Zentrum Holzwirtschaft an der Universität Hamburg
Universität HH Zentrum Holzwirtschaft Literatur-Datenbank Abschlussarbeiten Sitemap English content Feel free to contact us RSS
Neuer Webauftritt
Literatur-Datenbank
Übersicht
Suche
Abschlussarbeiten
Literatur-Datenbank
Tool zum Auffinden alter Abschlussarbeiten der Holzwirtschaft
Literatur-Datenbank
AlleBachelorarbeitenDiplom-/MasterarbeitenDissertationen

-->Zur Auswahl auf einen Zeitraum klicken<--




1. Titel: In-situ-Untersuchungen des Rohdichteprofils von Holzwerkstoffen am Beispiel von MDF

Autor(en): Gruchot, M.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [441 p.]
Publikationsjahr: 2009
Institut:Holztechnologie/Holzphysik

Ziel der Arbeit ist es, erstmalig die kontinuierliche Entwicklung des Rohdichteprofils während des Heißpressvorgangs über die gesamte Plattendicke zu verfolgen. Dazu wurde eine Verdichtungseinheit entwickelt, die an einen Röntgenscanner angepasst und in diesen eingebaut wurde. Die Probenkörper in der Verdichtungseinheit haben einen Durchmesser von 50 mm. Mit einer flächenmassen- und feuchteabhängigen Kalibrierfunktion werden die Dichtewerte aus den Messdaten des Röntgenscanners ermittelt. Die Korrektur der Massenschwächungskoeffizienten mit der Flächenmasse ist durch die Verwendung polychromatischer Röntgenstrahlung notwendig. Die Feuchte zeigt in den Kalibrierfunktionen einen geringeren Einfluss auf den Massenschwächungskoeffizienten als die Flächenmasse. In Verdichtungsversuchen, die teilweise auch einen Nachverdichtungsschritt enthalten, wurde die Entwicklung des Rohdichteprofils im Heißpressvorgang aufgezeichnet. Während der Verdichtungsphase bildet sich deutlich das charakteristische Rohdichteprofil mit den Dichtemaxima in den Deckschichten und einer nahezu homogenen Mittelschicht aus. Die Entwicklung des Rohdichteprofils wird stark vom sich ausbildenden Temperaturprofil, das mit Thermoelementen in der Matte bestimmt wurde, beeinflusst. In der anschließenden Haltephase ist auffallend, dass unmittelbar nach dem Erreichen der Solldistanz noch größere Dichteänderungen in den oberflächennahen Schichten auftreten. Diese sind mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Bewegungen einzelner Partikel zurückzuführen. Im weiteren Verlauf der Haltephase kommt es besonders in einem Bereich von 100 s nach Beginn des Heißpressvorgangs zu deutlichen Dichteänderungen in Deck- und Mittelschicht, die zum großen Teil auf eine Feuchtebewegung durch den konvektiven Feuchtetransport in der Partikelmatte zurückzuführen sind. Auffallend sind die qualitativ sehr ähnlichen Formen der Rohdichteprofile direkt nach Erreichen der Solldistanz in der Haltephase und unmittelbar vor Ende des Heißpressvorgangs. Durch die Nachverdichtungsschritte wurde ein Dichteplateau in der Mitte des Plattenquerschnittes erzeugt, das kein deutliches Minimum aufweist.

Mitteldichte Faserplatten; Herstellungsprozess; Heißpressvorgang; Holzwerkstoffmatten Permeabilität; Rohdichteprofil; Holzwerkstoffeigenschaften; Simulationsmethoden; radiometrische Messmethoden; VTIHTBP
Dokumentennummer: T1 11 96
Signatur: 72 4°4


2. Titel: Temporäre Inhibierung mikrobieller Verfärbungen an saftfrischem, hitzebehandeltem Kiefern-Schnittholz (Pinus sylvestris L.) vor der Trocknung

Autor(en): Lambertz, G.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [191 p.]
Publikationsjahr: 2009
Institut:Holztechnologie/Holzphysik

Gemäß dem internationalen Standard für phytosanitäre Maßnahmen ISPM Nr. 15 ist eine Hitzebehandlung derzeit die einzige Methode, um eine Verschleppung und Ausbreitung von fremdländischen Schadorganismen durch Holzverpackungsmaterial auf umweltfreundliche Weise zu vermeiden. Im Zuge einer rein phytosanitären Hitzebehandlung - ohne weitere Trocknung - kommt es jedoch zu einer extrem gesteigerten Anfälligkeit des Materials gegenüber Schimmel und Bläue. - Im Rahmen dieser Arbeit ist es gelungen, verschiedene chemische Veränderungen im Holz nach einer Hitzebehandlung zu detektieren, welche sich positiv auf den Metabolismus der Pilze auswirken und infolgedessen eine gesteigerte Affinität begründen. Neben einer signifikanten Absenkung des pH-Wertes des Holzes konnte gleichzeitig eine signifikante Zunahme an freien Zuckern und lipophilen Inhaltsstoffen festgestellt werden.

VTIHTBP; Holzschutzbehandlung; Nadelschnittholz; Kiefernholz; Hitzebehandlung; mikrobielle Verfärbungen; fungistatische Mittel; Carbonatbehandlung; Holztrocknung
Dokumentennummer: T7 11 576
Signatur: 72 4°50


3. Titel: Regionalisierung der Aufkommens- und Verwendungspotenziale von Nadelstammholz in Deutschland

Autor(en): Hedden, H.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [252 p.]
Publikationsjahr: 2009
Institut:Ökonomie der Forst- und Holzwirtschaft

Dispan et. al. (2008) formulieren für die zukünftige Entwicklung in der Holzwirtschaft so genannte Schlüsselfaktoren. Sie werden das Geschehen bestimmen und erheblichen Einfluss auf sämtliche Branchen der Holzwirtschaft nehmen: 1) Nachfrageentwicklung der stofflichen Holznutzung; 2) Nachfrageentwicklung der energetischen Holznutzung; 3) Holzverfügbarkeit; 4) Energiepreisentwicklung; 5) Innovationsfähigkeit. - Die Arbeit stellt mit dem Modell der regionalen Rohstoffverteilung auf volkswirtschaftlicher Ebene einen Ansatz dar, fundierte Antworten auf Fragen im Bereich der Nachfrageentwicklung stofflicher Holznutzung und Holzverfügbarkeit zu geben. Durch die Analyse von Aufkommen, Verwendung, logistischen Einflussfaktoren und ihrer Modellierung wird die Darstellung von Potenzialen und Knappheiten auf regionaler Ebene in Deutschland möglich.

Dissertation VTIOEF Stammholzaufkommen Baumartengruppen Fichtenholz Kiefernholz WEHAM Holzaufkommensmodellierung Holzlogistik Holztransport Holzwirtschaft Transportkosten Stammholzverwendung Verwendungsmöglichkeiten Aufkommenspotenzial Verwendungspotenzial
Dokumentennummer: T7 09 309
Signatur: 70 4°4


4. Titel: Herstellung von Halb- und Vollzellstoffen aus Eucalyptus globulus Labill. und Eucalyptus nitens Maiden aus Chile mit alkoholischen Sulfitlösungen

Autor(en): Pereira, M.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [162 p.]
Publikationsjahr: 2009
Institut:Holztechnologie/Holzchemie

Ein Ziel der Arbeit war es, mit dem ASA-Verfahren Vollzellstoffe aus chilenischem E. globulus und E. nitens herzustellen, deren Ausbeute, Weißgrad und physikalische Eigenschaften mit Kraft-Zellstoffen vergleichbar sind. Dafür war es erforderlich, das ASA-Verfahren zu optimieren und die Wirkungsweise der Aufschlussparameter (Temperatur, Chemikalieneinsatzmenge und Aufschlussdauer) sowie die Aufschlussdurchführung auf Grundlage der Ergebnisse zu untersuchen. Diese Aufgabe wurde im ersten Teil dieser Arbeit für E. globulus mit Hilfe eines statistischen Versuchsprogramms durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass sich das ASA-Verfahren sowohl für den Aufschluss von E. globulus als auch E. nitens eignet. Im Vergleich zum Kraft-Zellstoff weisen die hergestellten ASA-Zellstoffe von E. globulus und E. nitens ähnliche Festigkeiten auf und erreichen nach einer TCF-Bleichsequenz ähnliche Weißgrade. Durch das ASA-Verfahren wurde gegenüber dem Kraftverfahren eine um ca. 2 % höhere Ausbeute erzielt.

Dissertation VTIHTBC Halbzellstoffproduktion Vollzellstoffproduktion ASA-Verfahren Kraft-Verfahren alkalische Sulfitlösung neutrale Sulfitlösung Zellstoffvergleich Holzaufschluss
Dokumentennummer: T7 09 313
Signatur: 70 4°11


5. Titel: Auswirkungen verschiedener Lagerungsbedingungen auf die Qualität von Fichtenschleifholz

Autor(en): Winter, H.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [165 p.]
Publikationsjahr: 2009
Institut:Holztechnologie/Holzchemie

Fichtenrundholzabschnitte, die mittels verschiedener Methoden gelagert wurden, sowie daraus produzierte Holzschliffe wurden analysiert. Dabei wurden die Lagerungsvarianten ungeschützte Lagerung im Wald (UW), ungeschützte Lagerung auf der Freifläche (UF), Nasskonservierung (NK), Folienabdeckung (FA) und Folienkonservierung (FK) untersucht. Zusätzlich zur Lagerung in Rinde (i) wurden die Varianten NK, FA und FK auch ohne Rinde (o) durchgeführt.

Dissertation VTIHTBC Fichtenindustrieholz Faserstoffproduktion Holzlagerung Lagerungsbedingungen Holzfeuchte Holzchemie Holzqualität Schleifholzqualität
Dokumentennummer: T7 09 1274
Signatur: 70 4°40


6. Titel: Extrapolation von Landschaftsveränderungen anhand der Kombination multitemporaler Untersuchungen von Landbedeckungsklassen mit einem moving-window-Ansatz

Autor(en): Köhler, R.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [219 p.]
Publikationsjahr: 2009
Institut:Weltforstwirtschaft

Der Bedarf an naturräumlichen Ressourcen ist in den letzten Jahrzehnten deutlich gestiegen, was sich u. a. in der Dynamik der Flächennutzung widerspiegelt. Der Wandel von Landbedeckung und Landnutzung ist ein Indikator für großflächige Veränderungen von Ökosystemen. Um natürliche Prozesse besser verstehen zu können und die Auswirkungen menschlicher Aktivitäten zu kontrollieren, sind Informationen über den Zustand der Umwelt und über die Veränderungen dieses Zustandes erforderlich. - In neun Testgebieten wurden Landbedeckungsveränderungen im Zeitraum 1950 bis 2000 mittels der Interpretation historischer Luftbilder untersucht. Die Analyse der Flächenveränderungen auf Basis von modifizierten CORINE-Land-Cover- Klassifizierungsregeln wurde durch Indikatoren erweitert, welche die Zusammensetzung der Landschaft quantitativ beschreiben. Neben Flächenbudgets und klassischen Landschaftsstrukturmaßen kamen dabei Häufigkeitsuntersuchungen zum Einsatz, die die Landschaftsveränderungen in Abhängigkeit von Reliefparametern, Distanzen und der Nachbarschaft von Landbedeckungspatches betrachteten. Da die großflächige Untersuchung von Landbedeckung mit dem Anspruch an einen hohen Detaillerungsgrad aufwändig und kostenintensiv ist, wurde die Möglichkeit der Extrapolation von Landschaftsveränderungen mittels eines moving-window-Ansatzes getestet. Auf die Nutzung von externen Daten und prozess-basierten Modellierungsregeln wurde bewusst verzichtet, um ein Werkzeug für die Extrapolation von Landschaftsveränderungen zu schaffen, das ausschließlich auf quantitative, räumliche Landbedeckungsinformationen angewiesen ist.

Dissertation VTIWFW Veränderungen Landschaft Landschaftswandel Landbedeckung Landnutzung Landschaftsstrukturmaße statistische Analysen Luftbildinterpretation Flächenveränderungen
Dokumentennummer: T7 09 1395
Signatur: 70 4°42


7. Titel: Water prehydrolysis of Eucalyptus globulus: Formation of lignin-derived precipitates that impair the extraction of hemicelluloses

Autor(en): Leschinsky, M.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [vp.]
Publikationsjahr: 2009
Institut:Holztechnologie/Holzchemie

Autohydrolysis reactions of wood were studied with regard to conditions applied in a prehydrolysis kraft process. Emphasis was placed on the investigation of the reactions of lignin leading to the formation of insoluble components and scaling during water prehydrolysis and during handling of the prehydrolysate. Scaling represents a major problem for the extraction of valuable hemicellulose degradation products from the prehydrolysate.

Dissertation; VTIHTBC; Wasser-Prä-Hydrolyse; Eukalyptus; Ausfällung Lignin-Derivate; Extraktion Hemicellulos
Dokumentennummer: T7 09 1616
Signatur: 70 4°57


8. Titel: The suitability of Dendrocalamus asper Backer of oriented strand lumber

Autor(en): Malanit, P.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [151 p.]
Publikationsjahr: 2009
Institut:Holztechnologie/Holzphysik

Ziel der Arbeit war die Bestimmung der grundlegenden Eigenschaften von einer asiatischen Bambusart, Dendrocalamus asper Backer, sowie ihrer Eignung, als Rohstoff zur Herstellung von Furnierstreifenplatten (Oriented Strand Lumber - OSL) Verwendung zu finden. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die makroskopischen Eigenschaften von D. asper in Abhängigkeit von der Halmhöhe ändern. Der äußere Internodiumsdurchmesser und die Wanddicke nehmen graduell mit der Höhe des Halmes ab. Die Länge der Internodien steigt zunächst vom unteren bis zum mittleren Teil des Halmes an und fällt im oberen Bereich ab. Die physikalischen Eigenschaften verändern sich ebenfalls in Abhängigkeit zur Höhe des Halmes, wobei die Rohdichte mit zunehmender Halmhöhe ansteigt. Die Dimensionsstabilität in longitudinaler Richtung ist größer als im Querschnitt. Die Dimensionsstabilität in radialer Richtung wie auch die Wasseraufnahme hängen in hohem Maße von der Rohdichte ab. Die Bambussart, D. asper, besitzt hohe Festigkeiten. Es zeigt sich, dass die mechanischen Eigenschaften wie Bruchmodul, Elastizitätsmodul und Druckfestigkeit senkrecht zur Faserrichtung veränderlich mit der Position im Halm sind und signifikant von der Rohdichte abhängen. Demgegenüber ist die Scherfestigkeit parallel zur Faser nicht von der Rohdichte abhängig und die Werte unterliegen nur geringen Schwankungen längs der Halmachse.

Dissertation; VTIHTBP; Dendrocalamus asper; Bambus; OSL; LSL; Intrallam; Langspanholz; Festigkeit; Holzwerkstoff; Bambuseigenschaften; forstliches Nebenprodukt; Eigenschaftsprüfungen
Dokumentennummer: T7 09 1617
Signatur: 70 4°58


9. Titel: Molekulare Grundlagen von Verfärbungsprozessen im Holz der Robinie (Robinia pseudoacacia L.): Genexpressionsstudien an Schlüsselgenen der Flavonoidsynthese

Autor(en): Lange, H.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [174 p.]
Publikationsjahr: 2009
Institut:Holzbiologie

Verfärbungsprozesse in der verholzten Sprossachse von Bäumen treten zum einen konstitutiv in Form der Kernholzbildung auf, zum anderen werden sie induziert durch Verwundung und Pathogenbefall des Xylems und äußern sich in der Ausbildung von verfärbten Reaktionszonen. Diese Prozesse beruhen auf Stoffwechselleistungen des Xylemparenchyms und sind verbunden mit der Aktivierung von Enzymsystemen, die die Synthesen der farbgebenden Verbindungen katalysieren. Die Phenylalanin-Ammonium-Lyase (PAL), das einleitende Enzym des Phenylpropanstoffwechsels, und die Chalkon-Synthase (CHS), das einleitende Enzym der Flavonoidsynthese, nehmen bei diesen Verfärbungsprozessen eine Schlüsselposition ein. Voraussetzung für die Umstellung des Stoffwechsels im Zuge der Verfärbungsprozesse ist die Aktivierung der für die beteiligten Enzyme codierenden Gene. Am Beispiel der Robinie (Robinia pseudoacacia L.), einer Baumart mit obligater Farbkernbildung, wurde die Expression von PAL- und CHS- Genen in diesen Verfärbungszonen, sowie im übrigen (unverfärbten) Splintholz während der Vegetationsperiode untersucht. Dazu wurden die in Multigenfamilien organisierten PAL- und CHS-Gene kloniert und sequenziert und auf diese Weise vier PAL-Gene (RpPALI, 2, 3 und 4), und sechs CHS-Gene identifiziert (RpCHSI, 2, 3, 4, 5 und 6). Diese wiesen ein hohes Maß an Sequenzkonservierung in der codierenden Region auf. Basierend auf den stärker divergierenden 3'- untranslatierten Regionen wurden genspezifische Primer (GSPs) für jeweils vier PAL- und vier CHS-Gene konstruiert. Mit Hilfe der GSPs wurde durch semiquantitative RT-PCR und durch Real-Time PCR die Expression von RpPALI-4 und von RpCHS3-5 in den betreffenden Xylemgewebeabschnitten analysiert.

Robinienholz; Holzverfärbungen; Farbkernbildung; Kernholzbildung; Xylemparenchym; Genexpressionsmuster; PAL-Gene; CHS-Gene; Verwendung; Schädlingsbefall; Pathogenbefall; Dissertation; VTIHTBB
Dokumentennummer: T1 10 147
Signatur: 70 4°45


10. Titel: Empirische Erhebungen im Holzrohstoffmarkt am Beispiel der neuen Sektoren Altholz und Großfeuerungsanlagen

Autor(en): Weimar, H.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg = Sozialwissenschaftliche Schriften zur Forst- und Holzwirtschaft [v. 9, 253 p.]
Publikationsjahr: 2009
Institut:Ökonomie der Forst- und Holzwirtschaft

Ziel der Arbeit war es, einerseits fehlende Daten für den Holzrohstoffmarkt zu liefern, andererseits ein geeignetes Vorgehen für die fortlaufende Beobachtung von neuen Wirtschaftssektoren aufzuzeigen. Zu diesem Zweck wurden exemplarisch die Sektoren Altholz und Großfeuerungsanlagen untersucht. Für die empirischen Erhebungen wurde das Verfahren der Vollerhebung gewählt, da es die genauesten Ergebnisse ermöglicht, die als Grundlage und Orientierung für weitere Erhebungen dienen können.

Holzmarkt; Holzrohstoffmarkt Marktentwicklung Altholz Großfeuerungsanlagen Marktanalyse Dissertation VTIOEF
Dokumentennummer: T1 08 1530
Signatur: Z 8°2654


11. Titel: Untersuchungen zur Exzision und zielgerichteten Integration in Weizen (Triticum aestivum L.) und Zitterpappelhybriden (Populus tremula L. x P. tremuloides) mit dem FLP/FRT-Rekombinationssystem

Autor(en): Schenk, T.M.H.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [105 p.]
Publikationsjahr: 2008
Institut:Forstgenetik

Bei der Herstellung von transgenen Pflanzen im Rahmen der Resistenzforschung aber auch für andere Fragestellungen werden Markergene zur Selektion eingesetzt. Da diese jedoch nach ihrer Selektion keine Funktion mehr ausüben, erscheint es nicht nur im Hinblick auf die biologische Sicherheit transgener Pflanzen sinnvoll, diese nach ihrer Verwendung wieder zu entfernen. Darüber hinaus schränkt die EU-Richtlinie 2001/18I/EG die Freisetzung von transgenen Pflanzen, die Antibiotikaresistenzmarker enthalten, ein bzw. verbietet deren kommerzielle Zulassung bei Verwendung von Resistenzgenen humanmedizinisch relevanter Antibiotika. Neben der Exzision solcher Markergene ist auch die zielgerichtete Integration von Transgenen ein großes Ziel aktueller Forschungen. Da der Insertionsort eine entscheidende Rolle für die Transgenstabilität und -expression ausübt, ist es gerade für langlebige Bäume wie der Zitterpappel wichtig, Transgene an Positionen im Genom zu integrieren, die sich in Voruntersuchungen als geeignet erwiesen haben. Da sich durch eine zielgerichtete Integration außerdem mögliche Mutationen durch die Insertion des Transgens in kodierende Genombereiche oder unerwünschte Positionseffekte vermeiden lassen, wäre die Etablierung einer solchen Methode von großem Wert. - Im Rahmen dieser Arbeit konnte erfolgreich eine Methode zur Eliminierung von Markergenen sowie zur zielgerichteten Integration von Transgenen mit Hilfe des FLP/FRT-Rekombinationssystems aus Hefe in Weizen (Triricurn aestivum L.) und Zitterpappelhybriden (Populus tremula L. x P. tremuloides) etabliert werden.

Transgene Nutzpflanzen zielgerichtete Integration Positionseffekte Markergeneliminierung Rekombinationssysteme Exzision Pflanzenmaterial Transformation Gentechnik Dissertation VTIFG
Dokumentennummer: T1 09 1342
Signatur: 70 4°60


12. Titel: Evaluierung alternativer Stichprobenkonzepte für die Bundeswaldinventur

Autor(en): Riedel, T.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [201 p.]
Publikationsjahr: 2008
Institut:Weltforstwirtschaft

In den letzten Jahrzehnten haben sich in vielen Ländern Inventurverfahren etabliert, bei denen nicht nur terrestrisch Daten erhoben werden, sondern es wurden im Zuge der zunehmenden Operationalität von Fernerkundungssystemen auch luft- bzw. satellitengestützte Sensorsysteme für die Informationsgewinnung genutzt, so z. B. in Finnland, Italien, Schweden und der Schweiz. - Ein solches Verfahren ist somit auch für die Bundeswaldinventur interessant. Aus diesem Grund wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) das BMBF-Projekt: "Bundeswaldinventur - Weiterentwicklung des Inventurverfahrens durch Integration von Fernerkundungsdaten (WEI-BWI) initiiert. Das Projekt gliederte sich in drei Bereiche. Der erste diente zur Erstellung von sog. Waldmasken auf Basis spektraler Analysen zweier Satellitensysteme. Im zweiten Teil sollten die Möglichkeiten für Zwischeninventuren durch Veränderungen in der Fernerkundungsphase und unter Fortschreibung der terrestrischen Inventurdaten abgeschätzt werden. - Innerhalb des dritten Projektteiles entstand die Arbeit, in der gängige und praxistaugliche Inventurverfahren unter Verwendung satellitenbildgestützter Informationen beschrieben und erläutert werden. Solch ein Verfahren sollte Kleingebietsschätzungen zulassen, als auch hinreichend genaue Schätzungen für nichtmetrische Daten ermöglichen. Aus der Diskussion der vorgestellten Verfahren werden Folgeinventurkonzepte für die Bundeswaldinventur entwickelt, welche mit dem bestehenden System kompatibel sind, um einerseits ein möglichst hohes Maß an Kontinuität zu gewährleisten, sich andererseits aber in ihrer statistischen Effizienz, Durchführbarkeit und Kosteneffektivität unterscheiden.

BWI Forstinventur Stichprobenauswahl Inventurverfahren Stichprobenverfahren Grauwertanalyse Fernerkundung Regressionsschätzverfahren stratifizierte Schätzverfahren Kosten Optimierung Dissertation VTIWFW
Dokumentennummer: T1 09 193
Signatur: 70 4°2


13. Titel: [Verwendung von objektiven Daten für eine multi-temporale Analyse von Habitatverfügbarkeits-Indizes zum Biodiversitäts- Monitoring - Eine Fallstudie für Schlüsselarten-Beispiele Roter Milan (Milvus milvus) und Schwarzstorch (Ciconia nigra)]

Autor(en): Kenter, B.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [218 p.]
Publikationsjahr: 2007
Institut:Weltforstwirtschaft

The study describes the potential of various habitat suitability indices (HSI) using remotely sensed data (Landsat 5 and 7) and other mapped information in digital format for the characterization and monitoring of rare species habitats at the landscape level over time. The main focus was to develop a flexible and open system for habitat monitoring which allows a pragmatic overview of habitat development for a rare or umbrella species without field assessments, or with very limited field assessments. Habitat suitability is derived by a modelling approach that integrates objective information of natural conditions. Areas of habitat loss and habitat gain can be identified by modelling habitat suitability for different occasions. In addition the model can be used to predict the effect of human induced changes on the environment and on habitat suitability.

Dissertation VTIWFW biologische Vielfalt; Biodiversitätsmonitoring Landschaftsanalyse Fernerkundung Wildtiermonitoring Habitat-Konzept Habitatverfügbarkeitsindex Habitat Suitability Index (HSI) Modellierung Gabelweihe Schwarzstorch Home Range Aspect
Dokumentennummer: T7 08 28
Signatur: 68 4°125


14. Titel: Verhalten von nach neuen thermischen Modifikationsverfahren behandelter Fichte und Kiefer unter besonderer Berücksichtigung der Dauerhaftigkeit gegenüber holzzerstörenden Mikroorganismen

Autor(en): Welzbacher, C.R.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [391 p.]
Publikationsjahr: 2007
Institut:Holzbiologie

Ein Schwerpunkt der Arbeit war es, ein umfassendes Eigenschaftsbild von im industriellen Maßstab hergestellten thermisch modifiziertem Holz ["thermally modified timber" (TMT)] zu erstellen. Der Bedarf hierfür ergab sich aus stark variierenden Produkteigenschaften der derzeit in Europa industriell produzierten TMT-Sortimente, die, verstärkt durch gegensätzliche Produktinformationen konkurrierender Hersteller, zur Verunsicherung der Verbraucher führen. - Deshalb wurde zum ersten Mal TMT aus industrieller Produktion der vier etablierten europäischen Prozesse zur Hitzebehandlung (Plato-Verfahren, ThermoWood(R)-Verfahren, Retifikations-Verfahren und Öl-Hitze-Behandlungsverfahren) in kombinierten biologischen, mechanischen und physikalischen Prüfungen vergleichend untersucht. Zudem wurde die Resistenz von TMT aus dem Öl-Hitze-Behandlungs-Verfahren gegenüber Termiten untersucht wie auch dessen Oberflächeneigenschaften hinsichtlich Abriebwiderstand und Brinellhärte bestimmt.

VTIHTBB Dissertation Holzvergütung Holzmodifizierung Modifizierungsverfahren thermische Modifikation Hitzebehandlung Thermoholz thermo-mechanische M. (TMT) Öl-Hitze Vergütung Fichtenholz Kiefernholz Holzeigenschaften natürliche Dauerhaftigkeit Gebrauchsdauer holzzerstörende Mikroorganismen Holz abbauende Organismen Oligoporus placenta
Dokumentennummer: T7 08 140
Signatur: 69 4°4


15. Titel: Untersuchung abbaubestimmender Faktoren zur Vorhersage der Gebrauchsdauer feuchtebeanspruchter Holzbauteile

Autor(en): Brischke, C.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [321 p.]
Publikationsjahr: 2007
Institut:Holzbiologie

Ziel dieser Arbeit war es, sowohl konzeptionell als auch experimentell eine Grundlage für die Erstellung eines Modells zur Vorhersage der Gebrauchsdauer feuchtebeanspruchter Holzbauteile zu schaffen. - Das derzeit in Europa etablierte System aus normierten Methoden zur Bestimmung der Dauerhaftigkeit von Holz und Holzprodukten ist nur sehr bedingt geeignet, die zu erwartende Gebrauchsdauer von Holz abzuschätzen und somit Holzprodukte hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit (Performance) zu charakterisieren und zu klassifizieren. Ein solches System, das darüber hinaus europaweit harmonisiert sein soll, wird aber von der Europäischen Bauproduktenrichtlinie (Construction Products Directive, 1988) verlangt. Es ist weiterhin unumgänglich, um der weltweit zunehmenden Implementierung von Performance-basierten Spezifikationen im Baubereich Rechnung zu tragen und somit die Konkurrenzfähigkeit des Werk- und Baustoffs Holz aufrecht zu erhalten. - Im Rahmen dieser Arbeit wurden deshalb zweierlei konzeptionelle Ansätze erarbeitet. Zum einen wurden nach Durchsicht der einschlägigen Literatur die wichtigsten den Angriff des Holzes durch holzzerstörende Organismen beeinflussenden Faktoren ermittelt und hinsichtlich ihrer Bedeutung für die Abschätzung der Gebrauchsdauer bewertet. Anhand der gewonnenen Erkenntnisse über die verschiedenen Abbaufaktoren wurde ein Konzept für die Erstellung eines Vorhersagemodells entworfen und ausgewählte Einflussfaktoren quantitativ in Freilanduntersuchungen ermittelt. Zum anderen wurde ein Ansatz für die Zusammenführung bereits bestehender Elemente aus Normung und Prüfmethodik zu einem praktikablen und schon zum heutigen Zeitpunkt durchführbaren Klassifizierungssystem entwickelt.

VTIHTBB Dissertation Holzbauteile Gebrauchsdauer Dauerhaftigkeitsklassen Abbaufaktoren Materialqualität natürliche Resistenz holzzerstörende Organismen holzabbauende O. Umweltbedingungen Vorhersagemodell automatisierte Holzfeuchtebestimmung Holztemperaturmessung Eingrabeversuch Holzfeuchteüberwachung an Bauwerken
Dokumentennummer: T7 08 141
Signatur: 69 4°3


16. Titel: [Pan-Europäische Kriterien und Indikatoren für eine nachhaltige Forstwirtschaft: Vernetzungsstrukturen und Datenpotenzial internationaler Datenquellen]

Autor(en): Requardt, A.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [241 p.]
Publikationsjahr: 2007
Institut:Weltforstwirtschaft

At the fourth Ministerial Conference on the Protection of Forests in Europe (MCPFE) in 2003, a revised set of pan-European Criteria and Indicators (C and I) were adopted as a common policy instrument for evaluating and reporting on Sustainable Forest Management (SFM) at the pan-European and national levels. To support and to improve C and I implementation, the study shows different approaches to describe and analyse C and I data potentials and data flows of international data sources - which is relevant for the improvement of pan-European monitoring, assessment and reporting on SFM. In addition, the study gives insights into the theory of C and I network correlations, pointing out and discussing new aspects relevant for the implementation of C and I as an instrument for identifying different cause-effect mechanisms and conflicts of interests within SFM. With respect to the general objective of minimising national reporting burdens, the study shows that a large number of datasets according to the pan-European C and I are already available at the international level. The study highligts the current capacities and deficits within the pan-European monitoring, assessment and reporting on SFM. By taking C and I as a baseline, different information preferences are structured according to different sources and responsible institutions, providing some general overview about different data potentials at international level. A detailed analysis of data potentials and future capacities for supplementing current monitoring towards MCPFE requirements is demonstrated for the joint monitoring programme of the ICP Forests / Forests Focus.

Dissertation VTIWFW nachhaltige Waldwirtschaft Konzeption Indikatoren Kriterien MCPFE nationale Umsetzung Harmonisierung Walddaten forstliche Daten Datenmanagement Informationsnetzwerk Datenquellen
Dokumentennummer: T7 07 1279
Signatur: 68 4°107


17. Titel: Biologische und chemische Untersuchungen über Holzinhaltsstoffe und deren Reaktionsmechanismen bei der wärmetechnischen Behandlung und Wasseraufbereitung in der Furnierindustrie

Autor(en): Mayer, I.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [34 p.]
Publikationsjahr: 2007
Institut:Holzbiologie

Zur Wiederverwendung von Prozessabwässern bei der Furnierherstellung ist eine Aufbereitung erforderlich. Die Ultrafiltration erweist sich aufgrund der zu geringen Reduktion der Farbigkeit und eines zu raschen Absinkens der Filtrationsgeschwindigkeit als nicht geeignet. Eine optimierte chemische Füllung/Flockung zeigt eine bessere Reinigungswirkung bei den relevanten Parametern CSB, Eisen, Phenole und Farbigkeit. Sie muss jedoch genau auf die Beschaffenheit der Prozessabwässer abgestimmt sein. Eine vor die Fällung/Flockung geschaltete Ozonbehandlung zur partiellen Oxidation der phenolischen Inhaltsstoffe führt nicht zu der erhofften Verbesserung der Fällung/Flockung und kann das polymere Flockungshilfsmittel nicht ersetzen.

Furnierproduktion Furnierherstellung Prozessabwasser Wiederaufbereitung Produktionsprozess Wiederverwendung Heißwasserbehandlung Holzchemie; VTIHTBB
Dokumentennummer: T7 07 1467
Signatur: 68 4°117


18. Titel: Satellitengestützte Waldflächenkartierung für die Bundeswaldinventur

Autor(en): Oehmichen, K.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [112 p.]
Publikationsjahr: 2007
Institut:Weltforstwirtschaft

In der Arbeit wird ein aus terrestrischen Daten und satellitengestützter Erdbeobachtung kombinierter Verfahrensvorschlag unterbreitet, mit dem Wald- und Nichtwaldflächen als Parameter forstlicher Großrauminventuren ermittelt werden können. Die Datengrundlage bilden Satellitenszenen der Sensoren Landsat 5, Landsat 7 und QuickBird und die auf Stichprobenbasis erhobenen Informationen der terrestrischen Bundeswaldinventur. - Die Waldfläche ist ein entscheidendes Schlüsselmerkmal aller Waldinventuren, da diese in sämtliche flächenbezogene Zielgrößen eingeht. Mit dem entwickelten Verfahren wird eine flächendeckende Trennung bestockter und nicht bestockter Gebiete in Form von Holzbodenmasken zur Verfügung gestellt. Die Holzbodenmasken werden durch die Integration digitaler Zusatzdaten an die BWI-Walddefinition adaptiert, so dass auf diesen Waldmasken auch Aussagen bezüglich der Waldflächen kleinerer Aussageeinheiten getroffen werden können. - Das vorgestellte Verfahren zur Erstellung von Waldmasken, welches an die Walddefinition der Bundeswaldinventur angelehnt ist, wird für fünf Untersuchungsgebiete mit Größen zwischen 3.600 qkm und 10.000 qkm evaluiert. Neben der Vorprozessierung der digitalen Daten steht die Genauigkeitsanalyse der Klassifikationsergebnisse im Fokus der Arbeit. Die Gesamtgenauigkeiten der weitestgehend automatisiert erstellten Waldmasken für die verschiedenen Gebiete liegen zwischen 92 % und 98 %. Daneben wird ein Vergleich hoch- und höchstauflösender Sensoren mittels Landsat 7- und QuickBird-Szenen durchgeführt.

Dissertation VTIWFW Bundeswaldinventur Fernerkundungssysteme Remote Sensing Satellitendaten Quick-Bird-Daten Landsat-Daten geometrische Korrektur radiometrische Korrektur Methodik Hardware Software Waldfläche BWI-Walddefinition Genauigkeitsanalyse topographische Normalisierung Schwellenwertverfahren Referenzdaten Kosten
Dokumentennummer: T7 07 123
Signatur: 68 4°67


19. Titel: Der Wert biologischer Vielfalt von Wäldern in Deutschland. Eine sozioökonomische Untersuchung von Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität

Autor(en): Küpker, M.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [181 p.]
Publikationsjahr: 2007
Institut:Ökonomie der Forst- und Holzwirtschaft

Zentrales Arbeitsziel der soziökonomischen Untersuchung ist es, den Nutzen zu beziffern und monetär zu quantifizieren, der dem Schutz und der Förderung der Biodiversität im Wald durch die Bevölkerung zugemessen wird. Dieser Nutzen wird im Rahmen von Bevölkerungsbefragungen unter Verwendung der umweltökonomischen Methode der kontingenten Bewertung ermittelt. Dabei wird eine Aufteilung der Befragungen auf Schleswig-Holstein, in der die Untersuchungsflächen liegen und auf das Bundesgebiet vorgenommen. Die Bundesbevölkerung stellt die Zielpopulation dar, die letztendlich für die Bundespolitik von Bedeutung ist, denn die ermittelten Ergebnisse dienen u,a, der Politikberatung. - Ziel der Untersuchung ist es nicht nur, eine Bewertung von biologischer Vielfalt in Wäldern anhand ausgewählter Maßnahmen vorzunehmen, sondern auch Größen zu finden, die die in diesem Zusammenhang ermittelte Zahlungsbereitschaft erklären helfen. Um die Motive der Befragten offen zu legen, die zur Nennung einer Zahlungsbereitschaft geführt haben, finden Fragen aus dem sozialwissenschaftlichen Bereich im Rahmen von Einstellungsmessungen Eingang in die Analysen. Eine sozioökonomische Bewertung lässt sich effektiv dann durchführen, wenn der Begriff Biodiversität anhand konkreter Maßnahmen operational gemacht wird, da dieser je nach Fragestellung eine sehr umfangreiche Bedeutung besitzen kann.

VTIOEF
Dokumentennummer: T4 07 96
Signatur: 68 4°83


20. Titel: [Cellulos-Fibrillen in den Wänden von Holzzellen und ihr Potenzial für technische Anwendungen]

Autor(en): Zimmermann, T.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [vp.]
Publikationsjahr: 2007
Institut:Holzbiologie

The wood cell wall, a master piece of evolutionary design has evolved to provide mechanical strength for the living tree. We can learn from the cell wall and use its structures for technical purposes but, further information and insight concerning nanoscale order and assembly of its structural elements is required. In addition, a better understanding of cell wall polymer interactions is important. This knowledge will advance opportunities for new applications of wood and its individual constituents. - In the first part of the thesis the fine structure of the secondary 2 (S2) wall layer on transverse fracture surfaces of different tension-loaded softwoods, hardwoods and reaction wood was studied by field emission scanning electron microscopy (FE-SEM). Softwood tracheids (also in compresssion wood) and hardwood fibres showed a predominantly radial fragmentation (perpendicular to the other cell wall layers) of the S2 layer. Radial structures were also identified on cross-sections of various hardwood fibres degraded by white rot fungi. By contrast, a disordered fracture pattern was observed in the S2 or G layers of pronounced tension wood cells. - In addition, transverse fracture surfaces and ultra thin sections or Norway spruce tracheids were observed by FE-SEM and transmission electron microscopy (TEM) after pre-treatment of the cell walls with various alkali solutions, acetic and nitric acid and ASAM deligification. In untreated (reference) samples, radial fracture patterns - perpendicular to the compound middle lamella (CML) - were regularly observed. Swelling of the cell wall and a slight reduction in glucomannan led to the disappearance of radial structures and resulted in a disordered fragmentation. As the severity of the alkali treatment increased and acid and ASAM deligification was applied, concentric alignments in the cell wall became more and more discernable. The increasing loss of hemicelluloses and lignin led therefore to distinct changes in the fragmentation patterns of the cell walls. In addition, losses in strength and stiffness could be determined for all chemically treated cell walls.

Dissertation VTIHTBB Holzzellen Zellwand Zellulosefibrillen Zellwandstruktur Nanokomposite Fibrillengewinnung Fibrillenverwendung
Dokumentennummer: T7 07 544
Signatur: 68 4°86


21. Titel: Untersuchung der natürlichen Dauerhaftigkeit wirtschaftlich bedeutender Holzarten bei verschiedener Beanspruchung im Außenbereich

Autor(en): Augusta, U.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [208 p.]
Publikationsjahr: 2007
Institut:Holzbiologie

Das Ziel der Dissertation war es, den Einfluss verschiedener Standortbedingungen und Gebrauchsklassen (Holz mit und ohne Erdkontakt) auf die Dauerhaftigkeit einiger wirtschaftlich bedeutender Holzarten realitätsnah zu prüfen. - Die derzeit gültige Dauerhaftigkeitsklassifizierung basiert neben Erfahrungswerten nur auf Laborergebnissen und auf Freilandergebnissen aus dem Erdkontakt, obwohl Holz im Außenbereich überwiegend ohne Erdkontakt verbaut wird. Aus Wissenschaft und Holzbaupraxis ist bekannt, dass der Holzabbau durch Pilze erheblich durch den Standort und die Gebrauchsklasse (mit und ohne Erdkontakt) beeinflusst wird. Im Gegensatz zu diesen absoluten Abbauwerten wird die Dauerhaftigkeit als Faktor ausgedrückt, um den ein Bauteil aus einer Holzart länger gebrauchsfähig bleibt als aus einer Referenzholzart. Es ist jedoch nicht belegt, ob sich auch der Relativwert Dauerhaftigkeit in Abhängigkeit vom Einsatzbereich ändert. Bislang fehlen parallel geführte Untersuchungen zum direkten Dauerhaftigkeitsvergleich von Holz mit und ohne Erdkontakt. - Vor diesem Hintergrund wurde die Dauerhaftigkeit von drei Herkünften der Materialien Fichten-Splint-, Fichten-Kern, Douglasien-Kern, Lärchen-Kern, Robinien-Kern, Eichen- Kern, Kiefern-Kern, Kiefern-Splint und Tanne gleichzeitig im Freiland und Labor untersucht. - Die Bestimmung der Dauerhaftigkeit im Labor erfolgte mit Basidiomyceten-Monokulturen (DIN EN 350-1: 1994, DIN EN 113: 1986) und terrestrischen Mikrokosmen (TMC).

VTIHTBB Dissertation Fichten-Splintholz Fichten-Kernholz Fichtenholz Tannenholz Weißtanne Kiefernholz Kiefernsplintholz Kiefernkernholz Douglasienholz Douglasienkernholz Lärchenholz Lärchenkernholz Europäische Lärche Robinienkernholz Robinienholz Eichenholz Eichenkernholz Stieleiche Laboruntersuchung Basidiomyceten terrestrischer Mikrokosmos Freilanduntersuchungen natürliche Dauerhaftigkeit holzzerstörende Pilze Holzfäulepilze Holzabbau Holzherkunft Gloeophyllum sepiarium
Dokumentennummer: T7 07 910
Signatur: 68 4°100


22. Titel: Die Folgen des Emissionshandels für die Zellstoff- und Papierindustrie in Europa

Autor(en): Hübner, J.H.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [345 p.]
Publikationsjahr: 2007
Institut:Ökonomie der Forst- und Holzwirtschaft

Seit Januar 2005 ist die Europäische Zellstoff- und Papierindustrie dem Emissionsrechtehandel unterworfen. Herstellkosten sind direkt, insbesondere durch knappe Zuteilung von Zertifikaten und administrative Kosten, und indirekt, insbesondere durch steigende Rohstoff- (Holz, Chemikalien) und Energiekosten (Strom, Brennstoffe) betroffen. Schon unter dem wahrscheinlichsten Szenario ist der kassenwirksame Effekt für einige Herstellungsprozesse schwerwiegend. Haupttreiber sind die Anstiege von Faser- und Stromkosten. Von Seiten der Industrie müssen dringend Handlungen unternommen werden, um Wettbewerbsfähigkeit und Profitabilität vor dem Hintergrund von Importen aus dem Nicht-EU-Raum zu erhalten. Jedoch sind auch die Politiker auf Europäischer und nationaler Ebene gefordert, Maßnahmen zu ergreifen, einen Niedergang der Zellstoff- und Papierindustrie in Europa als Folge unbeabsichtigter Nebeneffekte der Umwelt- und Energiegesetzgebung zu verhindern.

Since Januar 2005, the European pulp and paper industry has been subject to be newly introduced emission trading scheme. Manufacturing costs have been affected directly, primarily due to scare emission allowances and administrative costs, and indirectly, primarily due to increasing raw material (fibre, chemicals) and energy (electricity, fuels) costs. Even under the 'most-likely' scenario the total out-of-pocket effect is severe for certain manufacturing processes. Key drivers are increasing fibre and electricity costs. Immediate actions need to be taken to maintain competitiveness and profitability against the background of imports from outside the EU. Numerous potential actions focusing on raw material and energy costs, on pricing, and partially going beyond current business have been sketched. However, politicians on a European and national level should also take action to prevent a decline in the pulp and paper industry in Europe as a result of unintended side effects of environmental and energy legislation.

VTIOEF VTIHTBP Dissertation Papierindustrie Zellstoffindustrie Emissionshandel Emissionszertifikate multiple Fallstudie Kostenbelastung Auswirkungen Rentabilität
Dokumentennummer: T7 07 955
Signatur: 68 4°101


23. Titel: Die Zukunft der deutschen Holzindustrie - Anwendung der Delphie-Methode zur Entwicklung eines Szenarios zum Profil der deutschen Holzindustrie im Jahr 2020

Autor(en): Knauf, M.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg = Mitteilungen der Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft [no. 220, 93 p.]
Publikationsjahr: 2006
Institut:Holztechnologie/Holzphysik

In der Dissertation werden die wichtigsten Entwicklungen der deutschen Holzindustrie bis 2020 untersucht. Die Untersuchung ist breit angelegt, so dass über alle wichtigen Sektoren der Holzindustrie (Sägeindustrie, Holzbau, Holzwerkstoffindustrie, Möbelindustrie) Aussagen gemacht werden. Die Dissertation arbeitet mit der Delphi-Methode. Mit dieser Methode ist es möglich, das Erfahrungswissen von Experten zu nutzen. Die Delphi- Methode ist ein mehrstufiges Verfahren, bei dem die Ergebnisse der einzelnen Befragungsrunden den Experten jeweils zur Überprüfung zurückgemeldet werden. Diese Vorgehensweise führt zu einer intensiven Auseinandersetzung der Experten mit den Fragen und einem weitgehenden Konsens in der Meinung. In der Arbeit wird das Prinzip der Delphi- Studie allgemein und in der Anwendung auf das Thema der Prognoseerstellung zur Zukunft der deutschen Holzindustrie vorgestellt.

VTIHTBP Dissertation Universität Hamburg Zentrum Holzwirtschaft
Dokumentennummer: T1 06 1064
Signatur: Z 4°338


24. Titel: Strukturelle und topochemische Untersuchungen zu Wundreaktion und Kallusbildung von Pappel (Populus tremula L. x Populus tremuloides Michx., Salicaceae)

Autor(en): Frankenstein, C.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [200 p.]
Publikationsjahr: 2006
Institut:Holzbiologie

Bäume sind in der Lage, Schäden durch mechanische Verletzungen mit Hilfe einer Vielzahl komplexer Wundreaktionsmechanismen zu begrenzen. Es lassen sich hierbei zwei grundlegende Zielsetzungen unterscheiden. Zum einen dienen die Wundreaktionen der Begrenzung der Schadwirkungen und zum anderen der Regeneration von durch die Verletzung beeinträchtigtem Gewebe. In der Arbeit zu Reaktionen bei der Pappel sollte überprüft werden, ob Zellteilungsaktivität durch eine Stammverletzung in der Vegetationsruhe induziert werden kann, welche Zellen an der Regeneration von Gewebe nach einer Verletzung in der Vegetationsperiode beteiligt sind und welche Modifikationen das neu gebildete Wundxylem aufweist. Weiterhin sollte der Einfluss von Verletzungen auf die zum Verletzungszeitpunkt differenzierenden Zellen des Xylems untersucht werden. - Zur Beantwortung dieser Fragen wurden zwei Versuchsserien mit jeweils fünf Pappeln untersucht. Für die Zuordnung des Einsetzens der Zellteilungsaktivität nach einer Verletzung in der Vegetationsruhe zu den Perioden der Vegetationsruhe oder der Vegetationszeit wurden die Entwicklungen von Wundgewebe auf der Wundfläche licht- und elektronenmikroskopisch untersucht und dem Verlauf der Zellteilungsaktivität in unbeeinflusstem Gewebe gegenübergestellt. Die Bestimmung der an der Regeneration eines Wundkambiums beteiligten Gewebe und die Beschreibung der Modifikationen im zum Verletzungszeitpunkt differenzierenden Xylem sowie dem nach der Verletzung gebildeten Wundxylem erfolgten durch strukturelle, ultrastrukturelle und lignintopochemische Untersuchungen. Diese Versuche wurden nach einer Verletzung in der Vegetationsperiode während der Seitenkallusbildung betrachtet.

Dissertation VTIHTBB Zitterpappelhybride Aspenhybride Verwundung Gewebeentwicklung Kambiumregeneration Wundkambium Wundxylem Überwallungswulst Ligninverteilung Lichtmikroskopie Elektronenmikroskopie UV-Spektroskopie
Dokumentennummer: T7 06 858
Signatur: 67 4°37


25. Titel: Trocknungsverfahren für die Bambusart Guadua angustifolia unter tropischen Bedingungen

Autor(en): Montoya Arango, J.A.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [254 p.]
Publikationsjahr: 2006
Institut:Holztechnologie/Holzphysik

Die Bambusart Guadua angustifolia Kunth ist in Zentral-Amerika und im nördlichen Teil von Süd-Amerika weit verbreitet. Insbesondere für die Kaffee-Region Kolumbiens ist Guadua-Bambus ein wichtiger, schnell wachsender und nachhaltig verfügbarer Rohstoff, der seit langer Zeit durch die Bevölkerung genutzt wird und zum Einkommen der ländlichen Region einen wichtigen Beitrag leistet. Bisher wird Guadua zum überwiegenden Teil in Form von Stangen als Baumaterial genutzt. In der Zukunft soll Guadua-Bambus jedoch auch in anderen Bereichen, z.B. als Ausgangsmaterial für die Parkettproduktion oder die Herstellung von Leimholzplatten, verwendet werden. Voraussetzung hierfür ist allerdings eine qualitativ hochwertige Trocknung. - Ziel der Arbeit ist die vergleichende Untersuchung verschiedener, unter tropischen Bedingungen anwendbarer Trocknungsverfahren. Im Einzelnen wurden untersucht: Freilufttrocknung, Solartrocknung mit und ohne zusätzliche Heizquelle, konventionelle Kammertrocknung nach dem Frischluft-Abluftverfahren. Guadua wurde sowohl als Rundmaterial als auch in Form von Latten getrocknet. Zum besseren Verständnis des Trocknungsverhaltens und zur Optimierung der Trocknungsverfahren wurden eine Reihe von grundlegenden Untersuchungen durchgeführt.

Dissertation VTIHTBP Bambusart Anatomie Pflanzenanatomie chemische Zusammensetzung physikalische Eigenschaften mechanische E. Trocknungsparameter Bambus-Anbau tropische Forstwirtschaft Trocknungsmethoden Lufttrocknung Solartrocknung konventionelle Trockung Frischluft-/Abluftverfahren Schwindung Quellung
Dokumentennummer: T7 06 859
Signatur: 67 4°38


26. Titel: Über die Struktur der oligomeren Bestandteile von Flash- Pyrolyseölen aus Biomasse

Autor(en): Bayerbach, R.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [185 p.]
Publikationsjahr: 2006
Institut:Holztechnologie/Holzchemie

Ziel der Arbeit ist die methodisch umfassende Charakterisierung von Pyrolyseligninen. Diese stellen den wasserunlöslichen, oligomeren Bestandteil von Pyrolyseölen aus der Flash-Pyrolyse von Biomassen dar. Durch die gewonnenen Erkenntnisse sollen die Nutzungschancen des erneuerbaren Rohstoffs Pyrolyseöl in industriellen Prozessen als Substitut für Kohle und Erdöl erhöht werden. Der Fokus ist dabei auf die Einflüsse der eingesetzten Rohstoffe, der Pyrolyseparameter und der Fällbedingungen zur Isolierung des Pyrolyselignins gerichtet. - Es wurden 17 Pyrolyseöle aus 13 verschiedenen Rohstoffen bei unterschiedlichen Temperaturen in einem Labor-Wirbelschichtreaktor hergestellt und bezüglich ihrer physico-chemischen Eigenschaften charakterisiert. Aus den Ölen wurden 59 Pyrolyselignine gefällt. Dabei wurden die Lagerdauer und die Konzentration der Öle im Fällbad variiert. Zur Charakterisierung der chemischen Eigenschaften des Pyrolyselignins wurden zahlreiche Methoden eingesetzt. Mit erprobten Methoden wie GPC, Flüssigphasen-NMR- und FTIR-Spektroskopie, Py-GC/MS und Bestimmung des Methoxyl-, Hydroxyl-, Carbonylgruppengehaltes wurden Ergebnisse erhalten, die sich mit Literaturdaten vergleichen ließen. Darüber hinaus wurden neue Analysetechniken angewandt, die bisher noch nicht zur Untersuchung von Pyrolyseligninen eingesetzt wurden: MALDI-TOF/MS, LDI-TOF/MS, Py-FI/MS, TMAH-Py-GC/MS, TEAH-Py- GC/MS, UV-Differenzspektroskopie, Hochtemperatur-GC/MS, Thioacidolyse, KMnO4-Oxidation, ESR-Spektroskopie, DSC, Feststoff- 13C-NMR, HPLC-1H-NMR und APCI/MS.

Dissertation VTIHTBC Pyrolyse Mechanismen Kinetik Pyrolyseöl Pyrolyselignin Wirbelschicht-Reaktor nasschemische Methoden Acetylierung Elementaranalyse direkte Sauerstoffbestimmung Glührückstand-Bestimmung Aschezusammensetzung pH-Bestimmung Feststoffgehalt Viskosität Wassergehalt Reaktionskinetik Glasübergang freie Radikale Carbonylgruppen Methoxylgruppen Hydroxylgruppen Chromatographie Spektroskopie Ölausbeute chemikalisch-physikalische Eigenschaften Strukturvorschläge Entstehungstheorie
Dokumentennummer: T7 06 860
Signatur: 67 4°39


27. Titel: Methoden zur Beeinflussung ausgewählter Eigenschaften von dreilagigen Massivholzplatten aus Nadelholz

Autor(en): Tobisch, S.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [288 p.]
Publikationsjahr: 2006
Institut:Holztechnologie/Holzphysik

Am Beginn der durchgeführten Arbeit standen umfangreiche Untersuchungen zur Erstellung eines Eigenschaftsprofils industriell hergestellter dreilagiger Massivholzplatten aus Nadelholz, um einerseits einen grundsätzlichen Überblick über das derzeit recht weit gefasste Spektrum der europäischen Massivholzplattenproduktion zu erhalten und andererseits schon an dieser Stelle ansatzweise klären zu können, welche Parameter die relevanten Eigenschaften dreilagiger Platten beeinflussen. - Bei der Prüfung von aus 12 europäischen Werken stammenden Platten im Nenndickenbereich > - 20 mm und > 20-30 mm konnte festgestellt werden, dass das Lamellenverhältnis R(L), definiert als Quotient der Summe der Decklagendicken zur Platteninnendicke, einen deutlichen Einfluss auf die Eigenschaften bei Biegung rechtwinklig zur Plattenebene hat. Alle weiteren Eigenschaften (wie z.B. Biegung in Plattenebene, Eigenschaften bei Druck, Zug und Scherung in Plattenebene) zeigten sich von der Plattenstruktur weitgehend unbeeinflusst. - Im Ergebnis der durchgeführten Prüfungen wurde eine umfassende Darstellung aller für den Bau relevanten Eigenschaften möglich, die wiederum Grundlage für die Festlegung von Anforderungswerten dreilagiger tragender Massivholzplatten bei der Erarbeitung der DIN EN 13 353:2003 waren. Die ebenfalls notwendige Bereitstellung von charakteristischen Festigkeits- und Steifigkeitskennwerten für die Normengruppe DIN EN 12 369 (charakteristische Werte von unterschiedlichen Holzwerkstoffen für die Berechnung und Bemessung von Holzbauwerken) konnte aus verschiedenen Gründen zum damaligen Zeitpunkt (1999) noch nicht erfolgen. - Die an den Industrieplatten zusätzlich durchgeführten Untersuchungen zur Bestimmung des hygrischen Verhaltens (hier: Dimensionsänderungen bei Änderung der relativen Luftfeuchte bzw. Formänderung im Differenzklima) führten zu einigen interessanten Erkenntnissen.

Dissertation VTIHTBP Plattenwerkstoffe Holzwerkstoffe dreilagige Massivholzplatten Lamellenherstellung Bindemittel Verpressung Einsatzbereiche Produktionsvolumen Formstabilität Festigkeitseigenschaften Hygrische Eigenschaften Normung Platteneigenschaften Lamellengüte Lamelleneigenschaften Feuchteeigenschaften
Dokumentennummer: T7 06 861
Signatur: 67 4°36


28. Titel: Methoden zur qualitativen und quantitativen Analyse der Mikrostruktur von Naturfaserwerkstoffen

Autor(en): Walther, T.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [231 p.]
Publikationsjahr: 2006
Institut:Holztechnologie/Holzphysik

Die Bedeutung von Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen. Moderne, leistungsfähige Werkstoffe müssen nicht mehr ausschließlich aus synthetischen Materialien hergestellt werden. Fasern aus Holz und anderen pflanzlichen Nicht-Holz-Naturfasern bieten genügend Potential, um diese Anforderungen zu erfüllen. Für eine umfassende Beurteilung der Zusammenhänge zwischen den Eigenschaften und der Struktur der Fasern in diesen Werkstoffen ist eine Charakterisierung der Mikrostruktur unerlässlich. Eine Optimierung der Eigenschaften kann nur durch das Verständnis der Struktur der Fasern und der daraus hergestellten Faserwerkstoffe gewährleistet werden. Wichtig ist hierbei insgesondere die Möglichkeit, sowohl qualitative als auch quantitative Untersuchungen durchführen zu können. - Im Rahmen der Arbeit werden elektronenmikroskopische und mikrotomographische Methoden zur Untersuchung der Struktur von so genannten Naturfaserwerkstoffen vorgestellt und miteinander verglichen. - Im Zusammenhang mit der Untersuchung der Faserstruktur wurde versucht, die Klebharzverteilung auf den Fasern mit Hilfe der vorgestellten Methoden qualitativ und quantitativ auszuwerten. Ergänzt werden die Arbeiten durch die Prüfung der mechanischen Eigenschaften der Faserplatten und einer Simulation der Permeabilität und der Wärmeleitfähigkeit an den gewonnenen Tomographiedaten.

Dissertation VTIHTBP
Dokumentennummer: T4 06 229
Signatur: 67 4°53


29. Titel: Untersuchung der Eignung logistischer Regressionsmodelle zur Kartierung forstlicher Merkmale mit Satelliten-Fernerkundungsdaten

Autor(en): Iost, A.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [107 p.]
Publikationsjahr: 2006
Institut:Weltforstwirtschaft

Zur Kartierung der forstlichen Merkmale Waldstatus, Mischung und Totholzvorkommen wurde die Eignung logistischer Regressionsmodelle untersucht. In fünf Testgebieten, die zusammen 11 % der Waldfläche Deutschlands abdecken, wurden Modelle für Landsat- TM- und ETM+-Daten angepasst, für ein Testgebiet zusätzlich eine multispektrale QuickBird-Szene. Als Informationsquelle diente ein Auszug der Bundeswaldinventur-Datenbank. Mit den Modellen als Basis wurden Waldmasken erzeugt. Die Modelle wurden mit der k-Block- Kreuzvalidierungsmethode auf numerische Stabilität geprüft, für die Genauigkeitsanalyse der Waldmasken wurden Orthofotos verwendet. - Das Merkmal Waldvorkommen war mit einer maximalen Gesamtgenauigkeit von 95,4 % (Modell) bzw. 94,6 % (Karte) mit Landsat-Daten klassifizierbar. Das für die QuickBird-Szene angepasste Modell lieferte eine vergleichsweise niedrige Gesamtgenauigkeit von 83 %, weshalb keine Waldmaske erzeugt wurde. Ein 3x3 km großer Ausschnitt innerhalb des QuickBird-Bildes wurde getrennt untersucht; dort konnte durch die Delinierung von Trainingsgebieten unabhängig von der BWI- Datenbank mit umfangreicheren Parametrisierungsdatensätzen gearbeitet werden. Die Modellanpassung gestattete dann eine Modellklassifizierungsgenauigkeit von 99 %; die resultierende Waldmaske wies 94%ige Übereinstimmung mit der Referenz auf. - Weniger genau ließen sich unterschiedliche Waldmischungen klassifizieren. Bei drei Klassen - Nadel-, Misch-, Laubwald - waren Mischwaldpixel per Modell nur marginal besser als durch Zufallswahl zu klassifizieren. Die ungemischten Klassen waren aus Sicht des Erstellers mit ca. 75-83 % Übereinstimmung zwischen Trainingsdaten und BWI-Referenz trennbar. - Das Vorkommen des in der BWI-Datenbank aufgenommenen Totholzes konnte ebenfalls erfolgreich mit logistischen Regressionsmodellen in den Landsat-ETM+-Szenen vorhergesagt werden. Die Streuung der Gesamtgenauigkeit (ca. 70 bis fast 90 %) war größer als bei der Klassifizierung von Waldvorkommen.

Dissertation VTIWFW satellitengestützte Fernerkundungssysteme Sensorensystem Landsat Sensorensystem QuickBird logistische Regression Westliche Mittelgebirgsschwelle Nordostdeutsches Tiefland Östliche Mittelgebirgsschwelle Alpen Pfälzerwald Methodik Waldvorkommen Waldkartierung; Waldmischungen Totholzkartierung; Waldzustand Waldstatus
Dokumentennummer: T7 07 39
Signatur: 67 4°59


30. Titel: Methodenentwicklung zur Charakterisierung von Pyrolyseölen aus Biomasse

Autor(en): Brodzinski, I.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [196 p.]
Publikationsjahr: 2006
Institut:Holztechnologie/Holzchemie

Im Rahmen der Dissertation wurden verschiedene Methoden zur Charakterisierung von Pyrolyseöl erprobt. - Pyrolyseöl wurde mittels Festphasenextraktion in verschiedene Substanzklassen aufgetrennt. Dabei kamen sowohl Normal- als auch Umkehrphasen zum Einsatz. Nach einigen Vorversuchen mit Pyrolyseöl Fichte wurden die beiden vielversprechendsten Bettmaterialien, Silica und C18, für die Fraktionierung von Buchenpyrolyseöl eingesetzt. - Durch die Verwendung von Umkehrphasen lassen sich kohlenhydratstämmige Substanzen von aromatischen Aldehyden/Ketonen, Alkylderivaten und aromatischen Molekülen mit ungesättigten Seitenketten trennen. Die quantitative Abtrennung aromatischer Moleküle ist ebenfalls möglich. Die Nachweisgrenze für Pyrolyseölbestandteile wird durch die Fraktionierung erniedrigt. - Es ließen sich 22 % der mit Umkehrphasen abgetrennten kohlenhydratstämmigen Substanzen nach Acetylierung gaschromatographisch nachweisen. Nach Acetylierung konnten neben bekannten aromatischen und aliphatischen Substanzen auch Zucker gefunden werden, die underivatisiert zu poplar sind, um gaschromatographisch analysiert zu werden. So konnten neben Glucose und Xylose auch Zuckeralkohole sowie deren Anhydro- und Dianhydrozucker nachgewiesen werden. - Höhermolekulare hydrophile Substanzen wurden mittels HPLC analysiert. Die Anwesenheit oligomerer hydrophiler Substanzen konnte bestätigt werden. Durch einen Vergleich der thermischen Abbauprodukte von pyrolysierter Cellulose und Cellobiose wurde Cellobiosan im Pyrolyseöl nachgewiesen.

Dissertation VTIHTBC Holzverarbeitung; Flash-Pyrolyse Bioöl Pyrolyseöl Bestandteile stoffliche Nutzung Flüssigraucharoma Levoglucosan Anhydrozucker Dianhydrozucker Levoglucosenon phenolische Bestandteile thermische Nutzung Stromerzeugung Wärmeerzeugung Biomass to Liquid (BtL) Festphasenextraktion (SPE) Untersuchungsmethoden GC-FID Pyrolyse GC/MS Thermoextraktion Thermodesorption Derivatisierungstechniken Acetylierung HPLC Headspace GC/MS Substanzgruppennachweis Pyrolyseöl Buche Gaschromatographie polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK)
Dokumentennummer: T7 07 222
Signatur: 68 4°72


31. Titel: Fraktionierung und Charakterisierung von elektrochemisch behandelten Magnesium-Sulfitablaugen

Autor(en): Ringena, O.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [87 p.]
Publikationsjahr: 2006
Institut:Holztechnologie/Holzchemie

Jährlich fallen weltweit über 50 Millionen Tonnen Lignin als Nebenprodukt der Zellstoffherstellung an. Der weitaus größte Teil des Lignins wird zur Energieerzeugung sowie der damit verbundenen Chemikalienrückgewinnung verbrannt. Lediglich etwa 2% der Gesamtmenge wird einer nichtenergetischen Nutzung zugeführt. Trotz eines geringen Anteils von ca. 6% an der Gesamtzellstoffproduktion stammen über 90% der marktgängigen Lignine aus dem Sulfitprozess. - Für die stoffliche Verwertung von Lignosulfonaten wurden in der Vergangenheit zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten entwickelt, beispielsweise in der Futtermittel- oder Baustoffindustrie. Darüber hinaus gab es bereits häufig den Versuch, Lignosulfonate auch zur Substitution konventioneller Klebharze für die Produktion von Holzwerkstoffen einzusetzen. Lignosulfonate weisen allerdings bislang in Reinform bzw. Abmischungen mit industrieüblichen Harnstoff-Formaldehyd-, Melamin-Formaldehyd- oder Phenol- Formaldehyd-Harzen eine zu geringe Reaktivität auf. Dies führt neben verlängerten Presszeiten auch zu Problemen hinsichtlich der Anforderungen an Dimensionsstabilität und Hydrolysebeständigkeit der Holzwerkstoffe. - Eine viel versprechende Möglichkeit zur Überwindung dieser Nachteile bietet die elektrolytische Behandlung der Ablaugen. Neben einer elektrodialytischen Rückgewinnung der Aufschlusschemikalien kann die anodische Oxidation der Lignosulfonate zur Einführung neuer, reaktiver Gruppen führen. Allerdings fehlt in den bisher veröffentlichten Studien zur elektrochemischen Modifizierung von Biopolymeren und Ablaugen sowohl eine hinreichende Charakterisierung des Ausgangsmaterials als auch der resultierenden Produkte. Ziel der durchgeführten Arbeit war die Strukturaufklärung elektrolysierter Lignosulfonate aus technischen Sulfitablaugen im Hinblick auf einen späteren Einsatz in Bindemittelformulierungen zur Herstellung von witterungsbeständigen Holzwerkstoffen.

Based on the worldwide production capacity of chemical pulp, it can be estimated that at least 50 million tons of lignin are dissolved in pulping operations every year. About 80% of chemical pulp is produced by the dominant kraft process and only about 6% by the sulfite process. Most of the lignin is burned in chemical recovery systems, and only a small fraction of about 2% is recovered and marketed. The world consumption of lignosulfonates in 2001 was about one million metric tons. Although the importance of the sulfite process for the production of chemical pulps has clearly decreased during recent decades, 90% of the commercialized lignins are crude lignosulfonates (LS). However, their market is confined and difficult to expand. Especially, magnesium LSs have limited applications and low value because their conversion into other types of sulfonates by reprecipitation is complex or impracticable. Magnesium itself tends to form mixed crystals and the Mg-LS often show incompatibilities with other additives in cement, concrete or gypsum formulations. To overcome these drawbacks, electrolysis seems to be a promising approach to recover process chemicals from spent sulfite liquors (SSLs) and to obtain purified lignosulfonates with probably modified structures and properties. Some aspects of the electrochemical treatment of biopolymers and pulping liquors have been reported in the past. In most cases neither the starting materials nor the resulting products were sufficiently characterized. The aim of the investigation was to determine changes in the molar mass and the chemical structure of the SSL due to different electrolytic treatments.

Dissertation VTIHTBC Papierproduktion Sulfitaufschluss Kraftlignin Sulfonierung Lignosulfonate nasschemische Isolierung mechanische Isolierung Molekulargewichtsbestimmung Größenausschlusschromatographie Marktaufkommen Verwendung elektrochemische Modifizierung
Dokumentennummer: T7 06 439
Signatur: 67 4°8


32. Titel: Die Auswirkungen der EU-Osterweiterung auf den Handel mit Holz und Produkten auf der Basis Holz in Europa - Ein gravitationstheoretischer Ansatz

Autor(en): Puttfarken, J.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg = Mitteilungen der Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft [no. 218, 220 p.]
Publikationsjahr: 2005
Institut:Ökonomie der Forst- und Holzwirtschaft

Nach dem Zusammenbruch des RGW und der damit einhergehenden Unabhängigkeit der mittel- und osteuropäischen Staaten ist der inter- Handel zwischen Ost und West stetig angestiegen und die MOEL haben als Export- und Importregion für die EU(15) an Bedeutung gewonnen. Der Ost-West-Handel mit Holz und Produkten auf der Basis Holz hat sich von 1995 bis 2001 sehr dynamisch entwickelt; der Roh-, Halb-, und Fertigwarenhandel ist im Beobachtungszeitraum sowohl im Export, als auch im Importbereich stetig gestiegen. Dabei spielten arbeitsintensive Produkte eine entscheidende Rolle. Im Vergleich zum Intra-EU(15)-Handel waren die Werte des inter-Handels aber, trotz des dynamischen Wachstums, noch sehr gering. Mit der Arbeit sollte ein ökonometrisches Modell geschaffen werden, welches eine Veranschaulichung der Entwicklung der Handelsströme von Holz und Produkten auf der Basis Holz zwischen EU(15) und MOEL ermöglicht und die Bedeutung der MOEL als Export- und Importpartner der EU(15) aufzeigt. Aufgrund unzureichend langer Zeitreihen für die mittel- und osteuropäischen Länder bot sich das Gravitationsmodell zur Schätzung der bilateralen Handelsströme an. Dieses hatte sich bereits in der Vergangenheit zur Schätzung von Handelsströmen zwischen Industrie- und Transformationsländern, sowie zur Berechnung von handelschaffenden Effekten durch Handelsblöcke bewährt. Da das Gravitationsmodell meist für den aggregierten Handel genutzt wurde, musste das Modell um Variablen ergänzt werden, welche Einfluss auf den Handel aus dem Bereich Holz und Papier haben. So konnte die unterschiedliche Größe der Holz- und Papierindustrie in den einzelnen Ländern über die Variable der Pro-Kopf-Produktion des jeweiligen Handelsgutes modelliert werden. Entscheidend war, dass der Außenhandel mit Holz und Papier nicht als Aggregat, sondern für jede Produktgruppe (Rohholz, Schnittholz, Holzwerkstoffe, Zellstoff, Papier, sonstige Fertigwaren, Papierwaren, Möbel und Druckerzeugnisse) einzeln geschätzt wurde. So konnten die Produktgruppen nach Faktorintensitäten unterschieden werden und die Entwicklung der Handelsmuster, d.h. die Anteile von Roh-, Halb-, und Fertigwaren besser beschrieben und erklärt werden.

VTIOEF; Dissertation; Universität Hamburg; Zentrum Holzwirtschaft.
Dokumentennummer: T3 04 613
Signatur: Z 4°338


33. Titel: Forstpolitik im Mehrebenensystem - Eine polit-ökonomische Betrachtung

Autor(en): Gottlob, T.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg = Mitteilungen der Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft [no. 219, 212 p. + Anhang]
Publikationsjahr: 2005
Institut:Ökonomie der Forst- und Holzwirtschaft

Die Frage nach einer vertraglichen Kompetenzgrundlage als Legitimationsbasis für eine europäische Forstpolitik ist so alt wie die Europäische Gemeinschaft selbst. Wie in anderen Politikbereichen sehen sich auch forstpolitische Interessenvertreter mit dem Grundkonflikt konfrontiert, dass aufgrund der ökonomischen und politischen Dynamik des europäischen Integrationsprozesses zunehmend Kompetenzverlagerungen von den Mitgliedsländern zur Gemeinschaft statt gefunden haben. Der damit einher gehende Verlust an nationaler Souveränität und Eigenständigkeit ist scheinbar nur schwer zu ertragen. In Deutschland sind aufgrund der bundesstaatlichen Kompetenzordnung vom Verlust an forstpolitischen Gestaltungsmöglichkeiten zugunsten eines gemeinschaftlichen Vorgehens auf supranationaler Ebene besonders die Länder betroffen. Entsprechend vehement hat man sich forstpolitischen Aktivitäten der Kommission mit dem formalen Verweis auf eine fehlende Kompetenzgrundlage für die Bereiche Forst und Holz im EGV widersetzt. Ziel der Arbeit ist es, . 1.) die Grundsätze der Kompetenzverteilung und Kompetenzausübung im Mehrebenensystem der EU vor dem Hintergrund des Europäischen Gemeinschaftsrechtes darzustellen, 2.) die ökonomische Problematik des Marktversagens bei öffentlichen Gütern des forstwirtschaftlichen Produktionsprozesses aufzugreifen, die eine öffentliche Zuständigkeit im Falle öffentlicher Güter und externer Effekte ökonomisch rechtfertigen kann, 3.) zu analysieren, welche grundlegenden Prinzipien für die Zuordnung forstpolitischer Kompetenzen in einem föderalen System aus der normativen Perspektive der ökonomischen Theorie des Föderalismus erstrebenswert sind, 4.) aufzuzeigen, inwieweit die sich im Zuge der forstpolitischen Entwicklungen in Deutschland und auf europäischer Ebene herausgebildeten Entscheidungsstrukturen typische Funktionsdefizite im Sinne der Theorie der Politikverflechtung aufweisen 5.) die Vor- und Nachteile von Mischfinanzierungssystemen der forstwirtschaftlichen Förderprogramme einschließlich den mit ihrer Implementation verbundenen hohen Verwaltungsaufwand kritisch zu würdigen.

VTIOEF; Dissertation; Universität Hamburg; Zentrum Holzwirtschaft
Dokumentennummer: T3 04 612
Signatur: Z 4°338


34. Titel: Interregionale Preiszusammenhänge auf den deutschen Rohholzmärkten - Eine ökonometrische Analyse

Autor(en): Hölscher, M.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg = Mitteilungen der Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft [no. 217, 407 p.]
Publikationsjahr: 2005
Institut:Ökonomie der Forst- und Holzwirtschaft

Die Verflechtung der regionalen Rohholzmärkte innerhalb Deutschlands ist ein aktuelles und zugleich zukunftsweisendes Thema, dessen politische Bedeutung insbesondere dann deutlich wird, wenn es regional zu nachhaltigen Erschütterungen des Marktgeschehens kommt und staatliche Maßnahmen zur Wiederherstellung eines Marktgleichgewichtes getroffen werden. Daher können auf den deutschen Rohholzmärkten eindeutige interregionale Preiszusammenhänge angenommen werden. Dennoch bestehen Preisdifferenzen, die eine unvollständige Konkurrenz bzw. eine unterschiedlich starke Verbundenheit der Märkte vermuten lassen. Zur Analyse der interregionalen Preiszusammenhänge auf den Rohholzmärkten zwischen den Bundesländern werden diese ökonometrisch modelliert. Insbesondere soll empirisch weiterhin getestet werden, wie die interregionalen Verbundenheiten auf markante Veränderungen des Marktgeschehens, wie z.B. auf plötzliche Rohholzüberangebote durch Windwurfkalamitäten oder die Wiedervereinigung Deutschlands reagiert haben.

The complexity of the regional German timber markets is a current and forward-looking topic, whose political importance becomes apparent, if national actions to restore the market equilibrium are used to be implemented. Thus, the German timber markets can be assumed to show clear interregional price relationships. However, price differences can be detected, which suggest imperfect competition and varying linkages between the markets respectively. To analyze the interregional price relationships between the German states, they will be econometrically modelized. Particularly with regard to the calamities through windbreaks it will be tested empirically, how the interregional connections reacted on shocks in the markets development.

VTIOEF; Dissertation; Universität Hamburg; Zentrum Holzwirtschaft
Dokumentennummer: T3 04 614
Signatur: Z 4°338


35. Titel: Entwicklung eines Simulationsmodells für den Faserholzmarkt

Autor(en): Sörgel, C.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [242 p.]
Publikationsjahr: 2005
Institut:Weltforstwirtschaft

Das im Rahmen dieser Arbeit präsentierte ökonometrische Gleichungssystem wurde zur Analyse und Simulation von Angebot und Nachfrage sowie Preisbildung auf dem Faserholzmarkt entwickelt. Aus Gründen der Datenverfügbarkeit mussten die Analysen auf die beiden Sortimente Industrieholz und Sägenebenprodukte sowie deren stoffliche Verwertung in der Holzindustrie beschränkt werden. - Der Entwicklung eines Faserholz-Marktmodells ging zunächst eine deskriptive Untersuchung von Angebots- und Nachfragestrukturen sowie deren Einfluss auf die Preisbildung am Faserholzmarkt voraus. Analysiert wurde der Zeitraum von 1975 bis 2002, die aufgeführten Zeitreihen bilden die Datengrundlage für die anschließenden ökonometrischen Untersuchungen.

Dissertation VTIWFW Industrieholz Kurzholz Faserholzmarkt Sägenebenprodukte Industrieholzangebot verfügbares Altholzvolumen Rohstoffeinsatz Papierindustrie Primärfaserstoffproduktion Faserholzverbrauch Zellstoffindustrie Holzwerkstoffindustrie Ökonometrie Marktmodell Modellstruktur Sägeindustrie Forstsektor Modellgleichungen Simulationsrechnungen
Dokumentennummer: T7 05 1194
Signatur: Z 8°2654


36. Titel: [Pollen-vermittelter Genfluss bei Bäumen der gemäßigten Zone]

Autor(en): Schüler, S.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [151 p.]
Publikationsjahr: 2005
Institut:Forstgenetik

In Deutschland, einem potenziell fast vollständig bewaldeten Land, nehmen Wälder heute nur noch knapp ein Drittel der Gesamtfläche ein. Gleichwohl bilden Waldökosysteme, bedingt durch ihre geringe Nutzungsintensität, einen flächenmäßig sehr großen Anteil nur wenig beeinflusster Lebensräume für eine Vielzahl an Tier- und Pflanzenarten. Eine besondere Bedeutung im Waldökosystem besitzen Bäume, denn sie sind gleichzeitig das strukturbildende Element und die vom Menschen genutzte Ressource. Daher verlangt ihr Management die Berücksichtigung ihrer ökologischen und populationsbiologischen Merkmale. Waldbäume zeichnen sich durch eine lange Lebensdauer und lange Generationszyklen aus. Das einzelne Baumindividuum muss in seiner Lebenszeit eine Vielzahl von biotischen und abiotischen Veränderungen ertragen. Um seine Gene an die nachfolgenden Generationen weiterzugeben und den Fortbestand der Baumpopulation zu sichern, produzieren Waldbäume enorme Mengen an Pollen und Samen. Der Erfolg dieser reproduktiven Investition hängt von der Funktionsfähigkeit der Ausbreitungsmechanismen ab. Dabei kommt der Pollenausbreitung eine besondere Bedeutung zu, denn sie ist die Voraussetzung für erfolgreiche Reproduktion, Samenbildung und die natürliche Regeneration von Baumpopulationen.

Dissertation VTIFG Pollenausbreitung Stieleiche Vogelkirsche Kreuzungsmuster Genflüsse Selbst-Inkompatibilität genetische Strukturen Forstgenetik
Dokumentennummer: T7 05 1290
Signatur: 66 8°141


37. Titel: Eignung des MEA-Verfahrens zur Herstellung von Chemie- und Papierzellstoffen

Autor(en): Claus, I.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [230 p.]
Publikationsjahr: 2005
Institut:Holztechnologie/Holzchemie

Ziel des Projektes war zunächst die Entwicklung eines Verfahrens, das eine rentable Produktion von Chemiezellstoffen aus einheimischen Laub- und Nadelhölzern in kleineren, dezentralen Anlagen erlaubt. Die Untersuchungen ergaben jedoch, dass mit Hilfe des MEA(= Monoethanolamin)-Verfahrens die hohen Qualitätsanforderungen, die an Chemiezellstoffe gestellt werden, nicht bzw. nur unter wirtschaftlich nicht vertretbarem Aufwand erreicht werden können. Ursache hierfür ist u. a. die im Vergleich zu herkömmlichen Aufschlusschemikalien außergewöhnlich stabilisierende Wirkung von MEA auf die Kohlenhydrate des Holzes, wodurch die für Chemiezellstoffe notwendige Entfernung der Hemicellulosen erschwert wird. Die schonende Wirkung auf die Kohlenhydrate prädestiniert MEA für die Herstellung von Papierzellstoffen. Hier ist der Produktionsprozess darauf ausgelegt, die Hemicellulosen möglichst weitgehend zu erhalten, da diese eine wichtige Rolle für die Festigkeitseigenschaften von Papieren spielen. Daher wurde die Aufgabenstellung des Projektes erweitert und MEA-Verfahren zusätzlich für die Erzeugung von Papierzellstoffen getestet. In den Untersuchungen zur Chemie- und Papierzellstoffherstellung wurden Industriehackschnitzel der einheimischen Holzarten Fichte (Picea abies Karst.) und Buche (Fagus sylvatica L.) verwendet. Für die Papierzellstofferzeugung wurde zusätzlich der Einsatz von Weizenstroh (Triticum aestivum L.), Reisstroh (Oryza sativa L.) und Bagasse (Saccharum officinarum) untersucht.

Dissertation VTIHTBC Zellstoffproduktion Produktionsverfahren Holzaufschlussverfahren Monoethanolamin (MEA) Bleiche Kochsysteme Vorhydrolyse Veredelung Alkali extraktion
Dokumentennummer: T7 06 32
Signatur: 66 4°53


38. Titel: Holzkundliche und dendrochronologische Untersuchungen an Resonanzholz als Beitrag zur Organologie

Autor(en): Beuting, M.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [221 p.]
Publikationsjahr: 2004
Institut:Holzbiologie

Mitte der 80er-Jahre wurde die Dendrochronologie in der Musikinstrumentenforschung eingeführt, um Instrumente zu datieren, chronologisch einzuordnen und Fälschungen zu identifizieren. - Neben der reinen Datierung wurde mit Hilfe der Dendrochronologie auch Erkenntnisse zur Holzverwendung und stilistischen Entwicklung im Instrumentenbau erbracht. - Die vorliegende Arbeit hat das Ziel, das Rohmaterial im Instrumentenbau, das Resonanzholz, holzkundlich näher zu beschreiben, die Methodik der Dendrochronologie weiterzuentwickeln und dabei herauszufinden, welche zusätzlichen Möglichkeiten die Dendrochronologie als Beitrag für die Organologie birgt. Im Mittelpunkt stand dabei, die Holzherkunft genauer bestimmen zu können und so eine regionale Einordnung von Musikinstrumenten zu ermöglichen. - In einer orientierenden schriftlichen Befragung wurden über Geigenbauer, Klavierbauer und Holzhändler und -agenturen Hinweise auf die zu untersuchenden Eigenschaften von Resonanzholz gesammelt. - Durch die Auswertung der Literatur zu diesen Eigenschaften wurde festgestellt, dass Sachverhalte oft unhinterfragt in die Praxis und in die Lehrbücher übernommen worden sind. - Aus Messungen an 594 Musikinstrumenten ergab sich, dass entgegen den Literaturangaben für alle Instrumentengruppen Holz mit annähernd denselben durchschnittlichen Jahrringbreiten verwendet wurde. Dieses Ergebnis wurde durch Messungen an heute verwendetem Resonanzholz bestätigt. Dissertation VTIHTBB Resonanzholz Geigenbau Jahrringchronologie Holzkunde Holzeigenschaften Jahrringbreite Holzdichte Spätholzanteil akustische Eigenschaften Holzfarbe Holzfehler Einschlagszeitpunkt Sortierungskriterien
Dokumentennummer: T7 04 148
Signatur: 65 8°33


39. Titel: Erzeugung und Transformation haploider regenerativer Kallusse bei Populus nigra (L.) x hybrida

Autor(en): Deutsch, F.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [89 p.]
Publikationsjahr: 2004
Institut:Waldökologie und Waldinventuren

In der funktionellen Genomforschung ist die Erzeugung von Knockout-Mutanten ein gängiger Ansatz, um Gene zu isolieren und zu charakterisieren. Die hierfür verwendeten Systeme T-DNA- Tagging und Transposon-Tagging können durch die Insertion einer T-DNA oder eines Transposons in ein Gen dessen Expression stören. Eine anschließende Selbstung hat zum Ziel, in einigen Nachkommen den homozygoten Zustand des defekten Allels zu erreichen und einen darauf basierenden veränderten Phänotyp hervorzubringen, was als Insertionsmutation oder Knockout-Mutation bezeichnet wird. In der Gattung Populus, einem Modellbaumsystem, kann eine Selbstung nicht durchgeführt werden, weil Pappeln diözisch sind. Folglich ist eine Homozygotie eines defekten Gens nicht auf diesem Wege möglich. Die Haploidisierung der Pappel stellt einen Lösungsansatz für die fehlende Homozygotie dar. Im haploiden Genom kann eine Insertion direkt eine Knockout-Mutation bewirken. Im Beitrag wurde in den Jahren 2001 und 2002 eine Pollenkultur einer Schwarzpappelhybride etabliert, die regenerierbares haploides und doppelhaploides Pappelgewebe erzeugte. Aus sieben haploiden Kalluslinien regenerierten in-vitro-Pflanzen. Von drei Linien wurden erfolgreich diploidisierte Pflanzen in Erde überführt. Haploide Pflanzen entwickelten sich nach der Bildung weniger Blätter nicht weiter. Zudem wurde der haploide Ursprung diploider und tetraploider Kalluslinien mittels Mikrosatelliten überprüft. Die Donorbäume dienten als heterozygote Kontrollen. Bei 60 von 66 regenerierten Kallussen (91%) wurde eine somatische Regeneration ausgeschlossen und bei 57 (86%) ein haploider Ursprung angenommen. Ferner wurde die Transformierbarkeit haploider Gewebe mit anschließender haploider Regeneration nachgewiesen. Ein Agrobacterium- vermittelter Transfer des Genkonstruktes 35S-Ac-rolC bei den haploiden Linien M22-1c5 und FD25 erzeugte mindestens 10 transgene regenerative Kalluslinien, unter ihnen vier haploide, von denen auch Pflanzen in Erde überführt werden konnten. PCR-Analysen bestätigten die Transposition des Ac-Elementes. Mit dem erarbeiteten Protokoll für ein in vitro- Regenerationssystem aus isolierten unreifen Pollen wird dem Modellbaumsystem Populus eine vielversprechende Alternative in der Erzeugung haploider und doppelhaploider Gewebe und Pflanzen angeboten. Dissertation VTIWOI Schwarzpappel-Hybride Transposon-Tagging haploide Pappeln Pollenkultur Ploidiegrad molekularbiologische Analyse PCR-Analyse Zygotie genetische Transformation regenerative Kalluslinien
Dokumentennummer: T7 04 150
Signatur: 65 4°8


40. Titel: [Magnesium-Bisulfit-Hochertrags-Zellstoffe aus Buchenholz]

Autor(en): Schmitt, S.L.R.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [188 p.]
Publikationsjahr: 2004
Institut:Holztechnologie/Holzchemie

The goal of this study was the production of a series of High Yield Sulfite Pulps (HYS) and Ultra High Yield Sulfite Pulps (UHYS) with improved strength properties that can be bleached in a totally chlorine free (TCF) bleaching sequence. - The relevant parameters for optimization of the cooking process were: -PH value of cooking liquor, - Temperature and time schedule, and for optimization of the implemented Q/PMgO/AQ/PNaOH/FAS bleaching sequence: -Charge of peroxide and other bleaching chemicals, -Temperature and time schedule. - Starting raw materials, were standard industrial beechwood chips and the cooking liquor delivered from the mill. Set requirements for the lab-scale pulps were tensile index at a minimum of 41 Nm/g and brightness of more than 83 % ISO. The use of existing equipment without major changes to the process technology usually applied in existing sulfite mills, and the response to pollution regulations, are the objectives to be met.

VTIHTBC Dissertation Sulfitzellstoff Chemiezellstoff Buche Zellstoffproduktion Buchenholz Eigenschaften Zellstoffbleiche Zellstoffeigenschaften
Dokumentennummer: T7 04 194
Signatur: 65 4°24


41. Titel: Untersuchungen zur Wechselwirkung von Polyethylenimin (PEI) mit Holzkomponenten

Autor(en): Fabo, A.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [169 p.]
Publikationsjahr: 2004
Institut:Holztechnologie/Holzchemie

Verringerung der Produktionskosten, Verbesserung der Platteneigenschaften sowie Umwelt- und Gesundheitsbestimmungen sind die wesentlichen Faktoren, die zu intensiver Forschung auf dem Gebiet der Bindemittel für Holzplatten führen. Polyethylenimin (PEI) und Polyvinylamin (PVAm), die als Nassfest- und Retentionsmittel bei der Papierherstellung eingesetzt werden, wurden erfolgversprechend als Alternative zu konventionellen Bindemitteln für die Herstellung von MDF-Platten eingesetzt. Sie sind im Vergleich zu den meisten konventionellen UF-Harzen einfach zu handhaben und gesundheitlich unbedenklich. - Ziel dieser Arbeit war ein tieferes Verständnis des Bindemechanismus zwischen Polyaminen (PEI) und Fasern. Durch analytische Untersuchungen an Fichtenfasern, Fichtenzellstoff, ozonierten Fichtenfasern, Holzkomponenten sowie Modellsubstanzen in Anwesenheit von PEI wurde versucht, Hinweise auf wirksame Bindemechanismen zu erhalten. Dies ist die Voraussetzung für eine gezielte Modifizierung des Bindemittels und der Fasern zur Optimierung der Platteneigenschaften.

Dissertation VTIHTBC Bindemittel Mitteldichte Faserplatten MDF Bindefestigkeit Bindungsmechanismen Bindemittelchemie Holzchemie
Dokumentennummer: T7 04 197
Signatur: 65 4°16


42. Titel: Die Aufbereitung und Wiederverwendung von Altholz zur Herstellung von Mitteldichten Faserplatten (MDF)

Autor(en): Erbreich, M.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [254 p.]
Publikationsjahr: 2004
Institut:Holztechnologie/Holzphysik

Angeregt durch den sich abzeichnenden knapperen Rohholzmarkt für die MDF-Industrie wurde in der Arbeit untersucht, ob sich aus Alt- und Frischholz hergestellte Fasern zur MDF-Herstellung eignen. Das Ziel war die Durchführung systematischer Untersuchungen zum Einfluss von Aufschlussbedingungen beim Zerfaserungsprozess einschließlich unterschiedlicher Vorbehandlungen und der Charakterisierung der hergestellten Faserstoffe sowie Untersuchungen der physikalisch-technologischen und chemischen Eigenschaften, der aus diesen Fasern hergestellten mitteldichten Faserplatten (MDF). Hierfür wurden von fünf unterschiedlichen Altholzverwertern in Deutschland handelsübliche Altholzsortimente verwendet.

Dissertation VTIHTBP Altholzaufbereitung Altholzverwendung mitteldichte Faserplatte MDF Faserherstellung Einflussfaktoren
Dokumentennummer: T7 04 336
Signatur: 65 4°37


43. Titel: Modifikation von alkalischen Sulfitverfahren zur Herstellung hochwertiger Zellstoffe

Autor(en): Rose, B.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [204 p.]
Publikationsjahr: 2003
Institut:Holztechnologie/Holzchemie

Zielsetzung der Arbeit war die Entwicklung eines Aufschlussverfahrens, das in der Lage ist, das in Deutschland vorliegende Holzartenspektrum zu nutzen, um Zellstoffe mit hervorragenden Eigenschaften zu erzeugen. Hierdurch kann die wirtschaftliche Situation der deutschen Zellstoffindustrie erheblich verbessert werden. Alkalische Natriumsulfitverfahren, in denen Anthrachinon als Katalysator verwendet wird (AS/AQ-Verfahren), sind in der Lage, hochfeste Zellstoffe bei hohen Ausbeuten zu erzeugen. Die aus der Literatur bekannten Aufschlussvarianten weisen jedoch deutliche Nachteile gegenüber dem Kraftverfahren auf. Der primäre Nachteil ist die geringe Delignifizierungsleistung, die auch durch die Anwendung einer hohen Aufschlusstemperatur und einer langen Aufschlussdauer nicht wesentlich gesteigert werden kann. Die Arbeiten von Ingruber et al. (1985) deuten jedoch auf das hohe Potential des alkalischen Sulfitaufschlusses hin. Durch die Anhebung der Alkalinität der Aufschlusslauge kann die Delignifizierung deutlich gesteigert werden. Durch eine Modifizierung des Aufschlusses analog zum modifizierten Kraftverfahren ist es zusätzlich möglich, die Selektivität eines alkalischen Aufschlusses zu verbessern. Der alkalische Sulfitaufschluss stellt somit die ideale Grundlage zur Entwicklung eines neuen Aufschlussverfahrens dar. Damit dieses Potential genutzt werden kann, muss jedoch die Wirkungsweise der Aufschlussparameter (Temperatur, Aufschlussdauer, Chemikalieneinsatzmenge und Chemikalienzusammensetzung) sowie der Einfluss der Prozessführung auf die Aufschlussergebnisse grundlegend untersucht werden.

Dissertation VTIHTBC Sulfitzellstoff Herstellungsverfahren Aufschlussverfahren Sulfitaufschluss Anthrachinon Methanol Kraft-Zellstoff Kraftverfahren Fichtenholz Kiefernholz ASAM AS/AQ ASA Aufschluss
Dokumentennummer: T7 06 987
Signatur: 67 4°42


44. Titel: Zum Effekt von Laccasen beim Altpapier-Deinking

Autor(en): Hager, A.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [230 p.]
Publikationsjahr: 2003
Institut:Holztechnologie/Holzchemie

Laccasen - in Verbindung mit oder ohne Mediator (einem speziellen Katalysator) - besitzen im Gegensatz zu den meisten anderen Enzymen ein weit gefasstes Substratspektrum und können aufgrund des radikalischen Reaktionscharakters eine Vielzahl von Reaktionen katalysieren, die zu verschiedenen Reaktionsprodukten führen. Aus Sicht des Deinkings ist interessant, dass insbesondere veretherte (oxidierte) Strukturen sowie Fette und Harze abgebaut werden können. Fette, Harze und oxidativ ausgehärtete Strukturen sind auch Bestandteile von Druckfarben. Diese könnten Substrate für Laccase bzw. das LMS darstellen. Im Großteil der Publikationen wird belegt, dass Zellstoffe unter Verwendung des Laccase-Mediator-Systems (LMS) im Bereich zwischen pH4 und pH6 unter Sauerstoffdruck und nach anschließender alkalischer Extraktion effektiv delignifiziert werden können. Vereinzelt wird auch über Laccase- Applikationen im neutralen bis schwach-alkalischen Bereich ohne Zugabe von Mediatoren berichtet. Bei der Altpapier- Aufbereitung jedoch sind Bleichbehandlungen unter Druck sowie alkalische Extraktionen unüblich. In dieser Arbeit sollte geklärt werden, inwieweit die oxidierende Wirkung des LMS unter den abschwächenden Bedingungen des Neutral- Deinkings Verwendung finden könnte, um das Deinking-Ergebnis von holzhaltiger Altpapierware mit Blick auf Druckfarbenablösung und Schmutzpunktreduzierung zu verbessern.

Dissertation VTIHTBC Druckfarbenentfernung Vergilbung Enzyme enzymatisches Deinking
Dokumentennummer: T7 04 19
Signatur: 65 8°5


45. Titel: [Forstprodukte und ländliche Haushalte: Vermarktung holzhandwerklicher Erzeugnisse in Süd-Simbabwe]

Autor(en): Braedt, O.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg = Mitteilungen der Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft [no. 210, 219 p.]
Publikationsjahr: 2003
Institut:Weltforstwirtschaft

Die Arbeit versucht, die Bedeutung von lokal erzeugten Holzschnitzereien für eine nachhaltige Entwicklung und insbesondere die Wichtigkeit ihrer Vermarktung für Haushalte in ländlichen Gebieten der Tropen am Beispiel Simbabwe darzustellen. Seit den 90er Jahren diversifiziert eine große Anzahl von ländlichen Haushalten in Simbabwe ihr Einkommen, indem sie Forstprodukte, vor allem Holzschnitzereien, vermarktet. Die Auswirkungen dieser Aktivitäten auf den Miombo-Wald sind alarmierend. Die sozialen und ökologischen Konsequenzen der wachsenden Kommerzialisierung von Forstprodukten haben die Aufmerksamkeit vieler gesellschaftlicher Gruppen in Simbabwe auf sich gezogen. Eine kohärente Politik hinsichtlich der Vermarktung von Holzprodukten ist nicht erkennbar. Einige Institutionen fördern die wirtschaftliche Nutzung, da sie in ihr eine gute Möglichkeit sehen, die Einkommenssituation der Beteiligten zu verbessern. Gegner dieser Aktivitäten verweisen auf die negativen Folgen für die Umwelt und setzten sich für eine Beschränkung ein. - Im Vordergrund der Untersuchungen stand die Bestimmung von Faktoren, die zur Verbesserung der Einkommen aus der Vermarktung von Holzschnitzereien beitragen könnten, um die Voraussetzungen für eine nachhaltige Entwicklung in Simbabwes Kommunalgebieten zu schaffen. Die Untersuchung wurde in fünf Phasen durchgeführt: Identifikation der Schlüsselprobleme bei der nachhaltigen Entwicklung der Forstprodukte, Formulierung des Gesamtforschungszieles, der spezifischen Forschungsziele und er sich daraus ergebenden Forschungsfragen, Durchführung von Befragungen und relevante Datenerhebungen, Auswertung der Ergebnisse, Diskussion und Schlussfolgerungen.

VTIWFW Dissertation
Dokumentennummer: T2 04 29
Signatur: 65 8°3


46. Titel: Permeabilität von Holzwerkstoffen

Autor(en): Hanvongjirawat, W.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [207 p.]
Publikationsjahr: 2003
Institut:Weltforstwirtschaft

Im Beitrag wurden zwei neue Methoden einschließlich deren versuchstechnischer Umsetzung zur Bestimmung der horizontalen und vertikalen Permeabilität von Holzwerkstoffen entwickelt. Damit wird eine wesentlich schnellere Messung der Permeabilität gegenüber dem bisherigen "klassischen" Verfahren möglich und die Permeabilität in Abhängigkeit der Dichte wird an ein und demselben Material gemessen. - Die Messvorrichtung 1 ist für die eindimensionale kontinuierliche Messung (jeweils getrennt horizontale und vertikale Richtung) der Permeabilität bestimmt. Die Proben (Faser- und Spanmatten) werden in der Anlage auf verschiedene Rohdichten verdichtet und die Permeabilität jeweils in horizontaler bzw. vertikaler Richtung bestimmt. Mit der Messvorrichtung 1 können aus geometrischen Gründen Matten aus DS- und MS-Spänen sowie Fasern gemessen werden. - Die Messvorrichtung 2 ist für die zweidimensionale kontinuierliche Messung der Permeabilität vorgesehen. Auch hier werden die Proben auf verschiedene Rohdichten verdichtet. Um die Druckverteilung in der Probe simulieren zu können, wurden die Drücke an ausgewählten Positionen in der Probe gemessen. Die Berechnung der Permeabilitätswerte in horizontaler und vertikaler Richtung für Messvorrichtung 2 erfolgt auf der Basis zweier Modelle (zwei Modellansätze) computergestützt. Die horizontalen und vertikalen Permeabilitätswerte werden aus einem Versuch gleichzeitig berechnet. Neben Faser- und Spanmatten können mit der Messvorrichtung 2 auch die horizontale und vertikale Permeabilität von Standmatten gemessen werden, da der Probenraum ausreichend groß ist.

Dissertation BFH VI
Dokumentennummer: T7 03 13
Signatur: 64 4°23


47. Titel: Anwendung mathematischer Modelle zur Beschreibung der technischen Konvektionstrocknung von Schnittholz

Autor(en): Fortuin, G.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [267 p.]
Publikationsjahr: 2003
Institut:Holztechnologie/Holzchemie

Wissenschaftliche Untersuchungen zur Trocknung von Holz erfolgen seit ca. 100 Jahren, wobei schon sehr früh das Diffusionsgesetz zur Beschreibung des Trocknungsverhaltens verwendet wurde. Ziel war und ist es, unter Berücksichtigung der Holzeigenschaften diejenigen Trocknungsbedingungen abzuleiten, die eine schnelle Trocknung ohne Trocknungsfehler erlauben. Gesucht wird das wirtschaftliche Optimum für die Trocknungssteuerung. Beschreibt man die Holztrocknung als Diffusion, so kann die Differentialgleichung unter Annahme eines konstanten Diffusionskoeffizienten durch eine Fourier-Reihe beschrieben werden. Die hiermit berechnete Feuchteprofile und mittleren Entfeuchtungskurven stimmen gut mit den Experimenten von Tuttle (1925) überein. Da zu dieser Zeit noch keine maschinelle Berechnung möglich war, wurde dieser Ansatz von Kollmann (1936 a) zu einer Trocknungszeitformel vereinfacht, die es erlaubt, die mittlere Entfeuchtungskurve bzw. die Trocknungszeit mit einer Exponentialfunktion zu berechnen. Die verschiedenen Einflussgrößen auf die Trocknung werden hierbei durch Trocknungsbeiwerte bzw. Trocknungs-Faktoren berücksichtigt. Theoretische Überlegungen zum Trocknungsverlauf bei konstanten Trocknungsbedingungen führen zu normierten Trocknungskurven, in denen zwischen einem 1. und 2. Trocknungsabschnitt unterschieden wird. Sie werden heute mit Erfolg zur Beschreibung unterschiedlichster Trocknungsgüter eingesetzt. Da Holz heute in der Regel mit veränderlichen Trocknungsplänen getrocknet wird und die Unterscheidung zwischen den einzelnen Trocknungsabschnitten schwierig ist, wird diese Technik zur Beschreibung der Holztrocknung jedoch nur noch vereinzelt angewendet.

Dissertation VTIHTBC VTIHTBP Holztrocknung Schnittholztrocknung Mathematik
Dokumentennummer: T7 03 48
Signatur: 64 4°25


48. Titel: Ökologie und Cytologie des Echten Hausschwammes (Serpula lacrymans) und anderer Hausfäulepilze

Autor(en): Huckfeldt, T.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg = Mitteilungen der Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft [no. 213, 160 p.]
Publikationsjahr: 2003
Institut:Holzbiologie

Verbautes, feuchtes Holz wird als offenporige Struktur von Hausfäulepilzen mit unterschiedlichen Strategien leicht besiedelt und abgebaut. Naheliegend war die Fragestellung, welche Strategien Serpula lacrymans seit weit über 150 Jahren zum "erfolgreichsten" Hausfäulepilz in einem Großteil von Europa machen. In der Untersuchung wurde das Wachstum und die Ultrastruktur häufiger Hausfäulepilze im Holz bearbeitet und miteinander verglichen. Drei unterschiedliche Ansatzpunkte wurden gewählt, um ein funktionelles Gesamtbild eines Befalls zu zeichnen: 1) Wachstums- und Ausbreitungsprozesse von Hyphen im Holz unter Laborbedingungen; 2) Wachstumsausprägungen und - bedingungen von Laborkulturen; 3) Wachstums- und Ausbreitungsstrategien in Gebäuden; 4) Die gewonnen Ergebnisse sollen dazu beitragen, Befälle von Hausfäulepilzen und ihre Ursachen genauer zu erkennen.

Dissertation VTIHTBB Pilzökologie Pilzcytologie Holzfäulepilz Holzschädling
Dokumentennummer: T7 03 77
Signatur: 64 4°40


49. Titel: Ökologie und Cytologie des Echten Hausschwammes (Serpula lacrymans) und anderer Hausfäulepilze

Autor(en): Huckfeldt, T.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [157 p.]
Publikationsjahr: 2003
Institut:Holzbiologie

Holzzerstörende Pilze in Gebäuden - im Folgenden "Hausfäulepilze" genannt - richten immense Schäden an. Für Deutschland liegen allerdings keine aktuellen Zahlen vor, die den Schaden beziffern würden. Eine Schätzung ist acht Jahre alt, bezieht sich nur auf die neuen Bundesländer und gibt einen vermeidbaren Schaden in Altbauten von ca. 3,3 Milliarden DM an. In Großbritannien wurde der jährliche Schaden 1982 durch Insekten und Hausfäulepilze mit rund 160 Millionen englischen Pfund angegeben, gut zehn Jahre später waren es 400 Millionen englische Pfund. Wegen dieser wirtschaftlichen Bedeutung wurden das Erscheinungsbild von Hausfäulepilzen und die Ursachen ihres Auftretens früh untersucht [(Anonymus 1789, Fritzsche 1866, Hartig 1902, Falck 1906, Mez 1908)]. - Die bisherigen Untersuchungen befassten sich mit einzelnen Aspekten des Wachstums, des Holzabbaus, der Ausbreitung und des Überdauerns von Hausfäulepilzen. - In dieser Arbeit werden verschiedene Ebenen der Wachstumsprozesse und -bedingungen betrachtet und im Folgenden erst im Zusammenhang, dann im Einzelnen näher erläutert: Wachstum des Hyphensystems, Holzabbau, Anpassungen und Wachstumsmuster von Oberflächenmycel und ökologische Rahmenbedingungen.

VTIHTBB
Dokumentennummer: T3 11 233
Signatur: 72 4°102


50. Titel: Strukturelle Untersuchungen, Reaktionen und Anwendung von Flash-Pyrolyseölen aus Biomasse

Autor(en): Hanser, C.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [165 p.]
Publikationsjahr: 2002
Institut:Holztechnologie/Holzchemie

Als Recyclingkonzept für Alt- und Abfallholz sowie für landwirtschaftliche Reststoffe gilt die Flash- Pyrolyse als eine vielversprechende innovative Technologie für die Konvertierung fester Biomasse in eine flüssige Fraktion (Bio-Öl, Flash-Pyrolyseöl; Ausbeute: 60-70 m%). - Die Arbeit hat sich erstmals mit der systematischen Charakterisierung der chemischen Struktur, möglicher Reaktionen und Bildungsmechanismen des höhermolekularen, phenolischen Anteils von Bio-Ölen (Pyrolyselignin; Ausbeute: 15-25 m%) verschiedener Eintragsgüter, Produzenten und Reaktortypen beschäftigt. Es wurde gezeigt, welche Alterungsprozesse in Bio-Ölen zu Inhomogenitäten führen. Außerdem konnte die Bildung neuer Pyrolyselignineinheiten durch chemische Reaktionen simuliert werden, womit der Beweis erbracht wurde, dass die höher-molekularen, phenolischen Anteile in Bio-Ölen hauptsächlich durch Sekundärreaktionen entstehen. Zudem wurde eine Möglichkeit aufgezeigt, ein aus Alt- und Abfallholz hergestelltes Bio-Öl dem natürlichen Stoffkreislauf zurückzuführen, indem es - nach gezielter chemischer Umsetzung - als Bodenverbesserer und konkonrrenzfähiges Depotdüngemittel wirkt.

Dissertation VTIHTBC Holzchemie Flash Pyrolyse Hamburger Wirbelschichtverfahren Pyrolysemechanismen Bio-Öl-Herstellung Dünger aus Bio-Öl Reaktionen Depotdüngemittel Prozessentwicklung Pyrolyselignine
Dokumentennummer: T7 04 16
Signatur: 65 4 3


51. Titel: [Langzeit-Stabilität, katalytische Aufwertung und Einsatz von Pyrolyseölen - Verbesserung der Eigenschaften eines potentiellen Substituts für fossile Brennstoffe]

Autor(en): Scholze, B.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [157 p.]
Publikationsjahr: 2002
Institut:Holztechnologie/Holzchemie

Da der Vorrat an fossilen Brennstoffen auf der Erde begrenzt ist und deren uneingeschränkter Gebrauch in der Vergangenheit heute bereits schwerwiegende Einflüsse auf unsere Umwelt hat ("Treibhaus Effekt"), steigt das Interesse an erneuerbaren Energiequellen (nachwachsende Rohstoffe), welche als Ersatz für konventionelle fossile Rohstoffe verwendet werden können. Als aussichtsreichste Kandidaten für erneuerbare Energiequellen bieten sich Holz und andere Formen von Biomasse an. In diesem Zusammenhang kommt der Pyrolyse von Biomasse und den dabei entstehenden Pyrolyseölen eine stetig wachsende Bedeutung zu. Um die Verwendung von Pyrolyseölen als Brennstoff oder als Quelle zur Gewinnung von Chemikalien zu etablieren, müssen die heute erhaltenen Öle und der Pyrolyseprozess selbst noch entscheidend verbessert werden. - Weil im Vergleich zu konventionellen Petroleumölen Pyrolyseöle eine schlechtere Langzeitstabilität besitzen, muss detailliert erforscht werden, inwieweit sich die physikalisch-chemischen Eigenschaften von Pyrolyseölen im Laufe der Lagerung verändern. Wenn die Gründe für das unerwünschte Alterungsverhalten von Pyrolyseölen bekannt sind, ist es möglich, eine Empfehlung auszusprechen, wie Pyrolyseöle gelagert werden sollten. - Wenn die geringe Langzeitstabilität der Pyrolyseöle bedingt ist durch die im Öl enthaltenen vielen verschiedenen Verbindungen mit ihren verschiedenen funktionellen Gruppen, sollte es möglich sein, die Eigenschaften von Pyrolyseölen durch Einsatz geeigneter Katalysatoren während des Pyrolyseprozesses oder durch eine spezielle Behandlung der Öle nach der Produktion zu beeinflussen und den Erfordernissen anzupassen. - Aus der Vielzahl von chemischen Verbindungen im Pyrolyseöl sollte es möglich sein, definierte (in Bezug auf Struktur und Zusammensetzung) Fraktionen zu erhalten, welche dann für weitere technische Anwendungen benutzt werden können. Dissertation VTIHTBC nachwachsende Rohstoffe; Pyrolyseöl erneuerbare Energie Flash Pyrolyse Aufwertung
Dokumentennummer: T7 04 151
Signatur: 65 4°7


52. Titel: Ökologische Betrachtungen von Holzspan- und Holzfaserplatten

Autor(en): Hasch, J.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [300 p.]
Publikationsjahr: 2002
Institut:Holztechnologie/Holzphysik

Ziel dieser Arbeit ist die ökologische Bilanzierung von Holzwerkstoffen (Spanplatte, MDF und OSB) unter Berücksichtigung der Lebensabschnitte forstliche Produktion, Sägewerk (Schnittholzproduktion) und Plattenherstellung. Als Bilanzierungsmethode wurden die in ISO/ENDIN 14040-14043 beschriebenen Standards angewendet. - Um die Umsetzung dieses Zieles zu erreichen, wurden bei fünf deutschen Spanplattenwerken umfangreiche Daten erhoben und Stoff- und Energieflussanalysen durchgeführt. Diese Werke verfügen über eine Gesamtkapazität von ca. 2,5 Mio cbm bzw. etwa ca. 30 % der Spanplattenproduktion in Deutschland. Die Ökobilanz Spanplatten basiert auf den Ergebnissen dieser Studien. Die MDF-Bilanz basiert auf der Analyse von drei Produktionslinien in zwei MDF-Werken, während die OSB-Bilanz die Ergebnisse einer umfangreichen betrieblichen Studie, ergänzt durch Einzeldaten aus der Literatur, widerspiegelt. Zur Bilanzierung von allen drei Werkstoffen wurden außerdem andere relevante Studien und aktuelle Literaturdaten herangezogen.

VTIHTBP Dissertation
Dokumentennummer: T2 02 203
Signatur: 63 8°35


53. Titel: Zur Analytik der organischen Komponenten von Bis-(N- cyclohexyl-diazeniumdioxy)-Kupfer in Holz mittels Direkte Thermodesorptions-Gaschromatographie-Massenspektrometrie (DTD-GC- MS)

Autor(en): Jüngel, P.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [166 p.]
Publikationsjahr: 2002
Institut:Holzbiologie

Die N-cyclohexyl-diazeniumdioxy-Salze finden als Kalium-HDO seit 1967 Anwendung, und Kupfer-HDO ist bereits seit 1988 vom Deutschen Institut für Bautechnik zugelassen. Dem Kupfer- HDO kommt Bedeutung für den Schutz von Holz zu, da dieser Wirkstoff laut TRGS 618 (1997) als Ersatzstoff für chromathaltige Holzschutzmittel eingestuft ist und einen breiten Anwendungsbereich hat. Dennoch stand für einen Nachweis des organischen Teils in Holz zu Beginn dieser Arbeit kein Analysenverfahren zur Verfügung, und bisherige Analysen hinsichtlich des Penetrationsverhaltens und zu Schutzmittelverlusten während des Gebrauchs beschränkten sich bisweilen nur auf die Bestimmung von Kupfer. Das Verhalten von HDO hat jedoch hinsichtlich einer Fixierung des Kupfers eine große Bedeutung. Deshalb wurde ein neuer Ansatz für den Nachweis und die Bestimmung des organischen Teils des metallorganischen Holzschutzmittelwirkstoffes Kupfer-HDO in der aus analytischer Sicht vergleichsweise schwierigen Matrix Holz versucht. Als Analysentechnik fand die Direkte Thermodesorptions- Gaschromatographie-Massenspektrometrie (DTD-GC-MS) Anwendung, wobei an wirkstoffhaltigem Kiefern- und Fichtenholz gezeigt werden konnte, dass sowohl ein Nachweis als auch eine Bestimmung von HDO in Holz möglich sind.

Dissertation VTIHTBB
Dokumentennummer: T1 02 1399
Signatur: 63 8°107


54. Titel: Die Forstwirtschaft in Mittel- und Osteuropa im Transformationsprozess. Ein institutionenökonomischer Erklärungsansatz zur weiterhin dominierenden Rolle des Staates im forstlichen Bereich

Autor(en): Roering, H.W.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg = Mitteilungen der Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft [no. 208, 318 p.]
Publikationsjahr: 2002
Institut:Ökonomie der Forst- und Holzwirtschaft

Die unmittelbar nach dem Systemwandel gehegten optimistischen Erwartungen über den Verlauf des Transformationsprozesses in den MOEL haben sich nicht erfüllt. Einige Länder sind zügig vorangekommen, in anderen lässt eine dynamische wirtschaftliche Entwicklung auf der Grundlage marktwirtschaftlich ausgerichteter Strukturen auf sich warten. Fehleinschätzungen gab es auch im Zusammenhang mit der Entwicklung des Waldrestitutionsprozesses und der Neugestaltung der Waldeigentumsrechte in den MOEL. - Ziel der Arbeit war es, 1) die Forstwirtschaft in den mittel- und osteuropäischen Ländern im Zuge des Transformationsprozesses zu analysieren, 2) zu erklären, warum die Staatsmacht auch rund ein Jahrzehnt nach der politischen und ökonomischen 'Wende' in Mittel- und Osteuropa einen so dominierenden Einfluss in der Forstwirtschaft ausübt, 3) und aufzuzeigen, warum derart große Unterschiede im staatlichen Einfluss im forstlichen Sektor in den einzelnen MOEL trotz scheinbar vergleichbarer Ausgangsbedingungen existieren.

Dissertation VTIOEF
Dokumentennummer: T4 02 888
Signatur: Z 4°338


55. Titel: Determinanten des Holzverbrauch - Internationale Querschnittsanalyse zur Abschätzung der Entwicklung der Nachfrage nach Produkten auf Basis Holz in Transformationsländern

Autor(en): Stiller, B.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg = Mitteilungen der Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft [no. 207, 228 p.]
Publikationsjahr: 2002
Institut:Ökonomie der Forst- und Holzwirtschaft

Mit der Arbeit sollte eine Grundlage geschaffen werden, die eine Abschätzung der zukünftigen Entwicklung des Verbrauchs von Produkten auf Basis Holz in den mittel- und osteuropäischen Ländern (MOEL) ermöglicht. Die MOEL wurden bisher bei den Verbrauchsprojektionen internationaler Organisationen (FAO, UN/ECE) ausgenommen, weil einerseits für viele dieser Länder keine hinreichend langen Zeitreihen vorliegen und andererseits aufgrund von Strukturbrüchen keine sinnvollen Schätzungen möglich sind. - Um diese Probleme zu umgehen, wurde eine internationale Querschnittsanalyse durchgeführt, mit dem Ziel, die Strukturen des Verbrauchs von Produkten auf Basis Holz aufzudecken. Dabei ging es vor allem darum zu hören, wie sich die MOEL im Vergleich mit anderen Ländern strukturieren, und ob sich spezifische Verbrauchsmuster für einzelne Ländergruppen identifizieren lassen. Zu diesem Zweck wurden für insgesamt 67 Länder Daten für solche Kennzahlen zusammengestellt und analysiert, von denen angenommen wurde, dass sie Einfluss auf den Verbrauch von Produkten auf Basis Holz nehmen. Die internationale Querschnittsanalyse stützt sich dabei auf Daten des Jahres 1994. - Im Beitrag kam es vorrangig darauf an, den Gesamtverbrauch von Produkten auf Basis Holz zu analysieren, der im Beitrag durch das Aggregat HOLZ/PAPIER repräsentiert wird. Zusätzlich wurden eingehende Analysen für Teilaggregate gerechnet, um zu prüfen, ob sich aus der verfeinerten Analyse zusätzliche Aufschlüsse über das Verbrauchsverhalten bei Produkten auf Basis Holz - speziell in den MOEL - gewinnen lassen.

Dissertation VTIWFW VTIOEF
Dokumentennummer: T2 03 51
Signatur: Z 4°338


56. Titel: Zur thermischen Optimierung von Außentürsystemen

Autor(en): Schacht, B.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [177 p.]
Publikationsjahr: 2002
Institut:Holztechnologie/Holzphysik

Im Beitrag wurde der thermische Einfluss der verschiedenen Komponenten von Außentürsystemen untersucht und in Form der berechneten thermischen Kennwerte angegeben. Damit liegen erstmalig Kennwerte für die sehr erhebliche Wärmebrückenwirkung und die Beeinträchtigung der raumseitigen Oberflächentemperaturen von u.a. Türbeschlägen, Aussteifungsprofilen, Befestigungsmitteln und der Türschwelle vor. Weiterhin wurden thermisch optimierte Türkonstruktionen modelliert und berechnet, um zu verdeutlichen, in welchem Maß eine thermische Optimierung bei unterschiedlichen Türkonstruktionen möglich ist. - Anhand eines entwickelten Konzeptes zur thermischen Optimierung und mit Hilfe der erstellten Maßnahmenkataloge für die Außentür, den Wandanschluss und den Türschwellenbereich kann die Planung des Türbereiches erleichtert und Schwachstellen können vermieden werden. Das Konstruktionsbeispiel eines Türanschlusses im Holzbau demonstriert eine konkrete Umsetzung der beschriebenen Maßnahmen.

VTIHTBP
Dokumentennummer: T4 02 591
Signatur: 63 4°32


57. Titel: Untersuchung über die Eigenschaftsentwicklung von Holzwerkstoffplatten nach dem Heißpressen

Autor(en): Ohlmeyer, M.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [228 p.]
Publikationsjahr: 2002
Institut:Holztechnologie/Holzphysik

Es ist bekannt, dass sich die Platteneigenschaften während der Abkühlung nach dem Verpressen ändern. Vor der Prüfung zur Qualitätsüberwachung werden Holzwerkstoff-Platten in der industriellen Produktion für etwa 2 Stunden abgekühlt, um vertrauenswürdige Prüfwerte zu erhalten. Um die Eigenschaftswerte zeitnah zum Produktionszeitpunkt zu erhalten, ist es vorteilhaft, diese Zeit zu verkürzen. Zu diesem Zweck mussten folgende Fragestellungen beantwortet werden: -In welcher Größenordnung nehmen die mechanischen Eigenschaften industriell gefertigter Span- und Faserplatten (Leimsysteme: UF, MUF und PF) unmittelbar nach dem Verlassen der Heißpresse bei sofortiger Abkühlung auf die Umgebungstemperatur zu? / -Kann die Eigenschaftsveränderung von industriell gefertigten Platten mit Hilfe der Temperatur bzw. der Abkühlgeschwindigkeit mathematisch-statistisch beschrieben werden? - Zur Untersuchung der Eigenschaftsentwicklung von Holzwerkstoffplatten während der Stapellagerung wurden folgende Problemstellungen bearbeitet: -Ermittlung der aktuellen Randbedingungen der industriellen Stapellagerung und Erarbeitung einer Möglichkeit zur Simulation der Stapelbedingungen im Labor. / -Welche Rolle spielt die Komponente Holz bei der Entwicklung der Eigenschaften der Platten während der Lagerung im Plattenstapel? / -Zu diesem Zweck werden chemische Veränderungen von Holzarten analysiert, die üblicherweise zur Produktion von Holzwerkstoffplatten eingesetzt werden. Zu diesen Untersuchungen zählen vor allem die Sorptionseigenschaften, der pH-Wert, die Pufferkapazität und die Formaldehydemission. / -Die Untersuchungen sollen unter den Bedingungen durchgeführt werden, denen das Holz in der Holzwerkstoffplatte während des Verpressens und der Stapellagerung ausgesetzt ist. / -Welche Rolle spielt die Komponente Klebstoff bei der Entwicklung der Eigenschaften der Platten während der Lagerung im Plattenstapel? / -Es soll die grundsätzliche Entwicklung der Festigkeiten von Aminoplast-Harzen unter Lagerbedingungen analysiert werden. Dazu sind folgende Spanplatten-Harze einzusetzen: ein aktuelles UF-Standardprodukt, je ein Melamin-Harnstoff-Formaldehydharz mit geringem und hohem Melaminanteil. / -Der Einfluss wichtiger Prozessparameter auf die Entwicklung der Klebstofffestigkeit während der Lagerung soll bestimmt werden. Folgende Parameter sind zu diesem Zweck zu betrachten: Presszeit, Presstemperatur, Härtermenge, Lagertemperatur und Feuchte des Holzes während der Lagerung.

VTIHTBP
Dokumentennummer: T4 02 592
Signatur: 63 4°33


58. Titel: Ökologische Betrachtung für den Hausbau - Ganzheitliche Energie- und Kohlendioxidbilanzen für zwei verschiedene Holzhauskonstruktionen

Autor(en): Pohlmann, C.M.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [268 p.]
Publikationsjahr: 2002
Institut:Holztechnologie/Holzphysik

Ziel dieser Arbeit war es, ökologische Betrachtungen für den Hausbau, den Hausbetrieb und den Rückbau anzustellen. Es wurden ganzheitliche lebenswegbezogene Energiebilanzen und Kohlendioxidbilanzen für zwei verschiedene Holzbaukonstruktionen berechnet. - Um den gesamten Lebensweg der Gebäude zu betrachten, wurde die Methodik der Ökobilanz gewählt. - Ökologische Bewertungen sind ein modernes Hilfsmittel, die ökologischen Vorteile und Nachteile eines Produktes darzustellen. Diese Darstellung geschieht ganzheitlich unter Einbezug aller relevanten Einflüsse und Lebensphasen. Sachlich vollständig erstellte Bilanzen können wichtige Schritte in der Optimierung von Einzelprozessen, aber auch des Gesamtproduktes liefern. Sie dienen mittlerweile als Entscheidungsgrundlage bei der Produktauswahl und Verfahrensgestaltung unter ökologischen Gesichtspunkten. - Die ökologische Bewertung verlangt die Betrachtung des Produktes über den gesamten Lebensweg und kann fundierte Daten für den Gesamtenergiebedarf und die CO2-Emissionen über den gesamten Lebensweg liefern.

VTIHTBP Dissertation
Dokumentennummer: T4 02 590
Signatur: 63 4°34


59. Titel: Strahlung und Wuchsform - Einfluss von Holznutzung auf die Verjüngung von Dipterocarpaceen in Wäldern Ost- Kalimantans (Indonesien)

Autor(en): Pauli-Gemmingen, Freifrau von M.A.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [271 p.]
Publikationsjahr: 2001
Institut:Weltforstwirtschaft

Indonesien gehört mit Verlusten an Waldfläche von etwa 1% pro Jahr zu den Ländern mit den größten Entwaldungsraten. Allein in den letzten 12 Jahren verringerte sich die Waldfläche um 1,5 Millionen Hektar pro Jahr. Exzessive Holzernte, Umwandlung von Waldflächen in Plantagen und Waldbrände sind die wesentlichen Gründe. Noch können Primärwälder genutzt werden, aber in 10-15 Jahren stehen nur bereits genutzte Wälder für die Holznutzung zur Verfügung. Damit sind die Konzessionäre abhängig von einem guten Zuwachs und einer ausreichend guten Verjüngung der Dipterocarpaceen, die den Hauptteil der kommerziell genutzten Baumarten stellen. Der sehr langsame Verjüngungsprozess der Dipterocarpaceen ist jedoch ein entscheidendes Problem für eine nachhaltige Nutzung. Die Steuerung der Strahlungsverhältnisse im Bestand bietet eine gute Möglichkeit, um das Wachstum der Dipterocarpaceen- Verjüngung zu beeinflussen. Für den Verjüngungserfolg der Dipterocarpaceen ist entscheidend, wieviele Individuen nach der Nutzung überleben und wie gut sie ihr Wachstum auf die neuen Strahlungsverhältnisse einstellen können. Um das Anpassungsverhalten bzw. die Grenzen der Anpassung beurteilen zu können, eignen sich Kenntnisse über die Veränderungen morphologischer und blattanatomischer Parameter, da Anpassungen auf Trieb-, Ast- und Blattebene entscheidende Vorteile unter wechselnden Strahlungsbedingungen liefern. Ziel dieser Arbeit war es deshalb, zu klären, unter welchen Strahlungsverhältnissen Verjüngung von fünf kommerziell bedeutenden Dipterocarpaceen in genutzten Wäldern vorkommt und wie sich ihre Morphologie und Blattanatomie in Abhängigkeit von den veränderten Strahlungsbedingungen ändert. Die gewonnenen Kenntnisse sollen dazu beitragen, die Verjüngungsdynamik in Dipterocarpaceen-Wäldern besser zu verstehen.

Dissertation VTIWFW Borneo Indonesien Tropenwald Bestandesstruktur hemisphärische Fotografie Einschätzung der Strahlung LICOR-Sensoren morphologische Parameter Blattanatomie Bestandesstruktur Shorea sp. Wachstumsstrategien indonesisches Selektivnutzungssystem
Dokumentennummer: T7 04 14
Signatur: 65 8°1


60. Titel: Pyrolyse von Biomasse-Abfall: Thermochemische Konversion mit dem Hamburger-Wirbelschichtverfahren

Autor(en): Gerdes, C.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [274 p.]
Publikationsjahr: 2001
Institut:Holztechnologie/Holzchemie

Bei der Verarbeitung von Holz und holzverwandten Werkstoffen, bei der Produktion von Papier und Zellstoffen sowie anderer Biomasse-Verarbeitung fallen Rest- und Abfallstoffe an. Die Industrie ist derzeit noch nicht in der Lage, diese Abfälle umfassend und vernünftig zu verwerten. Es sind jedoch neue Entsorgungs- und Recycling- Techniken für diese Kontingente nötig, um strengere Gesetzesauflagen auch in Zukunft erfüllen zu können. Aufgrund neuer gesetzlicher Vorgaben ist die Deponierung von Holz- und Biomasse-Abfällen künftig nicht mehr ohne weiteres möglich. Im Rahmen des durchgeführten Forschungsprojektes sollte ein neuer Weg zur Behandlung der angesprochenen Abfallstoffe aufgezeigt werden. Allein in der Bundesrepublik fallen jährlich ca. 8 Mio. t Altholz an. Die Deponierung von Altholz und Biomassen ist derzeit schon stark eingeschränkt und wird in Zukunft gänzlich verboten werden. Altholzsortimente können mit einer Vielzahl von Schwermetallen und hochgiftigen organischen Holzschutzmitteln belastet sein. Es bestehen zur Zeit zwar geeignete Verfahren, um definierte Monosortimente wie z.B. Altmöbel zu verwerten, die Sortierung und demnach die Auftrennung von Altholz zu definierten Gruppen stellt jedoch ein großes Problem dar. Die Schwierigkeiten sind einerseits logistischer Natur, andererseits ist die Analytik von inhomogenen Altholzsortimenten in Bezug auf ihre chemische Belastung nahezu unmöglich. Es fehlt derzeit an neuen Verfahren, die in der Lage sind, belastete, inhomogene Mischungen sowie unbelastetes Material gleichermaßen zu verwerten. Seit einigen Jahren werden von der Europäischen Union (EU) Forschungsvorhaben zur energetischen Nutzung nachwachsender Rohstoffe gefördert. Dabei erwies sich die Flash-Pyrolyse in den letzten Jahren als ein interessantes Verfahren, um aus Biomasse einen flüssigen und Kohlendioxid-neutralen Energieträger und/oder einen Chemierohstoff zu gewinnen. Seit der Ölkrise der 70er-Jahre des vorigen Jahrhunderts wird die Pyrolyse von Biomasse in Nordamerika und Europa wieder intensiv erforscht. Bislang haben Pyrolyseprozesse auf Basis von Biomasse jedoch noch keine größere technische Bedeutung erlangt. Im Zuge der Diskussionen über regenerative, C02-neutrale Energiequellen, Chemierohstoffe aus Biomasse und Lösungen der Altholzentsorgung kommt der Pyrolyse von Biomasse jedoch in den letzten Jahren wieder ein höherer Stellenwert zu. In der Arbeit werden zwei Teilgebiete der Pyrolyse bearbeitet: ein technischer Teil, die Optimierung einer Laborwirbelschichtpyrolyseanlage (LWS-Holz) für Biomasse und ein chemischer Teil, die thermochemische Konversion von Holz- und anderen Biomasseabfällen mit dem Hamburger Wirbelschichtverfahren.

Dissertation VTIHTBC Holzchemie Altholzproblematik Verwertungsproblematik lignocellulosehaltige Biomasse Pyrolyse Öl Pyrolyse Koks Pyrolyse Gas Wirkungsgrad Wirtschaftlichkeit Flash Pyrolyse katalytische Pyrolyse Wirbelschichtanlage Buchenholz Faserwerkstoffe Faserschlamm
Dokumentennummer: T7 04 15
Signatur: 65 8°6


61. Titel: Modellgestützte Systemanalyse der Dynamik genetischer Strukturen von Baumpopulationen

Autor(en): Bialozyt, R.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [110 p.]
Publikationsjahr: 2001
Institut:Forstgenetik

Ziel der Untersuchung ist es, die Dynamik genetischer Strukturen von Baumpopulationen mit systemanalytischen Methoden zu untersuchen. Gegenüber anderen räumlich expliziten Modellen der Populationsgenetik ist bei Baumpopulationen insbesondere die große räumliche und zeitliche Ausdehnung dieser Populationen zu berücksichtigen. Bei solchen Untersuchungen müssen all jene Prozesse beachtet werden, die einen Einfluss auf die Dynamik der verschiedenen Skalierungsstufen haben. Je nach Abstraktionsniveau sind diese Effekte mehr oder weniger deutlich zu beobachten. - Aufgrund der großen Bandbreite der die Dynamik bestimmenden Prozesse und der sich daraus ergebenden Muster wurden die Prozesse auf drei verschiedenen räumlichen Skalierungsebenen modelliert. Mit dieser räumlichen Skalierung ist die zeitliche Skalierung eng verbunden. Großräumige Muster entstehen durch Kolonisationsereignisse in langen Zeiträumen, wohingegen sich Verwandtschaftsstrukturen oftmals innerhalb weniger Generationen auf lokaler Ebene ausbilden können. - Um eine möglichst einfache Skalierung der Modelle zu ermöglichen, sollten diese Modelle eine einheitliche Struktur besitzen. Daher wurde als Modellierungsumgebung ein Zellulärer Automat (CA) ausgewählt. Durch die einfache Grundstruktur des CA und sein Potential, Muster nahezu jeder Skalierungsstufe aufnehmen, verarbeiten und generieren zu können, sind CA besonders gut für diese Aufgabe geeignet.

Dissertation VTIFG Populationsgenetik Populationsdynamik Modelle Modellierung
Dokumentennummer: T7 04 17
Signatur: 65 8°7


62. Titel: Entwicklung und Feinstruktur von Flächenkallus-Gewebe und seine Bedeutung für die Behandlung von Anfahrschäden an Alleebäumen

Autor(en): Stobbe, H.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [116 p.]
Publikationsjahr: 2001
Institut:Holzbiologie

Die Alleen Mecklenburg-Vorpommerns sind als geschützte Landschaftsbestandteile ausgewiesen, umfassen eine Strecke von ca. 4.380 km und sind durch verkehrsbedingte Verletzungen, sogenannte Anfahrschäden, bedroht. Im Beitrag erfolgten Untersuchungen zur Wundreaktion und zur Wundbehandlung an Laubbäumen, und zwar sowohl an künstlich angelegten Wunden als auch an verkehrsbedingt entstandenen Anfahrschäden. Ziel war es, die Möglichkeiten einer Behandlung von frischen Anfahrschäden an Alleebäumen zu untersuchen, um ein Handlungskonzept für die Baumpflegepraxis zu entwickeln.

Dissertation VTIHTBB
Dokumentennummer: T2 01 581
Signatur: 62 8°147


63. Titel: Wirtschaftlich-technologische Analyse der MDF-Produktion und Ausblick auf andere Holzwerkstoffe

Autor(en): Janßen, A.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [195 p.]
Publikationsjahr: 2001
Institut:Holztechnologie/Holzphysik

Holzwerkstoffhersteller sind heute aus einer Vielzahl von Gründen (z.B. Überkapazitäten, Substitutionsdruck innerhalb der Holzwerkstoffe, starker in- und ausländischer Konkurrenz, steigenden Anforderungen ihrer Kunden hinsichtlich Produktqualität, Liefertermine und Losgrößen) gezwungen, einen nach Kostengesichtspunkten optimierten Produktionsprozess zu betreiben. - Holzwerkstoffe werden in einem nahezu kontinuierlichen, aber sehr komplexen Prozess gefertigt, weshalb die einzelnen Produktionsschritte zumeist isoliert kontrolliert und gesteuert werden. Eine Verknüpfung mit den Produktionskosten erfolgt, wenn überhaupt, nur selten und manuell. - Ziel der Arbeit war es daher, die Zusammenhänge zwischen Produktionseinstellungen und Kosten einer typischen MDF-Produktion in einem betriebswirtschaftlichen Modell (Kostenmodell) zu beschreiben. Hierdurch sollten verschiedene Betriebszustände ausreichend präzise und schnell berechnet werden können, um so eine fundierte Entscheidungsgrundlage für Produktionsplanungen und Investitionsvorhaben zu erhalten. Mithilfe der gewonnenen Erkenntnisse war es möglich, Aussagen über Kostenstruktur, Kosteneinflussgrößen und Möglichkeiten der Kostenoptimierung zu treffen.

Produktionsumfang Holzwerkstoffindustrien Kostenbegriffe betriebswirtschaftliche Modelle Materialeinsatz Produktionsabschnitte Kostenanalysen andere Holzwerkstoffe Dissertation VTIHTBP
Dokumentennummer: T1 02 354
Signatur: 63 8°19


64. Titel: Anwendung von Pflanzenölimprägnierungen zum Schutz von Holz im Außenbereich

Autor(en): Sailer, M.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [166 p.]
Publikationsjahr: 2001
Institut:Holztechnologie/Holzphysik

Es wurden Möglichkeiten untersucht, mit pflanzlichen Ölen imprägniertes Holz im Außenbereich zu verwenden. Primäres Ziel dieser Arbeit war es, das Verhalten von Holz, welches mit pflanzlichen Ölen imprägniert worden war, auf seine Beständigkeit gegenüber Pilzbefall zu prüfen, da hierzu wenig Informationen vorlagen. - Für die Untersuchungen wurden natürliche, unbehandelte Öle ohne chemische Modifikationen oder Zusätze von Sikkativen verwendet. Zur Beschleunigung der Härtung wurde den imprägnierten Probehölzern Energie durch Bestrahlung oder Temperaturen bis zu maximal 140 Grad C zugeführt. Anhand der zunächst begonnenen Freilandversuche nach DIN V ENV 12037 (1996) und DIN EN 252 (1989) wurden für die praktische Anwendung wesentliche Aspekte identifiziert, die intensiver untersucht wurden: Quellungs- und Schwindungsvergütung durch Hanf- bzw. Leinöl, Reduzierung von Ölaustritt und Möglichkeiten der Ölaushärtung, Einfluss der Temperaturbehandlung pflanzlicher Öle auf die Widerstandsfähigkeit gegenüber holzzerstörenden Pilzen: a) bei Ölfilmen, b) in pilzresistentem ölgetränktem Material, c) in der ölgetränkten Holzmatrix, Einfluss der Temperaturbehandlung pflanzlicher Öle auf die Besiedlung durch verfärbende Pilze.

Dissertation
Dokumentennummer: T1 01 1021
Signatur: 62 8°77


65. Titel: Enzymunterstützte Charakterisierung von Carboxymethylcellulose

Autor(en): Horner, S.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg = Reihe Biologie [175 p.]
Publikationsjahr: 2000
Institut:Holztechnologie/Holzchemie

In der Arbeit wurde eine Methode zur enzymunterstützten Analyse von Carboxymethylcellulose (CMC) entwickelt. Die Methode basiert auf einer enzymatischen Fragmentierung mit Endoglucanase (EG), gefolgt von der präparativen Trennung der Fragmente nach ihrer Molekülgröße für eine anschließende chemische Analyse. Für die chemische Analytik der Bausteine wurde eine HPLC-Methode (AEC-PAD) entwickelt und durch die Isolierung von Standardsubstanzen und die (13)C-NMR-Spektroskopie validiert. - Im ersten Schritt wurde der Abbau der CMC mit EG unter Ausnutzung der Enzymspezifitäten durchgeführt. Da die verwendete EG nur in der Lage ist, CMC in nicht- bzw. niedrigsubstituierten Bereichen zu spalten, wird die CMC nicht in monomere Einheiten überführt, sondern in Cellulosefragmente, deren Kettenlänge von der Familienzugehörigkeit der Endoglucanase, der Enzymdosis, der Inkubationszeit und dem Substitutionsgrad der CMC abhängt. Durch chromatographische Untersuchungen der CMC- Fragmente kann dadurch auf die Substitution entlang der Kette geschlossen werden. Diese Information ist von wesentlicher Bedeutung, um die Struktur-Eigenschaftsbeziehungen von Polymeren zu untersuchen. Die Methode kann durch sequenzielle Verwendung weiterer Enzyme, wie Cellobiohydrolase 1 und 2 (CBH 1 und 2) sowie beta-Glucosidase weiter verfeinert werden.

Dissertation VTIHTBC Cellulose enzymatische Fragmentierung CMC Molmassenverteilung Degradationsmethoden NMR-Spektroskopie Anionenaustauschchromatographie Cellulase-Komplex Bausteinanalyse
Dokumentennummer: T7 04 34
Signatur: 65 8°9


66. Titel: Herstellung von Oriented Strand Board mit feuchtetoleranten Klebstoffen

Autor(en): Pichelin, F.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [v. 75(2) p. 51-64]
Publikationsjahr: 2000
Institut:Holztechnologie/Holzphysik

Bei der herkömmlichen Heibpressung von OSB-Matten werden die Stands mit einer niedrigen Feuchtigkeit beleimt (5%-10%). Dies beruht auf der Tatsache, dab die verwendeten Klebstoffe (PF, MUPF) nur bei niedriger Feuchtigkeit vollständig aushärten können. Dies bedeutet aber eine sehr niedrige Feuchtigkeit der Strands am Trockner-Ausgang und damit einen hohen Energie-Bedarf und hohe Emissionen von Gesamtkohlenstoff im Abgas. Auberdem is es bereits bekannt, dab das Pressen bei niedriger Feuchtigkeit eine schlechte Plastifizierung des Holzes ermöglicht, was zu Brüchen der Holzzellen während der Verdichtung der Matte führt. Dies hat eine Verschlechterung der Platteneigenschaften zur Folge, wie zum Beispiel eine Erhöhung der Dickenquellung und eine Reduzierung der Querzugfestigkeit. Um ein erfolgreiches Pressen bei hoher Feuchtigkeit durchführen zu können, sind besondere Klebstoffe erforderlich. Diese dürfen nicht durch Wasser-Kondensation aufgelöst werden, wodurch sie zu tief in die Holzzellen eindringen würden. Zudem müssen diese dem ungewöhnlich hohen Dampfdruck in der Plattenmitte widerstehen. Diese Klebstoffe werden als hoch-feuchtetolerante Kleber bezeichnet. Tannin-Klebstoffe gehören zu dieser Klasse von Holzklebstoffen und haben sich bereits für die Herstellung von feuchtebeständigen Spanplatten bewährt.

Dissertation VTIHTBP Holzphysik Holzwerkstoffe OSB Spanplattenherstellung Leim Klebemittel Bindemittel Feuchtetoleranz Biegelastizität Querzugfestigkeit Paraformaldehyd Leimhärtung Dampfdruck Holzfeuchte Heißpressen
Dokumentennummer: T7 04 147
Signatur: 65 S 1


67. Titel: Über die natürliche Dauerhaftigkeit ausgewählter Wirtschaftsholzarten unter besonderer Berücksichtigung von Sapelli (Entandrophragma cylindricum Sprague)

Autor(en): Kleist, G.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [155 p.]
Publikationsjahr: 2000
Institut:Holzbiologie

Bewährte Wirtschaftsholzarten tropischer Regionen werden durch schwindende Ressourcen in den traditionellen Hauptexportregionen immer spärlicher. Für Importe aus neu erschlossenen und zugleich entlegenen Regionen liegen häufig kaum Erfahrungswerte ihrer Verwendungseigenschaften vor, so dass hier eine Neubewertung vorgenommen werden muss. Im konkreten Fall hatte hell gefärbtes Sapellikernholz aus bisher noch ungenutzten Exploitationsflächen in Zentralafrika für Verunsicherung gesorgt, da neben der untypischen Holzfärbung auch eine ungewöhnlich geringe Pilzresistenz festgestellt wurde. Im Beitrag wurde an dieser Holzart eine Reihe grundsätzlicher Fragen zur natürlichen Dauerhaftigkeit näher untersucht. Diese hatten zum Ziel, das komplexe Phänomen der Holzzersetzung in den Kontext der Widerstandsfähigkeit gegenüber Pilzbefall zu bringen. - Zunächst wurde die natürliche Dauerhaftigkeit von Holz und ihre Klassifizierung allgemein beschrieben und mit dem Ziel untersucht, eine begriffliche Präzisierung und insofern auch Verengung auf geeignete Laborverfahren zu erreichen. - Die Vorüberlegungen haben gezeigt, die natürliche Dauerhaftigkeit vornehmlich als Resistenzverhalten des Holzes gegenüber Pilzbefall zu verstehen. In dieser Hinsicht ist es im Rahmen der vorgelegten Arbeit sachlich angemessen, sich hierbei auf Laborversuche mit Basidiomyceten als Prüforganismen zu beschränken. - Einen experimentellen Schwerpunkt bildete die Untersuchung der mikromorphologischen und topochemischen Gegebenheiten im Holzgewebe am Beispiel von Sapelli. Hierzu wurde die Resistenz der Zellwand gegenüber Pilzbefall und das daraus resultierende Besiedelungs- und Abbauverhalten holzzerstörender Pilze gekennzeichnet. Grundlage diese Arbeitsschwerpunktes war handelsübliches Sapelliholz aus Kamerun und der Zentralafrikanischen Republik (RCA).

Dissertation VTIHTBB
Dokumentennummer: T2 00 433
Signatur: 61 8°75


68. Titel: Nichtholz-Waldprodukte in Ost-Kalimantan, Indonesien. Analyse der waldwirtschaftlichen und sozio-ökonomischen Aspekte, ihrer Bedeutung und ihres Entwicklungspotentials für die Lokalbevölkerung in einem Holzkonzessionsgebiet

Autor(en): Großmann, C.M.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg = Mitteilungen der Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft [no. 199, 313 p.]
Publikationsjahr: 2000
Institut:Weltforstwirtschaft

Nichtholz-Waldprodukten (NHWP) wird in der Fachliteratur wie in der internationalen Technischen Zusammenarbeit zumeist ein hohes Entwicklungspotential zugesprochen. Es wird angenommen, dass der gegenwärtige Beitrag von NHWP zum Einkommen und zur Subsistenz waldnah lebender Bevölkerungsgruppen unterschätzt wird. Außerdem wird erwartet, dass eine intensivierte Bewirtschaftung von NHWP einerseits das Einkommen dieser Bevölkerungsgruppen steigern und andererseits einen Anreiz zur Naturwalderhaltung in der Form von naturnah bewirtschafteten Wirtschaftswäldern, insbesondere in den Tropen, leisten kann. Es mehren sich jedoch auch die kritischen Stimmen, die einwenden, dass diese Erwartungen auf zumeist nicht ausreichend geprüften Hypothesen oder einseitig sektoralen Analysen basieren. Solche Analysen prüfen entweder die waldwirtschaftlichen oder die sozio-ökonomischen Aspekte der Nutzung und Bewirtschaftung von NHWP durch bestimmte Zielgruppen nicht in ausreichendem Maße. Die Integration dieser beiden Aspekte war das primäre Anliegen dieser Untersuchung. Es wurden folgende Ziele der Arbeit formuliert: 1. Ausarbeitung eines zielgruppenorientierten integrativen interdisziplinären Untersuchungsansatzes als Beitrag zur Entwicklung einer übertragbaren Methode, die dazu geeignet ist, die Bedeutung und das Entwicklungspotential von NHWP in beliebigen Naturwaldgebieten zu analysieren. 2. Beantwortung von drei für die Bewirtschaftung von NHWP elementaren Fragen in einem Holzkonzessionsgebiet in Ost-Kalimantan/Indonesien: -Welchen Flächenbedarf an Wirtschaftswald hat die Lokalbevölkerung, um sich bei gegebenen Nutzungsmengen mit NHWP versorgen zu können? -Wie verändert sich die Versorgungsanlage mit NHWP durch kommerzielle Holzernte? -Besteht in den untersuchten Waldbeständen Potential für eine intensivierte marktorientierte Bewirtschaftung von NHWP durch die Lokalbevölkerung, die gleichzeitig walderhaltend ist? - Es wurde eine eigene Arbeitsdefinition von NWHP formuliert, da in der Literatur keine der Fragestellung angemessene Definition vorlag: Nichtholz-Waldprodukte (NHWP) umfassen nicht verholzende Baumprodukte und andere wild wachsende pflanzliche und tierische Produkte, soweit sie für den Menschen nutzbar sind und auf geschlossenen Naturwaldflächen vorkommen.

Dissertation; VTIWFW
Dokumentennummer: T1 01 228
Signatur: Z 4°338


69. Titel: Charakterisierung der Feinwurzeln von Swietenia macrophylla King und Carapa guianensis Aubl. (Meliaceae) unter verschiedenen Standortsbedingungen

Autor(en): Noldt, G.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg = Mitteilungen der Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft [no. 201, 132 p.]
Publikationsjahr: 2000
Institut:Holzbiologie

Die ökologische und ökonomische Bedeutung von Swietenia macrophylla und Carapa guianensis veranlasste die Verfasserin, grundlagenorientierte Untersuchungen zur Wurzelstruktur und zum Wurzelwachstum durchzuführen und damit einen wichtigen Beitrag zur bestmöglichen Bewirtschaftungsform aufzubauender Mischplantagen auf der "terra firme" in Amazonien Brasiliens zu liefern.- Im Beitrag werden bisher nur lückenhaft untersuchte Wurzelstrukturen von S. macrophylla und eine noch nicht bekannte Wurzelanatomie von C. guianensis detailliert charakterisiert, insbesondere im Hinblick auf den Einfluss ausgeprägter Trockenperioden und eines begrenzten Nährelementangebotes auf die Wurzelanatomie. In vergleichenden Untersuchungen wurde zudem die Mykorrhiza an Feinwurzeln beider untersuchter Arten ermittelt. - Um die Ergebnisse für die Versuchsplantagen unter kontrollierten Bedingungen zu überprüfen, wurden zusätzlich ein- bis dreijährige Pflanzen im tropischen Gewächshaus der BFH (Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft) untersucht, wofür der Boden gleichfalls aus der "terra firme" stammte.

Dissertation VTIHTBB
Dokumentennummer: T1 01 729
Signatur: Z 4°338


70. Titel: Die mechanische Bedeutung der Holzstrahlen im lebenden Baum

Autor(en): Burgert, I.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [173 p.]
Publikationsjahr: 2000
Institut:Holzbiologie

Die Biomechanik liefert in Ergänzung zu den physiologisch-anatomischen Betrachtungen durch die Hinzunahme mechanischer und evolutiver Aspekte einen Ansatz für ein umfassenderes Verständnis der Gewebefunktionen im lebenden Baum. Im Beitrag sollte überprüft werden, ob die Holzstrahlen der Laubbäume neben den bekannten physiologischen Funktionen auch eine Bedeutung für die Mechanik des lebenden Baumes besitzen.

Dissertation VTIHTBB
Dokumentennummer: T4 00 200
Signatur: 61 8°11


71. Titel: Wirkung und Stabilität von zwei manganhaltigen Katalysatoren in der Wasserstoffperoxidbleiche verschiedener Zellstoffe

Autor(en): Kühne, L.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [223 p.]
Publikationsjahr: 2000
Institut:Holztechnologie/Holzchemie

Die Abwässer aus der Bleiche von Nadelholzkraftzellstoffen werfen unabhängig von der Bleichtechnologie ökologische Probleme auf. Sowohl hinsichtlich TCF- wie auch ECF-Sequenzen gelten die jüngsten Bemühungen daher einer weitgehenden Einengung der Wasserkreisläufe. Neben ihrer Wirkung auf die Zellstoffeigenschaften kommt somit der Kompatibilität einzelner Bleichmittel beziehungsweise -stufen mit einem weitgehend geschlossenen Wasserkreislauf zunehmend Bedeutung zu. - In TCF-Sequenzen führen die unterschiedlichen pH- Werte und Temperaturen der einzelnen Bleichstufen zu erheblichen Problemen hinsichtlich einer Gegenstromführung der Bleichfiltrate. Die ausschließliche Verwendung alkalischer Peroxid- und Sauerstoffstufen bietet die Möglichkeit, pH- und Temperaturprofile deutlich einheitlicher zu gestalten. Hohe Weißgrade und eine hinreichende Delignifizierung verlangen hierbei aber die Anwendung langer Reaktionszeiten und hoher Temperaturen in Verbindung mit einer hohen Peroxideinsatzmenge. Diese Bedingungen wirken sich negativ auf die Zellstoffqualität aus. Auch nach einer weiteren Absenkung des Ligningehalts der Zellstoffe mittels Ozon erfordert eine ökonomische Prozessführung die Anwendung hoher Temperaturen in der Peroxidendbleiche. Neben der Beeinträchtigung der Zellstoffqualität und den Nachteilen hinsichtlich des Temperaturprofils führen hohe Temperaturen aber zu einer erhöhten organischen Belastung der Bleichfiltrate, was hinsichtlich eines eingeengten Wasserkreislaufs zusätzliche Probleme aufwirft. - In ECF-Sequenzen gelten die Anstrengungen einer Verringerung des Chlordioxideinsatzes, um eine weitere Einengung der Wasserkreisläufe sowie eine Verminderung des Volumens an Filtraten aus chlorhaltigen Bleichstufen zu ermöglichen. Neben einer kombinierten Anwendung von Ozon wird dieses Ziel durch den Einsatz von Peroxid in Extraktions- und Bleichstufen erlangt. Eine effiziente Umsetzung, insbesondere hoher Peroxidmengen, erfordert aber auch hier eine Anwendung hoher Temperaturen. - Im Beitrag wurde vor diesem Hintergrund der Einsatz manganhaltiger Komplexe als Katalysatoren in Peroxidbleichstufen untersucht.

VTIHTBC Dissertation
Dokumentennummer: T4 00 564
Signatur: 61 8°91


72. Titel: Untersuchungen zur Herstellung von Chemiezellstoff aus Aspen- und Buchenholz nach dem Dampfdruck-Extraktionsverfahren

Autor(en): Klupsch, R.
Quelle: Dissertation, Universität Hamburg [157 p.]
Publikationsjahr: 2000
Institut:Holztechnologie/Holzchemie

Es war das Ziel dieser Arbeit, die Möglichkeit der Herstellung von Chemiezellstoffen auf Basis einer Dampfdruckbehandlung von Aspen- und Buchenholz zu prüfen. Die Sattdampfbehandlung von Hackschnitzeln im Temperaturbereich von ca. 180-230 Grad C ermöglicht eine weitgehende Fraktionierung des Holzes in die drei Hauptkomponenten Cellulose, Hemicellulosen und Lignin. Die Hemicellulosen können mit Wasser extrahiert werden, ein Großteil des Lignins mit verdünnter Natronlauge. Die auf diese Weise isolierte Cellulose sollte in einer total chlorfreien Bleichsequenz auf die für Chemiezellstoffe erforderlichen hohen Weißgrade gebleicht werden. - Die Charakterisierung des wässrigen Extraktes und des Alkaliextraktes als erster Schritt zur Erforschung industrieller Verwertungsmöglichkeiten für die Nebenprodukte bildete einen weiteren Schwerpunkt der Arbeit.

VTIHTBC Dissertation
Dokumentennummer: T4 00 565
Signatur: 61 8°92


Literatur-Datenbank Literatur-Datenbank
Termine
-mehr-
Zur Zeit keine News verfügbar!
Redaktionsblog
-mehr-
Copyright 1996 - 2019 Kontakt - Sitemap - Impressum Alle Angaben ohne Gewähr