknungssteuerung z.B. die Erfassung und Berücksichtigung von Trocknungsspannungen diskutiert. Alle bisherigen Vorschläge zur Verbesserung der Trocknung befassen sich aber letzlich mit langfristigen Prognosen des Entfeuchtungsverhaltens. Inwieweit kuzzeitige Klimabweichungen oder Klimaschwingungen, wie sie z.B. durch unzureichendes Regelverhalten im Trockner entstehen können, den Trocknungsprozeß beeinflussen, war nicht bekannt. Daß solche Klimaabweichungen in der Praxis vorkommen, konnte Ressel (1989) durch Messungen in industriellen Kammern nachweisen und wird durch eigene Untersuchungen bestätigt.

Holzbearbeitung; Schnittholztrocknung Trocknungsverlauf Regelkreis Heizen Holzfeuchte Klimadaten Psychrometer kapazitive Luftfeuchtefühler Temperaturbestimmung Gleichgewichtsfeuchtefühler Klimaregler; VTIHTBP
Dokumentennummer: T2 93 346
Signatur: 54 8°13


64. Titel: Struktur- und Zuwachsuntersuchungen im immergrünen Feuchtwald der Fidschi-Inseln

Autor(en): Schröder, J.M.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [153 p.]
Publikationsjahr: 1992
Institut:Weltforstwirtschaft

Die seit einigen Jahren beschleunigt forstschreitende Zerstörung des einzigartigen autochthonen immergrünen Feuchtwaldes durch eine ungeregelte, nicht nachhaltige Exploitationswirtschaft führt zu immer drängenderen ökologischen, ökonomischen und sozioökonomischen Problemen auf den Fidschi-Inseln. Die noch verbliebenen Waldbestände des südpazifischen Einzelstaates können nur erhalten werden, wenn Erkenntisse aus der bisherigen Form der Bewirtschaftung gezogen werden, um auf ihnen aufbauend ein sowohl standortkonformes als auch bedürfnisorientiertes Nutzungskonzept effizient umzusetzen. - Ziel der Dissertation war es deshalb, die Auswirkung der bisher praktizierten Exploitationswirtschaft im immergrünen Feuchtwaldgebiet Fidschis zu untersuchen, um einen Vorschlag für ein naturnahes nachhaltiges Waldbaukonzept zu erarbeiten.

Waldbau; tropischer Feuchtwald Waldressourcen Nachhaltigkeit Zuwachssituation Bodeneigenschaften Stammzahlverteilungen Kronenformen Durchmesserzuwachs Grundflächenzuwachs Volumenzuwachs waldbauliche Bewirtschaftung; VTIWFW
Dokumentennummer: T2 93 124
Signatur: 53 8°279


65. Titel: Zur Stammanatomie der Rattanpalmen

Autor(en): Weiner, Gudrun
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [176 p.]
Publikationsjahr: 1992
Institut:Holzbiologie

Mit der Übernutzung der asiatischen Tropenwälder und ersten Engpässen bei der Beschaffung der sogenannten Rattan-Handelsarten entstand u.a. die Frage nach der Anatomie und Unterscheidung der Rattangattungen, um die auf wenige Handelsarten konzentrierte Nutzung zu intensivieren. - Eine Bestimmung der verschiedenen Rattangattungen und -arten erfolgte bisher nur anhand morphologischer Merkmale von Blattscheide. Blatt, Blüte und Frucht. Eine Unterscheidung geschälter Stämme der ca. 600 Arten anhand äußerer Merkmale ist kaum möglich. - Da über den allgemeinen Aufbau des Rattanstammes und seine histologischen Elemente bisher keine näheren Angaben vorliegen, wurden licht- und elektronenoptische Strukturanalysen an Stämmen verschiedener Arten aller Rattangattungen durchgeführt. Durch genauere Kenntnis anatomischer Merkmale sollten mögliche Kriterien der Gattungsunterscheidung gefunden und ihre taxonomische Wertigkeit geprüft werden. Darüber hinaus sind verbesserte Möglichkeiten der Erkennung von Rattangattungen oder -arten von erheblicher wirtschaftlicher Bedeutung. Strukturelle und histometrische Befunde sollten sodann die anatomischen Merkmale einer Handelsart durch den Vergleich von "Nichthandelsarten" herausarbeiten. - Der allgemeine Aufbau des Rattanstammes und seine histologischen Elemente wurden an insgesamt 401 Proben von 284 Arten der 13 Rattangattungen aus der Unterfamilie der CALAMOIDEAE untersucht.

Holzbiologie; Korthalsia Laccosperma Myrialepis Oncocalamus; Plectocomia Plectocomiopsis Calamus Calosphatha Ceratolobus Daemonorops Eremosphatha Pogonotium Retispatha Rattanpalmen natürliche Verbreitung Morphologie Mikroskopie anatomische Untersuchungen Epidermis Cortex Zentralzylinder Anastomosen Siliciumdioxid-Einlagerungen Raphidensäcke Thyllen Faserlängen Internodium Stammachse; VTIHTBB
Dokumentennummer: T1 92 1076
Signatur: 53 8°204


66. Titel: Die Herstellung von Gipsfaserplatten mit hohen Biegefestigkeiten

Autor(en): Schöler, M.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [175 p.]
Publikationsjahr: 1992
Institut:Holztechnologie/Holzchemie

Im Rahmen einer überwiegend empirisch-experimentellen Arbeit wurden die optimalen Herstellungsbedingungen für hochfeste Gipsfaserplatten auf der Basis von Altpapierfasern ermittelt. - Nach einem einführenden Teil, der sich mit der Auswahl der bestgeeigneten Faserrohstoffe und Gipse beschäftigte, wurde schwerpunktmäßig der Einfluss steigender Faseranteile und hoher Rohdichten auf die elastomechanischen Eigenschaften von Gipsfaserplatten untersucht. - Als bestgeeignete Rohstoffe zur Herstellung solcher hochfester Gipsfaserplatten erwiesen sich reiner Tageszeitungsfluff und ein sorgfältig aufgearbeiteter Steinkohle-REA-Gips von hoher mineralogischer Reinheit. - Im Zuge der Versuchsreihen mit steigenden Faseranteilen wurde das bis dahin übliche Verfahrensschema zur Herstellung von Gipsfaserplatten - Herstellung einer Trockenmischung aus Gips und Faserstoff und anschließende Befeuchtung - dahingehend umgestellt, dass die Fasern vorbefeuchtet und als Wasserträger zur Versorgung des Gipses mit dem notwendigen Abbindewasser benutzt wurden. - Mit dieser Verfahrenstechnik war es möglich, den Faseranteil bis auf ein Gips/Faser-Verhältnis von 1/1 zu steigern.

Dissertation VTIHTBC Verbundfaserplatten Verbundwerkstoffe Gipsfaserplatten Plattenherstellung Verfahrenstechnik
Dokumentennummer: T7 05 796
Signatur: 54 8°124


67. Titel: Einfluss holzartspezifischer Eigenschaften auf die elektrische Leitfähigkeit wichtiger Handelshölzer

Autor(en): Du, Q.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [211 p.]
Publikationsjahr: 1991
Institut:Holztechnologie/Holzphysik

Zahlreiche Arbeiten deuteten darauf hin, dass die elektrische Leitung im Holz eher ionisch als elektronisch ist. Die Meinungen darüber, wie der Stromtransport durch Holz im Einzelnen abläuft, gehen jedoch noch auseinander. - Unter Berücksichtigung aller bisher bekannten Leitungsmechanismen im Holz wurde im Rahmen der Arbeit ein Modell zur Beschreibung des elektrischen Widerstandes des Holzes in Abhängigkeit von den wesentlichen Einflussfaktoren Holzfeuchte, Temperatur und Rohdichte entwickelt, indem die Leitungstheorie für ionenkristalline Dielektrika auf Holz übertragen wurde. Anhand von zahlreichen Literaturquellen wurde der Kenntnisstand über die einzelnen Einflussfaktoren auf den elektrischen Widerstand aufgezeigt, indem die Ergebnisse verschiedener Arbeiten miteinander verglichen und einander gegenübergestellt wurden. Des Weiteren wurde versucht, mit Hilfe dieses Modells Hintergrund und Wirkungsweise dieser Faktoren zu klären.

VTIHTBP; Holzeigenschaften; Fagus sylvatica; Quercus robur; Picea abies; Pinus sylvestris; Shorea; Entandrophragma utile; Tectona grandis; elektrische Leitfähigkeit; Holzfeuchte; Rohdichte; chemische Zusammensetzung; Kernholz; Splintholz; Holzschutzmittel; Wärmebehandlung; Elektrodenart; Chromatographie; Holzarteneinfluss; Widerstand; Temperaturabhängigkeit
Dokumentennummer: T1 92 701
Signatur: 53 8°134


68. Titel: Untersuchungen zum chemischen Holzaufschluss schnellwachsender Laubholzarten nach dem Acetosolv-Verfahren

Autor(en): Simon, W.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [150 p.]
Publikationsjahr: 1991
Institut:Holztechnologie/Holzchemie

Das Acetosolv-Verfahren stellt eine Möglichkeit dar, Holz und Einjahrespflanzen schwefelfrei aufzuschließen. Dies gilt auch für Kiefernholz und extraktreiche Laubhölzer, die nach dem Sulfitverfahren nicht oder nur bedingt aufgeschlossen werden können. Als Aufschlusschemikalien dienen bei diesem Verfahren Essigsäure und ein Zusatz von Salzsäure. Der Aufschluss erfolgt bei Normaldruck, weshalb auf Druckgefäße verzichtet werden kann. - Die Aufschlusschemikalien können durch Destillation aus der Ablauge zurückgewonnen werden und stehen damit einer Wiederverwendung zur Verfügung. Das Acetosolv-Verfahren bietet dadurch die Möglichkeit der optimalen komplexen Verwertung des eingesetzten pflanzlichen Rohstoffes. Denn zusätzlich zur Zellstoffgewinnung können aus den beim Aufschluss in Lösung gegangenen Kohlenhydraten und Ligninabbauprodukten Wertprodukte gewonnen werden. - Aus Laubhölzern wie Birke, Aspe und Pappel mit einem hohen Anteil an Pentosen ergibt sich die Möglichkeit der Umwandlung der gelösten Xyloseanteile zu Furfural. - Beispielhafte Einsatzmöglichkeiten der gelösten Ligninanteile sind die Verwendungsbereiche als Dispersions-, Emulgier- oder Bindemittel bei Leim- und Kunstharzprodukten. - Bislang existieren keine Ergebnisse über Reihenuntersuchungen von schnellwachsenden Laubholzarten, die die chemische Zusammensetzung der Einzelprodukte nach dem Aufschluss zum Ziel hatten. In der Dissertation soll gezeigt werden, wie sich unterschiedliche Aufschlussbedingungen beim Acetosolv-Verfahren quantitativ und qualitativ auf die festen und gelösten Produkte auswirken. Dies wird umso wichtiger, wenn zur reinen Zellstoffproduktion auch eine wirtschaftliche Verwertung der gelösten Delignifizierungsprodukte kommen soll, die über eine rein thermische Umsetzung hinausgeht.

VTIHTBC; Populus robusta; Betula; Salix; Zellstoffherstellung; Essigsäureaufschluss; Hemicellulosen; Furfural; Ligninverwertung; Gutstoffausbeute; Kappazahlen; Weißgrad; Viskosität; Alkaliresistenz; Sulfitaufschlüsse; Sulfataufschlüsse; Aspe; Pappelklon P Muhle-Larsen
Dokumentennummer: T1 92 195
Signatur: 53 8°34


69. Titel: FTIR-spektroskopische Untersuchungen in wäßriger Phase zur Kontrolle von Zellstoffgewinnungsverfahren

Autor(en): Vogel Martinez, E.G.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [186 p.]
Publikationsjahr: 1991
Institut:Holztechnologie/Holzchemie

Mit der von Patt et. al. (1986) beschriebenen Methode zur Aufschlusskontrolle mit Hilfe der FTIR-Spektroskopie kann der Fortgang der Kochung durch direkte Messungen in der Kochflüssigkeit angezeigt werden. Das Ziel der Arbeit bestand darin, das FTIR-Verfahren für die Prozesskontrolle sowohl zur Herstellung der Aufschlusslösung als auch zur Analyse der Kochflüssigkeit weiterzuentwickeln. Die Absorptionsbanden von Lignin, Kohlenhydraten bzw. ihren Abbauprodukten und Aufschlusschemikalien von sauren und alkalischen Aufschlussverfahren wurden berücksichtigt und mit der Kappazahl im Zellstoff korreliert.

VTIHTBC; Prozessüberwachung Zellstofferzeugung Sulfatprozes Aufschlussverfahren Sulfitaufschluss FTIR-Spektroskopie Kraftlignin Lignosulfonate Holocellulose ASAM-Verfahren Weißlauge Kappazahl Klason-Lignin Acetosolv-Aufschlüsse IR-Spektroskopie Grundlagen
Dokumentennummer: T1 92 204
Signatur: 52 8°227


70. Titel: Ermittlung des biologischen und ökonomischen Ertrags vielseitig genutzter Baumarten in der Agroforstwirtschaft

Autor(en): Wolf, G.V.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [213 p.]
Publikationsjahr: 1991
Institut:Holzbiologie

In der Dissertation wurde untersucht, wie die biologischen und wirtschaftlichen Erträge von Holzgewächsen in agroforstlichen Systemen bewertbar sind. Folgende Fragen wurden behandelt: Werden die Baum- und Straucharten im agroforstlichen Systemen tatsächlich vielseitig genutzt und wenn ja, wie geschieht dies? Welche Erfahrungen hinsichtlich quantifizierbarer Erträge wurden dokumentiert? Mit welchen Methoden kann man vor und nachteilige Wechselwirkungen vielseitiger Nutzung erfassen, und wie ist der entstehende wirtschaftliche Ertag von vielseitig genutzten Baumarten (MPI) bewertbar? Ferner wurde der Frage nachgegangen, wie Ertragsdaten aus dem Umfeld kleinbäuerlicher Betriebe gesammelt und ausgewertet werden können. Folgende Abschnitte fassen die wesentlichen Erkenntnisse zusammen. - Daß die multiple Nutzung von Holzgewächsen in agroforstlichen Anbauverfahren erfolgt, wurde anhand einer umfassenden Litraturanalyse bestätigt. Stichprobenartige Beobachtungen des Verfassers während laufender Pojektarbeiten unterstützen dieses Ergebnis. Bei der Auswertung der in ICRAFs MPI Datenbank gespeicherten Daten aus Feldbeobachtungen ergab sich, daß hinsichtlich der Nutzung verschiedener Baumprodukte klare ökozonale Nutzungstrend erkennbar sind. So werden MPI nicht nur standortabhängig mit verschiedenen Anbauverfahren erhalten oder kultiviert, sondern auch unterschiedlich genutzt. Dieser Umstand erschwert die Konstruktion allgemeingültiger, produktorientierter Ertragstafeln und die Übertragbarkeit quantifizierter Beobachtungen in Bezug auf zu erwartende Erträge.

Agroforstwirtschaft vielseitig genutzte Baumarten Anbau ökologische Bewertung ökonomische Quantifizierung Erträge Datenerhebung Kleinbauernwald Ertragstafeln Stichprobenverfahren Ertragsbewertung Erfolgskontrolle; VTIHTBB
Dokumentennummer: T1 91 1148
Signatur: 52 8°129


71. Titel: Biologische, chemische und physikalische Eigenschaften frischen und gelagerten Holzes schwedischer Kiefern mit unterschiedlicher Kronenverlichtung

Autor(en): Steffen, A.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [362 p.]
Publikationsjahr: 1991
Institut:Holztechnologie/Holzphysik

Aufbauend auf mitteleuropäischen Untersuchungen zur Holzqualität beinhaltet die Dissertation eine universell verwendbare Beschreibung der Eigenschaften schwedischen Kiefernholzes. Mögliche Differenzen zwischen den Kiefern der verschiedenen Kronenverlichtungsstufen finden besondere Beachtung. Aufgrund der kritischen Haltung der schwedischen Holzindustrie zur Verarbeitung gelagerten Holzes behandelt diese Arbeit auch ausführlich die Holzqualität von Kiefernstämmen vor und nach Trockenlagerung bzw. Berieselung.

Pinus sylvestris; Schweden; Waldschadensforschung Krone Verlichtung Jahrringbreiten Feuchtegehalt Holzverfärbungen Imprägnierbarkeit CKB-Salzlösung extrahierte Kernphenole chromatographische Analyse elastomechische Eigenschaften Rohdichte; VTIHTBP
Dokumentennummer: T3 92 283
Signatur: 53 8°2


72. Titel: Experimentelle Untersuchungen zur Verwendung von schwefelfreier Lignin-AQ-Ablauge als Bindemittelsubstitut bei der Spanplattenherstellung

Autor(en): Knoblauch-Mayer, W.G.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [237 p.]
Publikationsjahr: 1991
Institut:Holztechnologie/Holzchemie

Das Ziel des Projektes war es, die Verwertungsmöglichkeit von schwefelfreier Lignin-AQ-Ablauge als Bindemittel in der Holzwerkstoffherstellung zu prüfen. - Aufgrund der bisherigen Erfahrung bei der Verwertung von Sulfitablauge in der Spanplattenindustrie (Pedersen-Verfahren, Karatex-Verfahren, Versuche bei der Fa. Homoplax, Fideris, Schweiz) schien der Einsatz von Ligninablauge als Bindemittelsubstitut durchaus erfolgsversprechend zu sein. - Das Projekt und demzufolge auch die erforderlichen Arbeiten orientierten sich sowohl in bezug auf die Zellstoff- als auch auf die Spanplattenherstellung an den Erfordernissen der industriellen Praxis, d.h. es sollten durch ein umweltfreundliches Verfahren gute Zellstoffqualitäten erzeugt und die dabei anfallenden Ablaugen von der Spanplattenindustrie verwertet werden. - Gesamtheitlich betrachtet sollte damit ein Beitrag zu einer verbesserten Ökobilanz der Nutzung von Holz geleistet werden.

Holzverwendung; Zellstoffherstellung Sulfitaufschluß Sulfataufschluß schwefelfreier Holzaufschluß Natronlauge-Anthrachinon Spanplattenherstellung Harnstoff-Formaldehyd-Harze Phenol-Fomaldehyd-Harze Isocyamat-Bindemittel Ligninablaugen Leime Bindemittelsysteme Ultrafiltration; VTIHTBC
Dokumentennummer: T3 92 950
Signatur: 53 8°197


73. Titel: Quantifizierung der Gerüstsubstanzen von Lignocellulosen durch analytische Pyrolyse - Gaschromatographie/Massenspektrometrie

Autor(en): Bremer, J.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [249 p.]
Publikationsjahr: 1991
Institut:Holztechnologie/Holzchemie

Die analytische Pyrolyse (Py) mit anschließender gaschromatographischer Trennung der thermischen Abbauprodukte (Py-GC) hat sich als mikroanalytisches Instrument zur Charakterisierung von komplex zusammengesetzten, unlöslichen polymeren Verbindungen, u. a. auch für Lignine und einzelne Polysaccharide, in vielen Untersuchungen bewährt. In Kombination mit einem Massenspektrometer (Py-GC/MS) können die Pyrolyseprodukte identifiziert und den Gerüstsubstanzen und ihren Komponenten zugeordnet werden. Die Quantifizierung der Pyrolyseprodukte kann mit einem Flammenionisationsdetektor (Py-GC/FID)vorgenommen werden. - Quantitative Auswertungen der Pyrolyseergebnisse von Lignocellulosen wurden bisher nicht publiziert. In der Dissertation wurde daher untersucht, ob die Py-GC/FID-Technik zur quantitativen Analyse der Gerüstsubstanzen des Holzes eingesetzt werden kann.

Holzbiologie;Biopolymer Holz; Hemicellulosen Lignin Cellulose akzessorische Bestandteile Pyrolyse thermische Analysenverfahren Aschegehalt Kohlenhydratzusammensetzung Monosaccharide Polysaccharide Polymerisationsgrad Lignocellulosen; VTIHTBC
Dokumentennummer: T1 92 198
Signatur: 53 8°21


74. Titel: Grenzbedingungen zur Tränkung des Fichtenholzes im Wechseldruck- Verfahren

Autor(en): Breyne, S.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [171 p.]
Publikationsjahr: 1991
Institut:Holzbiologie

Die Fichte ist eine der wichtigsten Baumarten Europas. Ihre guten technologischen Eigenschaften ermöglichen eine vielseitige holzwirtschaftliche Nutzung. Für eine Verwendung im Außenbereich muß sie jedoch wegen geringer natürlicher Dauerhaftigkeit chemisch geschützt werden. Da die Fichte schwer tränkbar ist, wurde in den 50er Jahren eine Wechseldruck-Tränkung mit schnellen Wechseln zwischen Vakuum und Druck innerhalb von Sekunden entwickelt, bei der die Druckführung mit der Tränkdauer verändert wird. Diese schnellen Druckwechsel sind technisch sehr aufwendig und haben nicht immer zu befriedigenden Ergebnissen geführt. - Die Dissertation hatte daher eine Optimierung der Wechseldrucktränkung zum Ziel. Für das theoretische Verständnis des Imprägnierverlaufs wurde eine Vorrichtung entwickelt zur Messung von Luft- und Wasserdruck im Holz. Ferner wurden Versuche mit enzymatisch behandeltem Holz durchgeführt, dessen Tüpfel mit Pectinasen verändert wurden. Bei Einwirkung von Luftdruck wurden 160, bei Einwirkung von Wasserdruck 122 Messungen durchgeführt. Auf der Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse aufbauend, wurden bei Tränkversuchen einzelne Parameter des Tränkdiagramms variiert, um ein energetisch günstiges, großtechnisch geeignetes Verfahren zur verbesserten Tränkung von Fichte zu entwickeln.

Holzschutz Picea abies; Dissertation; Wechseldrucktränkung Tränkdruck Tränkversuche Holzfeuchte Schutzsalzgehalt CKB-Salze Eindringtiefe Rohdichte Jahrringbreite Enzymbehandlung; VTIHTBB
Dokumentennummer: T3 92 579
Signatur: 53 8°66


75. Titel: Verfärbungen von Eichenkernholz und von Ilomba während der Trocknung und Entwicklung vorbeugender Schutzmaßnahmen

Autor(en): Hundt, H. Frhr. von
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [118 p.]
Publikationsjahr: 1990
Institut:Holzbiologie

Die wesentliche Aufgabe der Untersuchung war die Aufklärung der Ursachen der zwei im Eichenkernholz unabhängig voneinander auftretenden braunen und gelben Verfärbungsarten. Nach Kenntnis der auslösenden Reaktionsmechanismen sollten prophysikalische Schutzmaßnahmen zur Verhinderung untersucht werden. - Mit der gleichen Zielsetzung wurden zuvor gegen die in Rund- und Schnittholz der Tropenholzart Ilomba auftretende Verfärbung, deren Ursache inzwischen aufgeklärt ist, vorbeugende Schutzmaßnahmen entwickelt. Die daraus resultierenden Erfahrungen wurden für das zentrale Problem der Eichenholzverfärbung herangezogen.

Quercus rubra; Quercus petraea; Pycnanthus angolensis; Eiche; Ilomba; Verfärbungen; Kausalität; Trocknungsvorgang; physiologische Reaktionen; Kernholz; Braunfärbung; Holzqualität; Jahrringanalyse; Stammholz; Feuchteverteilung; Isoenzyme; VTIHTBB
Dokumentennummer: T1 91 77
Signatur: 51 8°185


76. Titel: Entwicklung, Variabilität und taxonomische Bedeutung der Rindenstrukturen von Quercus robur L. Ulmus glabra Mill. Populus tremula L. und Betula pendula Roth

Autor(en): Trockenbrodt, M.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [216 p.]
Publikationsjahr: 1990
Institut:Holzbiologie

Der Einsatz der Anatomie der Baumrinde im Arbeitsfeld der Pflanzentaxonomie bzw. der systematischen Botanik ist stark eingeschränkt durch den Mangel an Informationen über den diagnostischen Wert der rindenanatomischen Parameter. Eine Voraussetzung für die Beurteilung dieses Wertes ist die Klärung der Variationsmöglichkeiten der Rindenstruktur, d.h. der Variabilität bzw. Stabilität der Parameter innerhalb eines Individuums im Laufe seiner Entwicklung. - Daher erfolgten Untersuchungen an den ringporigen Laubhölzern Quercus robur L. (Eiche I-V) und Ulmus glabra Mill. (Ulme I) sowie an den zerstreutporigen Laubhölzern Populus tremula L. (Pappel I) und Betula pendula Roth (Birke I und II). Bei Eiche I, Ulme I sowie Birke I und II wurde die Wurzelrinde einbezogen. - Für die Darstellung der Ergebnisse war aufgrund der herrschenden Vielfalt und dem häufig widersprüchlichen Gebrauch rindenanatomischer Termini eine ausführliche terminologische Diskussion erforderlich.

Quercus robur Ulmus glabra; Populus tremula Betula pendula Dissertation rindenanatomische Untersuchungen Rindenstruktur Rinde Dicke Rhytidombildung Phloem Siebröhrenglieder Kristalle Periderm; VTIHTBB
Dokumentennummer: T2 90 162
Signatur: 51 8°155


77. Titel: Die Lembo-Kultur in Ost-Kalimantan - Ein Modell für die Entwicklung agroforstlicher Landnutzung in den Feuchttropen

Autor(en): Sardjono, M.A.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [212 p.]
Publikationsjahr: 1990
Institut:Weltforstwirtschaft

Die Lembo-Kulturen (der Begriff wurde vermutlich aus dem holländischen "Landbouw" abgeleitet) sind ein integraler Teil des wandernden Brandhackbaus und eine typische Form der "Haus- und Waldgarten-Systeme" im Rahmen der Agroforstwirtschaft. Als solche können sie in unmittelbarer Nähe der Wohnsitze (Haus-Lembos) oder auf ehemaligen Ackerflächen (Reisfeld-Lemboa) angelegt sein und verschiedene Übergangsformen vom Waldgarten zum Hausgarten i.e.S. erkennen lassen. Sie stehen immer im betrieblichen, oft auch unmittelbaren räumlichen Zusammenhang mit Ackerflächen oder Siedlungsgelände und bilden mit diesen Systemen, in denen die Lembos i.e.S. Wald- bzw. Bauminseln formen. - Bei den Erhebungen im Untersuchungsgebiet wurden 127 Arten nutzbarer bzw. genutzter Holzgewächse (Bäume/Sträucher = 90 %; Palmen, Bambus, Lianen = 10 %) festgestellt, von denen 55 % als wildwachsend, 23 % als semi-kultiviert und 22 % als kultiviert eingestuft wurden. 80 % dieser Arten kamen in den Waldgärten und nur 60 % in den viel stärker selektierten Hausgärten vor. Auf einer Fläche von nur 0,25 ha können dabei bis zu 40 verschiedene Holzarten wachsen, was auf die große Diversität hinweist. Hinzu kommt mit Sicherheit eine bedeutende intraspezifische Varianz. Als wichtigste Familien sind die Anacardiaceae, Bombacaceae, Dipterocapaceae, Euphorbiaceae, Meliaceae, Moraceae, Sapindaceae, Plamae, Rubiaceae und Bromeliaceae zu nennen. - Außer den Holzgewächsen finden sich in den Lembos Nutzpflanzen von mindesten 15 weiteren Familien. Wichtigste Haustiere sind Schweine und Hühner, Wildtierarten spielen sowohl für die Nutzung (Jagd, Fischfang, Honiggewinnung) als auch als Schädling eine Rolle im Ökosystem.

Agroforstwirtschaft Lembo-Kultur Ackerflächen Baumgärten wirtschaftliche Bedeutung ökologische Bedeutung Waldbau Tropenklima Nahrungsmittel Brennholz sozio-kulturelle Funktionen Nachhaltigkeit; VTIWFW
Dokumentennummer: T1 91 278
Signatur: 52 8°35


78. Titel: Aufschluss und Bleiche von Buchenholz (Fagus sylvatica L.) nach dem Acetosolv-Verfahren

Autor(en): Granzow, C.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [212 p.]
Publikationsjahr: 1990
Institut:Holztechnologie/Holzchemie

Das Ziel der Dissertation bestand darin, den Aufschluss und die Bleiche von Buchenholz (Fagus sylvatica, L.) nach dem Acetosolv-Verfahren weiterzuentwickeln. - Im ersten Teil der Arbeit wurden die Aufschlußparameter Salzsäurekonzentration, Essigsäurekonzentration und Kochzeit im Hinblick auf die Herstellung vollgebleichter Papierzellstoffe optimiert sowie die Rohstoffparameter Rindenanteil und Hackschnitzelgröße untersucht. - Für die Aufschlüsse wurde eine neue Labormethode entwickelt, die aus einen diskontinuierlichen Aufschluß und anschließender kontinuierlicher Extraktion des Zellstoffes mit heißer Essigsäure besteht. - Im zweiten Abschnitt der Arbeit wurden Möglichkeiten einer umweltfreundlichen Bleiche des Buche-Acetosolv-Zellstoffs unter Einsatz von Peressigsäure und/oder Ozon in der Vorbleiche untersucht.

Fagus sylvatica Dissertation Buche Zellstoffaufschluß ACETOSOLV-Verfahren (Essigsäurezellstoffaufschluß) Aufschlußvarianten Essigsäureaufschluß clorfreie Bleiche Peressigsäurebleiche Ozonbleiche Ligninfraktion Zellstoff Eigenschaften vergleichende Untersuchungen; VTIHTBC
Dokumentennummer: T1 91 743
Signatur: 51 8°280


79. Titel: Reaktionskinetik und Ablaugenuntersuchung zum alkalischen Sulfitaufschluß mit Anthrachinon und Methanol (ASAM)

Autor(en): Knoblauch, J.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [209 p.]
Publikationsjahr: 1990
Institut:Holztechnologie/Holzchemie

Das Ziel der Dissertation ist die Beschreibung der Reaktionkinetik des ASAM-Aufschlusses, speziell der Delignifizierung. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Untersuchung der Ablaugen zur Charakterisierung des herausgelösten Lignins und der Kohlenhydrate. Außerdem sollte der Verbrauch der anorganischen Kochchemikalien sowie die Wirkungsweise des Methanols im Aufschlußprozeß untersucht werden.

Papierherstellung Zellstofferzeugung ASAM-Verfahren Organosolv-Verfahren Sulfitverfahren chemische Reaktionen Ablauge Zusammensetzung Lignosulfonate Versuchsvarianten Umweltschutz spektroskopische Untersuchungen; VTIHTBC
Dokumentennummer: T1 90 1900
Signatur: 51 8°80


80. Titel: Untersuchung über die Eignung einiger Tropenholzarten, insbesondere aus Indonesien, zur Herstellung gipsgebundener Spanplatten

Autor(en): Kasim, A.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [161 p.]
Publikationsjahr: 1990
Institut:Holztechnologie/Holzchemie

Die Messung der elektrischen Leitfähigkeit von Wasserextrakten aus 52 Holzarten wird zur Bestimmung der relativen Hydratationszeit bei der Abbindung eines Gips-Wasserextraktgemisches angewendet. Die neu entwickelte Methode mit einer modifizierten Zündkerze als Elektrode erfordert für eine Messung nur 1 g Gips und 0,5 ml Anmachwasser. Der Wasserextrakt aus 5 Holzarten verusacht eine sehr starke, aus 10 eine starke, aus 27 eine mittelmäßige und aus 10 Holarten eine schwache Verzögerung der Gipsabbindung. Zwischen den relativen Hydratationszeiten und dem pH-Wert der Wasserextrakte besteht dagegen keine Korrelation. Die einfach zu bestimmende elektrische Leitfähigkeit des Wasserextraktes einer Holzart kann als Maß für die Verträglichkeit mit Gips verwendet werden.

Hevea brasiliensis; Dissertation gipsgebundene Spanplatten Herstellungsverfahren Festigkeitseigenschaften Druckfestigkeit Scherfestigkeit Hydratationszeit Wasserextrakte Preßzeit; VTIHTBC
Dokumentennummer: T1 90 401
Signatur: 51 8°119


81. Titel: Aufbau und Anwendung der Dendrochronologie für Eichenholz in Polen

Autor(en): Wazny, T.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [213 p.]
Publikationsjahr: 1990
Institut:Holzbiologie

Die Dendrochronologie in Polen hat eine über 40jährige Tradition. Aber die bisherigen Untersuchungen konzentrierten sich vorwiegend auf dendroklimatologische Fragen und bezogen sich auf Nadelholz. Die Ziele der Arbeit waren: (1) die Erarbeitung der dendrochronologischen Grundlagen für Eiche, (2) der Aufbau einer vieljährigen Chronologie für die Datierung von kulturhistorischen Objekten, sowie (3) die Auswertung der Eichenchronologie in klimatischer Hinsicht. - An rezenten Eichen auf 16 über Polen verteilten Standorten wurden Stärke und Reichweite des dendrochronologischen Signals untersucht. Die statistischen Merkmale der Jahrringfolgen sind ähnlich denen für die Eichen in Mittel- und Westeuropa. In den letzten Jahren hat die Intensität des dendrochronologischen Signals in vielen Fällen, besonders in älteren Beständen, abgenommen. Einige Informationen über die Reaktionen der Bäume wurden aus sog. Weiserjahren abgelesen.

Quercus; Eiche; Dendrochronologie bauhistorische Objekte kunsthistorische Objekte Datierungsarbeiten Klimadaten Klimarekonstruktion Datierung Beispiele vergleichende Untersuchungen; VTIHTBB
Dokumentennummer: T1 90 2670
Signatur: 51 8°215


82. Titel: Forest structure as an ecological indicator: a comparative analysis of forest stands in Sarawak, Brunei, and South China. Waldstruktur als ökologischer Indikator: Eine vergleichende Analyse von Waldbeständen in Sarawak, Brunei und Südchina

Autor(en): Huang-Wolff, J.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [93 p.]
Publikationsjahr: 1990
Institut:Weltforstwirtschaft

Natural, mature forest vegetation stands of pristine forests in Sarawak/Malaysia and Brunel and in tropical South China were compared to test if they would structurally and ecologically form a consistent population, and further to quantify the variations of forest structure along the gradients of latitude, altitude and soil, and to study the variation within the forests. Such information would also provide a basis for harmonizing system modelling for various purposes in forest research and management and for the application of unified models in regional research networks, such as the network of tropical rainforest research sits in the ASEAN Region. For this purpose of structure analysis, various mathematical methods were adopted, such as spreadsheet, diversity index, and ordination, which permit the characterization of forest vegetations by structural features.

Naturwald Bestände Urwald Sarawak Brunei Guangdong Hainan Südchina Vergleich Waldstruktur Standortsbedingungen Waldformation Einheitlichkeit Untersuchung Strukturveränderungen Parameter Gradienten standortsbedingte Unterschiede Vegetation Zusammensetzung; mathematische Methoden; Strukturanalyse; alte neue Datensätze; Bestandesparameter Informationsdaten Basis Waldwachstumsmodelle Anwendung Ökosystemforschung; VTIWFW
Dokumentennummer: T2 91 643
Signatur: 52 8°59


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